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Leichtathletik: Simon Ehammer bricht bei der Hallen-WM den Weltrekord

Simon Ehammer, of Switzerland, reacts after a successful attempt in the heptathlon pole vault at the World Athletics Indoor Championships in Torun, Poland, Saturday, March 21, 2026. (AP Photo/Matthias ...
Simon Ehammer ist neuerdings ein Weltrekordhalter.Bild: keystone

Simon Ehammer bricht an der Hallen-WM den Weltrekord im Siebenkampf und gewinnt Gold

Simon Ehammer schreibt Schweizer Leichtathletik-Geschichte. Er holt an der Hallen-WM in Torun nicht nur Gold im Siebenkampf, sondern stellt auch einen Weltrekord auf.
21.03.2026, 14:3921.03.2026, 20:26

Simon Ehammer strotzte vor dem Wettkampf vor Selbstvertrauen und sagte, dass es im Hallen-Siebenkampf nur wenige gebe, die ihn bezwingen könnten - in seiner aktuellen Form sei das umso schwieriger. Was er dann zeigte, übertraf jedoch sogar die eigenen Erwartungen.

Der 26-jährige Appenzeller überbot mit 6670 Punkten nicht nur den angestrebten Europarekord des Norwegers Sander Skotheim (6558) aus dem vergangenen Jahr, er verbesserte auch den 2012 erzielten Weltrekord des Amerikaners Ashton Eaton (6645) um 25 Punkte. Den zweitplatzierten Amerikaner Heath Baldwin distanzierte er um sagenhafte 333 Punkte.

Ehammer, der zum zweiten Mal nach 2024 Hallen-Weltmeister im Siebenkampf wurde, musste im abschliessenden Lauf über 1000 m eine Zeit von 2:43,26 Minuten laufen, um den Weltrekord zu brechen. Das Ziel erreichte er mit der persönlichen Bestzeit von 2:41,04 Minuten.

Am Morgen hatte Ehammer den zweiten Wettkampftag mit einem Paukenschlag begonnen. In 7,52 Sekunden lief er über die 60 m Hürden so schnell wie noch nie ein Siebenkämpfer und unterbot die eigene Bestmarke um drei Hundertstel. Schon am ersten Tag war er über 60 m mit 6,69 Sekunden der Schnellste und verbesserte dabei die persönliche Bestleistung um drei Hundertstel. Auch im Weitsprung (8,15 m) und im Stabhochsprung (5,30 m) war er der Beste.

Mit dem Weltrekord in Torun gelang Ehammer eine eindrückliche Reaktion auf die Enttäuschung an der letztjährigen WM in Tokio, wo er nach dem 4. Rang im Weitsprung den Zehnkampf nach einem Nuller im Hochsprung, der vierten Disziplin, aufgab. Seinen Schweizer Rekord im Siebenkampf, erzielt beim Gewinn der Silbermedaille an der letztjährigen Hallen-EM in Apeldoorn, verbesserte er um 164 Punkte. Das verspricht einiges für die Freiluft-Saison, umso mehr, wenn er die in Polen gezeigte Lockerheit bewahren kann.

Eine starke Leistung zeigte auch Audrey Werro. Die 800-m-Läuferin qualifizierte sich souverän für den Final vom Sonntagabend. Erneut hielt sie mit einem Tempolauf unter 2 Minuten die Konkurrentinnen in Schach. (riz/abu/sda)

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