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Hockey-WM: Die Schweizer Nati schlägt Schweden und steht im Halbfinal

The Swiss team celebrates with fans after the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship Quarterfinal game between Switzerland and Sweden, at the Swiss Life Arena ice hockey stadium, in Zurich ...
Die Schweizer Nati lässt sich für den Halbfinaleinzug feiern.Bild: keystone

Die Schweiz schlägt «Angstgegner» Schweden und steht an der Heim-WM im Halbfinal

Die Schweiz steht bei der Eishockey-WM in Zürich erneut im Halbfinal und trifft dort am Samstag auf Norwegen. Nach der perfekten Vorrunde bodigt das Team um Captain Roman Josi auch den Angstgegner Schweden 3:1.
28.05.2026, 23:2828.05.2026, 23:46
marcel hauck / keystone-sda

Was gibt es besseres, um die bösen Dämonen auszutreiben, als einen 20-fachen Grand-Slam-Champion. Roger Federer verkündet am Donnerstagabend in der Garderobe des Eistempels von Zürich-Altstetten die «Starting Six» und läutet anschliessend die traditionelle Glocke zum Start des Spiels gegen Schweden.

Da kann selbst gegen den Angstgegner Schweden nichts mehr schief gehen. Genau genommen geht zwar im Startdrittel einiges schief, doch dieses gefestigte Schweizer Team kann auch auf Rückschläge wie das 0:1 in der 9. Minute reagieren. Im Mitteldrittel ist es ein Doppelschlag von Denis Malgin (33.) und Calvin Thürkauf (37.) vom 1:1 zum 3:1, der die Mannschaft von Chefcoach Jan Cadieux auf Kurs bringt.

Die WM-Halbfinals:
Samstag, 30. Mai, 15.20 Uhr: Schweiz – Norwegen
Samstag, 30. Mai, 20 Uhr: Kanada – Finnland

Fehlstart eindrücklich korrigiert

Sie korrigieren damit den Fehlstart endgültig. Das 0:1 durch Linus Karlsson von den Vancouver Canucks, der Goalie Leonardo Genoni mit der ersten gefährlichen Aktion zwischen den Schonern erwischt, ist der erste Rückstand der Schweizer an dieser Heim-WM überhaupt. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Dean Kukan leistet sich einen Crosscheck, das Spiel ist für den ZSC-Verteidiger bereits nach weniger als sieben Minuten beendet. In der folgenden Fünfminuten-Strafe fällt das vermeintliche 0:2, es wird wegen einer klaren Kickbewegung jedoch wieder gestrichen. Überhaupt agieren die Schweizer in Unterzahl sehr überzeugend. In der 14. Minute ist der Schaden nach einem Handgelenk-Schuss von der blauen Linie und dem 1:1 des einmal mehr überragenden Roman Josi wieder korrigiert.

Insgesamt sind Josi und Co. den jungen Schweden mit gleich vier aktuellen U20-Weltmeistern auf dem Eis klar überlegen. Erst im Mitteldrittel zeigt sich die starke Leistung aber auch auf der Resultattafel. Malgin entwischt mit einem seiner bekannten Rushes und schliesst eiskalt ab, danach wird Thürkauf im ersten Powerplay von Nico Hischier mustergültig bedient. Etwas Glück haben die Schweizer, als Timo Meier für einen weiteren Crosscheck mit einer kleinen Strafe glimpflich davonkommt.

Nun gegen das Überraschungsteam Norwegen

Im Schlussdrittel schaukeln die Schweizer den Sieg abgeklärt und stilsicher über die Zeit, im Tor ist Genoni der gewohnt sichere Rückhalt. Damit ist man im Halbfinal am Samstag gegen Norwegen klarer Favorit. Die Skandinavier, nur die Nummer 12 der Weltrangliste, stehen erstmals in ihrer Geschichte in einem WM-Halbfinal.

