Sport
Lara Gut-Behrami

Ski: Danioth im Parallel-Riesenslalom der Frauen in Sestriere verletzt

Weltcup-Parallel-Riesenslalom in Sestriere
1. Clara Direz FRA
2. Elisa Mörzinger AUT
3. Marta Bassino ITA
10. Wendy Holdener
13. Lara Gut-Behrami
15. Aline Danioth
24. Andrea Ellenberger​
Italy's Marta Bassino, right, and France's Clara Direz compete during an alpine ski, women's World Cup parallel giant slalom in Sestriere, Italy, Sunday, Jan. 19, 2020. (AP Photo/ Marco ...
In Sestriere fand erstmals im Weltcup ein Parallel-Riesenslalom statt.Bild: AP

Schweizer Schlappe in Sestriere – Danioth wohl schwer verletzt

Kein Schweizer Tag in Sestriere: Im Parallel-Riesenslalom hatten sich zwar alle vier Starterinnen für die K.o.-Läufe qualifiziert. Doch die Viertelfinals erreichte keine des Quartetts. Das Rennen endete mit dem Sieg der überraschenden Französin Clara Direz.
19.01.2020, 13:0519.01.2020, 17:09

Wie nahe Glück und Pech beisammen liegen, erfuhr Aline Danioth. Zunächst warf sie die gestrige Riesenslalom-Siegerin Petra Vlhova raus. Im nächsten Duell gegen Federica Brignone, die gestern zeitgleich mit Vlhova gewann, schied Danioth aus. Die 21-jährige Urnerin weinte bittere Tränen, als sie – womöglich mit einer gravierenden Knieverletzung – im Rettungsschlitten ins Ziel gefahren wurde.

Eine Diagnose steht noch aus. Wie aus Verbandskreisen zu vernehmen war, besteht der Verdacht auf eine ernsthafte Verletzung am rechten Knie.

Wendy Holdener überzeugte in der Qualifikation mit der zweitschnellsten Zeit und trat danach gegen Viktoria Rebensburg hoch überlegen auf. Doch gegen Sofia Goggia zog sie um 12 Hundertstel den Kürzeren. Sie habe den Start verpatzt, sagte sie im SRF-Interview. «Danach hatte ich das Gefühl, ich würde sie packen. Aber plötzlich zog sie mit unglaublich viel Speed an mir vorbei.»

Italy's Sofia Goggia, left, and Switzerland's Wendy Holdener, compete during an alpine ski, women's World Cup parallel giant slalom in Sestriere, Italy, Sunday, Jan. 19, 2020. (AP Photo ...
Holdener (vorne) muss sich Goggia knapp geschlagen geben.Bild: AP

Lara Gut-Behrami gewann zunächst das teaminterne Duell gegen Andrea Ellenberger mit 0,04 Sekunden Vorsprung, scheiterte dann aber genauso knapp, um 0,03 Sekunden, an der Italienerin Marta Bassino.

Neben Vlhova und Holdener schied auch Mikaela Shiffrin früh aus. Sie blieb in den Achtelfinals an Clara Direz hängen. Die Französin feierte dank weiteren starken Auftritten ihren ersten Weltcupsieg. Im Final schlug sie die noch grössere Überraschung des Tages: Elisa Mörzinger. Die 22-jährige Österreicherin konnte sich in ihrer Karriere noch nie in den Punkterängen klassieren.

«Der Bewerb macht Spass, aber man muss noch feilen. Glück sollte nicht den Ausschlag geben», meinte Shiffrin. Dass sich das Format noch in der Experimentierphase befindet und Korrekturen nötig sind, dürfte nicht nur aufgrund des Favoritensterbens klar sein. «Es ist gut, dass man nach neuen, spektakulären Formaten sucht. Aber dieses ist noch nicht ausgereift. Auch ist das Verletzungsrisiko wesentlich höher», sagte Gut-Behrami im SRF-Interview stellvertretend für viele. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Eindrückliche Rekordmarken aus dem Ski-Weltcup
1 / 25
Eindrückliche Rekordmarken aus dem Ski-Weltcup
Legendärste Aufholjagd im 2. Lauf: Der Bündner Marc Berthod gewinnt 2007 den Slalom in Adelboden nach Rang 27 im 1. Lauf – und mit Startnummer 60. Unvergessen! ... Mehr lesen
quelle: keystone / alessandro della bella
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unsere Ski-Stars sind in die Fragenlawine geraten
Video: watson
Vier Wettinger gehen auf Schiri Klötzli los, weil der Sekunden vor dem 1:1 abpfeift
7. Oktober 1989: Wettingen erzielt in Sion in der Nachspielzeit den Ausgleich. Doch Schiedsrichter Bruno Klötzli pfeift ab, als der Ball noch in der Luft ist. Vier FCW-Spieler gehen auf den Unparteiischen los. Unter Fusstritten und Faustschlägen flüchtet dieser in die Kabine. Der Skandal ist perfekt.
Es ist ein nebliger Oktoberabend im Wallis. Im Sittener Stade de Tourbillon läuft die dritte Minute der Nachspielzeit des NLA-Spiels zwischen dem FC Sion und dem FC Wettingen, der trotz europäischem Höhenflug gegen die SSC Napoli in finanziellen Schwierigkeiten steckt und gegen den Abstieg kämpft. Dank eines Treffers von Mirsad Baljic in der 88. Minute führen die Walliser mit 1:0, als sich eine der meist diskutierten Szenen im Schweizer Fussball ereignet.
Zur Story