2. Nina Ortlieb AUT +0,11
3. Sofia Goggia ITA +0,24
17. Malorie Blanc +1,95
23. Jasmin Mathis +2,29
25. Priska Ming-Nufer +2,34
29. Joana Hählen +2,86
30. Delia Durrer +2,87
«Das war ein riesiger Schritt» – Corinne Suter gewinnt die Abfahrt in Soldeu
Corinne Suters Warten auf einen Podestplatz fand nach 13 Monaten ein Ende. Die 31-Jährige nutzte bei verhältnismässig hohen Temperaturen in Andorra ihre frühe Startnummer optimal aus. Sie übernahm mit der Nummer 4 die Führung, mit elf Hundertsteln Vorsprung vor der Österreicherin Nina Ortlieb.
Suter freute sich im Ziel über ihre fast fehlerfreie Fahrt. Es war ihre beste in dieser Saison, in welche sie wegen einer Anfang Dezember im Training erlittenen Verletzung erst im Januar einsteigen konnte. «Ich kam ins Ziel und wusste: Das war das, was ich kann», sagte Suter im SRF. «Ich wusste: Egal wohin das reicht, das war ein riesiger Schritt.»
Es reichte zum obersten Platz auf dem Siegerpodest. Alle Spitzenfahrerinnen scheiterten meist deutlich an Suters Marke. Einzig die letztlich drittklassierte Italienerin Sofia Goggia kam noch bis auf 0,24 Sekunden an die nun sechsfache Weltcup-Siegerin heran.
«Hie und da zweifelte ich»
Ihren Sieg bezeichnete Suter als «mega, mega schön». Sie sei aufgrund ihrer guten Trainingsleitungen nervöser als üblich gewesen. «Ich schaute mir am Start kaum Fahrten der anderen an, sondern konzentrierte mich auf mich selber.» Sie habe schliesslich gewusst, dass «es» noch da sei. Die Frage sei nicht gewesen, ob sie wieder an die Spitze fahren könne, sondern wann. «Hie und da zweifelte ich. Aber ich habe zum Glück ein gutes Umfeld. Wenn ich einmal nicht daran glaubte, dann diese Leute.»
Corinne Suters letzter Triumph datiert vom 4. Dezember 2022, als sie in Lake Louise den Super-G gewann. In der Abfahrt gewann sie im Weltcup letztmals vor über vier Jahren, am 29. Januar 2022 in Garmisch-Partenkirchen. Zwei Wochen später fuhr Suter, die Abfahrts-Weltmeisterin von 2021, in Peking zu Olympia-Gold in der Abfahrt.
Die Zukunft heisst Blanc
Zweitbeste Schweizerin wurde Malorie Blanc. Als 17. kam sie mit fast zwei Sekunden Rückstand ins Ziel. Ein Exploit gelang Jasmin Mathis. In ihrem ersten Weltcuprennen schaffte es die 21-jährige Zentralschweizerin mit Platz 23 gleich in die Punkteränge.
Die Speed-Equipe der Schweizerinnen war in diesem Winter aufgrund ausbleibender Resultate kritisiert worden – auch wenn jedem klar gewesen sein müsste, dass der gleichzeitige Ausfall von Lara Gut-Behrami, Suter und Michelle Gisin schwierig wettzumachen war. «Streicht man bei anderen Nationen die besten drei, sieht es dort wohl ähnlich aus», meinte Suter.
Wie viele andere erhofft auch sie sich einiges von der 22-jährigen Malorie Blanc. «Sie bringt viel Elan ins Team, ich bin froh, dass sie dabei ist.» Natürlich müsse Blanc weitere Erfahrungen sammeln, «aber wir können uns gegenseitig pushen. Es kommt eine gute Zeit auf uns zu.»
Vonn führt im Kugel-Kampf
Aufgrund ihrer Leistungen in der ersten Saisonhälfte führt die nach ihrem Sturz in der Olympia-Abfahrt verletzte Lindsey Vonn den Disziplinen-Weltcup nach wie vor deutlich an.
Vor den letzten drei Rennen in dieser Disziplin liegt Emma Aicher, die dank dem 4. Platz in Soldeu 50 Punkte gutmachen konnte, noch 94 Punkte hinter der 41-jährigen Amerikanerin zurück. Als beste Schweizerin liegt Suter mit 125 Punkten an 16. Stelle.
Am Samstag und Sonntag folgen in Andorra zwei Super-G (Rennbeginn jeweils 10.15 Uhr). Danach geht es für die Frauen in der nächsten Woche mit drei Speed-Rennen weiter: im italienischen Val di Fassa finden zwei Abfahrten und ein Super-G statt. (nih/ram/sda)
