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epa04911250 General view of the Letzigrund stadium during the Weltklasse IAAF Diamond League international athletics meeting in Zurich, Switzerland, 03 September 2015.  EPA/WALTER BIERI

Alle Augen der Leichtathletik-Welt richten sich heute auf den Zürcher Letzigrund. Bild: EPA/KEYSTONE

Weltklasse Zürich verspricht Spektakel – national und international

Weltklasse Zürich ist einmal mehr ein Stelldichein der weltbesten Leichtathleten. Für die Schweizer Cracks ist der erste von zwei Diamond-League-Finals ein Saisonhöhepunkt und eine Standortbestimmung.



Wie gewohnt dürfen die Meeting-Direktoren Andreas Hediger und Christoph Joho am Donnerstag das Who is Who der Szene im Zürcher Letzigrund begrüssen. «Es ist ein Feuerwerk der weltbesten Leichtathleten», betonte Hediger. Besonders auf den Stabhochsprung der Männer freut er sich, haben doch in diesem Jahr schon drei Athleten die 6-m-Marke übersprungen. Unter ihnen ist der erst 19-jährige schwedische Europameister Armand Duplantis.

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Die Frauen sind bereits gesprungen. bild: weltklasse zürich

Büchler schafft Saisonbestleistung

Anschelika Sidorowa heisst die erste Siegerin von Weltklasse Zürich 2019. Die Europameisterin von 2014 aus Russland gewann im Zürcher Hauptbahnhof mit 4,87 m den Stabhochsprung der Frauen.

Eine gute Leistung zeigte Nicole Büchler, die mit 4,52 m eine Saisonbesthöhe aufstellte und sich der WM-Limite bis auf vier Zentimeter näherte. Die Bielerin, die im Herbst 2018 Mutter geworden ist, übersprang 4,37 und 4,52 im ersten Versuch, ehe sie an der Höhe von 4,62 dreimal klar scheiterte.

Eine Enttäuschung setzte es für Angelica Moser ab. Die U23-Europameisterin, die sich bereits für die WM qualifiziert hat, blieb ebenso wie die Neuseeländerin Eliza McCartney ohne gültigen Versuch.

Nächster Rekord von Kambundji?

Teil des Spektakels über die halbe Bahnrunde ist auch Mujinga Kambundj. Die Bernerin ist dank ihrem Schweizer Rekord vom Wochenende (22.26) die Nummer 8 der Weltbestenliste über 200 m. «Ich bin froh, dass ich rechtzeitig in Form gefunden habe.» Dank der Zeit von Basel wisse sie, dass sie mithalten könne. «In einem solch krassen Rennen auf dem gleichen Niveau wie die anderen zu sein ist sehr speziell für mich.»

Eine Top-Platzierung ist aufgrund der Konkurrenz ein schwieriges Unterfangen. Zumindest eine weitere Verbesserung des Schweizer Rekords scheint aber möglich. «Mein Lauf in Basel war sehr gut», so Kambundji. «Aber es ist nicht so, dass ich nicht noch besser laufen kann.» Der Bernerin kommt entgegen, dass Weltklasse Zürich für einmal vor einem Grossanlass stattfindet.

Mujinga Kambundji nach ihrem Sieg im 200 Meter Finale an der Leichtathletik Schweizer Meisterschaft im Stadion Schuetzenmatte in Basel, am Samstag, 24. August 2019. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Mujinga Kambundji will auch in Zürich zeigen, was sie drauf hat. Bild: KEYSTONE

Über 100 m der Männer kommt es zum Duell zwischen dem Amerikaner Noah Lyles und Landsmann und Weltmeister Justin Gatlin. Mit den Schnellsten der Welt misst sich auch Alex Wilson, der Ende Juni in La Chaux-de-Fonds den Schweizer Rekord von 10.08 lief. Der grosse Abwesende ist der amerikanische Jahresschnellste Christian Coleman (9.81), dem wegen drei verpasster Doping-Tests eine Sperre droht.

Der Zeitplan von Weltklasse Zürich

18.15 Uhr: Weit Frauen.

18.45 Uhr: Hoch Männer.

18.50 Uhr: Stab Männer, mit Dominik Alberto.

19.05 Uhr: Speer Frauen, mit Géraldine Ruckstuhl.

19.40 Uhr: Kugel Frauen.

20.04 Uhr: 400 m Frauen.

20.13 Uhr: 800 m Männer.

20.23 Uhr: 3000 m Steeple Frauen.

20.41 Uhr: 200 m Frauen, mit Mujinga Kambundji.

20.45 Uhr: Weit Männer.

20.48 Uhr: 1500 m Frauen, mit Delia Sclabas.

20.55 Uhr: Speer Männer, mit Simon Wieland.

21.02 Uhr: 400 m Hürden Frauen, mit Lea Sprunger.

21.13 Uhr: 100 m Männer, mit Alex Wilson.

21.21 Uhr: 5000 m Männer, mit Julien Wanders.

21.44 Uhr: 400 m Hürden Männer, mit Kariem Hussein.

21.54 Uhr: 4x100 m Frauen (kein DL-Final), mit Schweiz.

Schweizer wohl nur in Nebenrollen

Neben Kambundji und Wilson sind gut ein halbes Dutzend weiterer Schweizer im Hauptprogramm am Start. Gespannt darf man auf den Auftritt von Julien Wanders sein. Der in Kenia lebende Europarekordhalter im Halbmarathon misst sich über 5000 m mit den Spitzenläufern aus Afrika. Erfahrungen in einem Weltklasse-Feld können Delia Sclabas und Géraldine Ruckstuhl sammeln.

epa07706255 Julien Wanders from Switzerland after the Men 3000m race at the International Athletics Meeting in Lucerne, Switzerland, Tuesday, July 9, 2019.  EPA/Urs Flueeler

Julien Waners versucht sich über 5000 Meter. Bild: EPA

In insgesamt 16 Disziplinen werden die Sieger der Diamond League gekürt, so auch über 400 m Hürden der Männer und Frauen. Kariem Hussein fand dank geschaffter WM-Limite Aufnahme in das Weltklasse-Feld mit dem norwegischen Weltmeister Karsten Warholm. Bei den Frauen tritt Lea Sprunger unter anderen gegen die Amerikanerin Dalilah Muhammad an, die Ende Juli in Des Moines den jüngsten Weltrekord gelaufen ist (52.20).

Das Meeting ist der Höhepunkt der Woche, die mit diversen Veranstaltungen gefüllt ist. Am Dienstag fand das zur Tradition gewordene «Jugend trainiert mit Weltklasse» an den Standorten Aarau, Bern, Chur, Frauenfeld, Willisau und Zürich statt. Den Auftakt zu den Wettkämpfen machten die Stabhochspringerinnen am Mittwochabend im Hauptbahnhof, den Abschluss der Woche bildet der UBS-Kids-Cup-Final am Samstag im Letzigrund. (pre/sda)

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