Sport
Fussball

Champions League: YB verliert auch gegen Roter Stern und bleibt Letzter

Goalkeeper Marvin Keller (YB) reacts after Guelor Kanga (Cz, not pictured) scored his side's first goal during the Uefa Champions League soccer match between BSC Young Boys and FK Crvena Zvezda ( ...
Erneut hat YB in der Königsklasse das Nachsehen.Bild: keystone

YB behält die rote Champions-League-Laterne bis zum Schluss: «Es ist eine Enttäuschung»

Die Young Boys verlieren auch das letzte Spiel der Champions League und verabschieden sich nach dem 0:1 gegen Roter Stern Belgrad als punkteloser Letzter aus der Königsklasse.
29.01.2025, 19:4518.02.2025, 16:03
Mehr «Sport»

Ehrenvoll verabschieden wollten sich die Young Boys von der höchsten europäischen Fussballbühne. Den Fans mit einer kämpferischen, offensiv spektakulären Leistung etwas zurückgeben für die Loyalität in dieser harzigen Saison. So versprachen das Trainer Giorgio Contini und Rechtsverteidiger Lewin Blum am Vortag des abschliessenden Heimspiels gegen Roter Stern Belgrad.

«Es ist eine Enttäuschung, dass wir in dem Spiel, wo wir am meisten hätten holen können, nicht auf der Höhe waren. Es ist taktisch nicht aufgegangen, es waren zu viele Fehler drin. Nicht nur das Resultat, auch die Leistung ist enttäuschend. Sie hatten zu viele Räume. Wenn man nach acht Spielen ohne Punkte zuhinterst steht, ist das nicht ohne Grund.»
Sandro Lauper, YB-Verteidiger

Doch dieses Vorgehen misslang. Gründlich. Denn was die 31'500 Fans im einmal mehr ausverkauften Wankdorf zu Gesicht bekamen, war etwa so weit weg von Spektakel wie die Young Boys derzeit von der nationalen Spitze entfernt sind.

Auf europäischem Parkett präsentiert sich das Bild aus sich von Gelb-Schwarz bekanntlich noch trister, und da der serbische Rekordmeister eben in der 69. Minute in der Person von Guelor Kanga einen markigen Schuss aufs Tor Marwin Kellers abfeuerte und der YB-Goalie ohne Abwehrchance blieb, siegten die ebenfalls ausgeschiedenen Belgrader zum zweiten Mal in dieser Königsklasse.

Derlei Abschlüsse brachte das Team von Giorgio Contini selten Richtung Tor. Darian Males und Silvere Ganvoula in der ersten, Alan Virginius und Joël Monteiro in der zweiten Hälfte kamen einem Torerfolg mit ihren Versuchen am nächsten. Aber von der Wucht, die YB in vergangenen Auftritten im Europacup lebte, war gar nichts zu sehen, sodass Contini auch nach vier Spielen in der Verantwortung auf seinen ersten Torjubel als YB-Trainer warten muss.

So schreiben die Young Boys unrühmliche Schweizer Fussballgeschichte. Als erster Schweizer Klub bleiben sie mit einem Torverhältnis von 3:24 in einer Europacup-Kampagne punktelos und beenden die Champions League im 36. und letzten Rang.

Young Boys - Roter Stern Belgrad 0:1 (0:0)
31'500 Zuschauer. - SR Meler.
Tor: 69. Kanga 0:1.
Young Boys: Keller; Blum, Camara (67. Benito), Zoukrou, Athekame; Males (46. Virginius), Lauper, Lakomy (77. Chaiwa); Imeri (61. Elia); Monteiro, Ganvoula (61. Itten).
Roter Stern Belgrad: Gutesa; Mimovic, Djiga, Drkusic, Seol Young-Woo; Elsnik, Krunic; Katompa Mvumpa (83. Ilic), Maksimovic (65. Kanga), Ivanic; Ndiaye (83. Bruno Duarte).
Verwarnungen: 82. Chaiwa, 94. Gutesa. (abu/sda)

Die Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Champions-League-Sieger seit 1993
1 / 33
Alle Champions-League-Sieger seit 1993
2023: MANCHESTER CITY – Inter Mailand 1:0 (0:0)
quelle: keystone / tolga bozoglu
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Neymar und Mbappé simulieren gleich oft»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
IkerBen
29.01.2025 21:09registriert Juli 2023
Kann YB die rote Laterne abgeben? Hoffentlich nicht, denn YB ist DIE schwächste Mannschaft der CL und hat international nichts, aber auch gar nichts, verloren.
3622
Melden
Zum Kommentar
33
    Also doch: Kein Frauenhockey – kein Geld mehr von der Postbank
    Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.

    Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»

    Zur Story