Die Norweger überraschten bereits in der Vorrunde in Freiburg mit Siegen gegen Schweden und Tschechien und einem Punkt gegen Kanada. Im Viertelfinal besiegten sie Lettland 2:0. Der andere Halbfinal zwischen dem Rekord-Weltmeister Kanada und Finnland dürfte aber ausgeglichener sein.

epa13001346 Switzerland's Denis Malgin celebrates scoring the 2-1 goal with teammates during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship Quarterfinal game between Switzerland and Swede ...
Denis Malgin ist der Matchwinner im Viertelfinal gegen Schweden.Bild: keystone

Schweiz - Schweden 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)
Zürich. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Brander/Kaukokari (FIN), Birkhoff/Gibbs (CAN).
Tore: 7. Karlsson (Heineman, Ekman-Larsson) 0:1. 14. Josi (Malgin) 1:1. 33. Malgin (Josi, Moser) 2:1. 37. Thürkauf (Hischier, Josi/Ausschluss Persson) 3:1.
Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Kukan) plus Spieldauer (Kukan) gegen die Schweiz, 3mal 2 Minuten gegen Schweden.
Schweiz: Genoni; Egli, Josi; Kukan, Marti; Moser, Berni; Jung; Riat, Jäger, Knak; Meier, Hischier, Biasca; Thürkauf, Malgin, Andrighetto; Bertschy, Baechler, Niederreiter; Rochette.
Schweden: Hellberg; Ekman-Larsson, Johansson; Ekholm, Brännström; Persson, Larsson; Hägg; Karlsson, De la Rose, Heineman; Raymond, Björck, Stenberg; Holmström, Sundqvist, Frondell; Silfverberg, Asplund, Grundström; Berglund
Bemerkungen: Schweiz ohne Suter (angeschlagen), Frick, Aeschlimann (beide überzählig) und Berra (Ersatzgoalie). - 12. Tor von Sundqvist aberkannt (Kickbewegung). - Schweden von 56:33 bis 56:36 und ab 57:09 ohne Goalie. - Timeout Schweden (58:01).
Schüsse: Schweiz 32 (13-12-7); Schweden 22 (7-3-12).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/1; Schweden 0/3. (abu/sda)

Die Aufstellung:

Bild

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Schweizer Nationalmannschaft kämpft an der Heim-WM um den Einzug in den Halbfinal. Im Viertelfinal wartet Angstgegner Schweden.
  • Die Schweizer konnten bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen in der K.o.-Phase noch nie gegen Schweden gewinnen. In diesem Jahrtausend gewann die Nati nur zwei von 20 Direktduellen.
  • Trotzdem ist die Schweiz für einmal in der Favoritenrolle. Die Nati gewann ihre Gruppe souverän mit dem Punktemaximum von 21 Zählern. Schweden qualifizierte sich in der Gruppe B am Ende nur knapp für die Viertelfinals.
  • Die Nati muss im Viertelfinal erneut auf Pius Suter verzichten. Der Schweizer NHL-Stürmer erhielt vom medizinischen Personal eigentlich grünes Licht für einen Einsatz, scheint sich aber noch nicht bereit zu fühlen. An seiner Stelle spielt erneut Calvin Thürkauf in der Sturmlinie mit Denis Malgin und Topskorer Sven Andrighetto.
  • Das Spiel beginnt um 20.20 Uhr. Mit watson bist du jederzeit live dabei.
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89 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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SGR
28.05.2026 20:39registriert April 2019
Meine Güte Furrer, für diese Strafe muss man gar keine Rechtfertigung suchen.
Crosscheck ins Gesicht und aus die Maus für Kukan.
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Mulumbi
28.05.2026 21:41registriert April 2024
Ekman Larsson fällt aufs Gesicht und es werden schweizer "Fans" eingeblendet die Diving und Weinen Gesten machen: Peinlich und unsportlich sowas! Schämt euch!
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Judge Dredd
28.05.2026 22:22registriert April 2016
Wie oft hat man der Schweiz mangelnde Härte im internationalen Vergleich angelastet? Ja, heute haben sie hart gespielt, aber es gab halt auch viele Jahre wo es anders war, wo sich die Schweiz ungerecht behandelt fühlte. Ich glaube über die Zeit gleicht sich das alles aus. Nehmen wir es mal an, dass es heute mal auf unsere Seite ausfällt. Hopp Schwiiz
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