Sport
Wintersport

Malorie Blanc gewinnt sensationell Super-G in Crans-Montana

Super-G der Frauen, Crans-Montana
1. Malorie Blanc (SUI) 1:17,34
2. Sofia Goggia (ITA) +0,18
3. Breezy Johnson (USA) +0,36

16. Jasmina Suter (SUI) +1,22
23. Corinne Suter (SUI) +1,55
28. Priska Ming-Nufer (SUI) +2,15
29. Janine Schmitt (SUI) +2,16
38. Delia Durrer (SUI) +3,37
Out:
Elena Curtoni (ITA), Emma Aicher (GER), Laura Pirovano (ITA), Jasmine Flury (SUI).
epa12694234 Malorie Blanc of Switzerland celebrates in the finish during the Women's Super G race at the FIS Alpine Skiing World Cup stop in Crans Montana, Switzerland, 31 January 2026. EPA/ALESS ...
Blanc distanzierte Goggia um 18 und Johnson um 36 Hundertstel.Bild: keystone

«Schi hetsus gmacht!» – Walliserin Blanc gewinnt sensationell Super-G in Crans-Montana

Malorie Blanc gewinnt den Super-G in Crans-Montana sensationell vor der Italienerin Sofia Goggia und der Amerikanerin Breezy Johnson. Für die Walliserin ist es der erste Sieg auf höchster Stufe.
31.01.2026, 10:0031.01.2026, 14:09

Blanc machte den Unterschied gegenüber der Konkurrenz im technisch anspruchsvollen Schlusshang, wo keine schneller war als die 22-Jährige. Goggia distanzierte sie im Ziel um 18, Johnson um 36 Hundertstel.

Die Führung von Blanc wackelte mehr als einmal. Vor allem Laura Pirovano war auf bestem Weg, die junge Walliserin noch abzufangen. Die 28-jährige Italienerin bog mit grossem Vorsprung in den Zielhang ein, verpasste nach einer Bodenwelle aber das zweitletzte Tor und schied aus. Abfahrts-Weltmeisterin Johnson vergab den möglichen Sieg mit einem Fehler vor dem Schlussteil.

Die junge Deutsche Emma Aicher schied nach gutem Start im «Fuchsloch» aus, wo am Vortag in der Abfahrt auch Lindsey Vonn stürzte. Anders als die 41-jährige Amerikanerin, die sich am linken Knie verletzte, die Olympia-Hauptprobe am Samstag ausliess und um ihre Teilnahme in Cortina d'Ampezzo bangt, schien sich Aicher bei ihrem Ausfall nicht verletzt zu haben.

Für Blanc ist es der erste Triumph im Weltcup. Und dies ausgerechnet in Crans-Montana, vor Heimpublikum und nur wenige Kilometer von ihrem Wohnort Ayent entfernt. Ausgerechnet auch deshalb, weil sie sich vor zwei Jahren im Europacup an selber Wettkampfstätte einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog und so ihre Feuertaufe im Weltcup in der Folgewoche verpasste.

Nach ihrem sensationellen Karrierestart mit Platz 2 in ihrem zweiten Rennen auf höchster Stufe vor einem Jahr in der Abfahrt in St. Anton konnte Blanc ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial nur punktuell abrufen. Lediglich zweimal fuhr sie seither in die Top 10, einmal in dieser Saison beim Super-G in St. Moritz.

Der Coup von Blanc weckt nicht nur die Schweizer Hoffnungen auf einen Exploit an den Olympischen Spielen, sondern auch für die Weltmeisterschaften, die im kommenden Jahr auf dem Walliser Hochplateau auf der Piste Mont Lachaux zur Austragung kommen. Abgesehen von der Siegerin enttäuschten die Athletinnen von Swiss-Ski einmal mehr. Jasmina Suter klassierte sich als zweitbeste Schweizerin im 16. Rang. (lak/sda)

Mehr Ski-Geschichten:
    DANKE FÜR DIE ♥
    Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
    (Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
    5 CHF
    15 CHF
    25 CHF
    Anderer
    Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
    Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup
    1 / 13
    Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

    Abfahrt Männer: Marco Odermatt gewinnt am 17. Januar 2026 in Wengen.

    quelle: keystone / peter schneider
    Auf Facebook teilenAuf X teilen
    YouTuber wagt sich gegen Ski-Star Marco Odermatt
    Video: watson
    Das könnte dich auch noch interessieren:
    Du hast uns was zu sagen?
    Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
    11 Kommentare
    Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
    Die beliebtesten Kommentare
    avatar
    Cholianer
    31.01.2026 11:43registriert März 2020
    Was für eine tolle Fahrt von Malo, das tut allen im Team und vor Ort gerade sehr gut!
    581
    Melden
    Zum Kommentar
    avatar
    Tom974
    31.01.2026 12:45registriert November 2022
    Super Malorie!
    330
    Melden
    Zum Kommentar
    avatar
    Rannen
    31.01.2026 12:52registriert Januar 2018
    Bravo
    331
    Melden
    Zum Kommentar
    11
    Eine Heimpleite als «Freispruch» für Zugs gefeuerten Trainer?
    Der Trainerwechsel hat noch nicht viel geholfen. Zug verliert gegen Lausanne auf eigenem Eis 1:4 und die Reserve auf Platz 11 schrumpft auf 6 Punkte. Kenner haben eine interessante Theorie, warum Michael Liniger gescheitert ist.
    Gibt es Ausreden? Ja, beispielsweise die Statistik. Sie entlastet die Zuger: 37:21 (12:3, 13:6, 12:12) Torschüsse und etwa doppelt so viele Expected Goals. Was zur tröstlichen Feststellung führt: besser gespielt und doch verloren.
    Zur Story