Spanien gegen Saudi-Arabien gefordert – fährt der Europameister den ersten Sieg ein?
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Die Ausgangslage
Europameister Spanien steht an der WM nach dem 0:0 gegen den Debütanten Kap Verde bereits unter Druck. Am Sonntag um 18.00 Uhr ist gegen Saudi-Arabien in Atlanta ein Sieg Pflicht.
Als die Spanier 2010 zum bisher einzigen Mal den WM-Titel im Fussball holten, starteten sie mit einer 0:1-Niederlage gegen die Schweiz ins Turnier. Deshalb gibt es bei den Iberern (noch) keinen Grund, nervös zu werden. Sie hätten niemals Zweifel, wüssten, welches Niveau die Mannschaft und der Trainerstab hätten, sagte der beim FC Barcelona tätige Innenverteidiger Pau Cubarsi. Gegen Saudi-Arabien fordert er mehr Biss vor dem Tor und mehr Tempo im Spiel, «um den Gegner stärker zu ermüden und mehr Räume zu schaffen. Wir müssen dasselbe tun, aber mit ein ganz klein wenig mehr Intensität».
Doch zwei Faktoren trüben die Ruhe Spaniens in den grünen Wäldern rund um die Spielfelder der Baylor School Chattanooga im Bundesstaat Tennessee, ihrem Stützpunkt: die körperlich angeschlagenen Spieler und der Transfermarkt.
Seit Beginn der WM gab es bereits die Verpflichtungen von Marc Cucurella bei Real Madrid und Victor Muñoz bei Liverpool, und nun könnte Alex Grimaldo laut mehreren Medienberichten Bayer Leverkusen verlassen. Trainer Luis de la Fuente versichert jedoch, dass seine Spieler sich daran gewöhnt seien und sich von diesen Nachrichten nicht aus der Ruhe bringen liessen.
Ein weiteres Thema, das für Diskussionen sorgt, ist die körperliche Verfassung mehrerer spanischer Stammspieler, allen voran die des Wunderkinds Lamine Yamal, der mit seinen 18 Jahren für die Mannschaft unverzichtbar ist. Er ist noch nicht ausreichend von einer Oberschenkelverletzung genesen, um ein ganzes Spiel bestreiten zu können. Gegen Kap Verde wurde er in der 71. Minute eingewechselt.
«Ich befinde mich mitten in der Eingewöhnungsphase, es ist nicht der richtige Zeitpunkt, ein ganzes Spiel zu bestreiten, aber ich kann so viele Minuten spielen, wie der Trainer möchte», erklärte Yamal, der seit dem 22. April nicht mehr gespielt hatte, im spanischen Fernsehen. De la Fuente sagte gegenüber dem Radiosender «Cope», dass Yamal «eine Stunde» spielen könnte, ohne jedoch anzugeben, ob er in der Startelf stehen oder im Laufe des Spiels eingewechselt werden würde.
Die Situation von Nico Williams, dem anderen dynamischen Flügelspieler, ist identisch. Mikel Merino, der sich von einer Fussverletzung erholt, hat am Dienstag nicht trainiert, und Victor Muñoz hat nach einer Muskelverletzung einen Rückfall erlitten.
Die Tabelle
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