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Sebastian Vettel sorgt in Miami mit einem Klimaschutz-T-Shirt für Gesprächsstoff.
Sebastian Vettel sorgt in Miami mit einem Klimaschutz-T-Shirt für Gesprächsstoff.Bild: keystone

F1-Pilot Vettel mit klarem Klimaschutz-Statement – warum das für ihn kein Widerspruch ist

06.05.2022, 10:2106.05.2022, 12:50

Formel 1 und Nachhaltigkeit – was für viele nicht zusammenpasst, sind für Rennfahrer Sebastian Vettel seine beiden grossen Leidenschaften. Regelmässig macht der viermalige Weltmeister auf der Millionen-Bühne, die der Sport ihm bietet, auf Umweltverschmutzung und Klimaschutz aufmerksam. So geschehen jetzt auch beim Opening-Event vor der anstehenden GP-Premiere in Miami (Sonntag, 21.30 Uhr MEZ).

Inmitten seiner Fahrerkollegen, von denen die meisten wie üblich die Farben ihrer Teams trugen, stach der Deutsche mit einem ungewöhnlichen Look hervor. Auf Vettels weissem Shirt prangte gut erkennbar der Schriftzug «Miami 2060 Grand Prix Under Water» verbunden mit dem Aufruf «Act now or swim later».

Die Botschaft ist klar: Vettel mahnt an, dass das Miami-Rennen im Jahr 2060 unter Wasser stattfinden wird, wenn die Menschen nichts gegen den Klimawandel unternehmen. Schliesslich warnen Fachleute seit Jahren, dass durch die Erderwärmung das Polareis schmilzt, was zu einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels führen wird.

Der Auftritt vor dem Miami-GP reiht sich in diverse andere Aktionen ein, mit denen Vettel in der Vergangenheit auf sein Herzensthema Klimaschutz aufmerksam gemacht hat. So hat er zum Beispiel in Österreich Bienenhotels gebaut, beim Rennen in Grossbritannien Müll auf den Tribünen gesammelt und sich in Deutschland für ein Tempolimit starkgemacht.

Vettel will seinen Einfluss nutzen

Für sein Umwelt-Engagement musste sich der Aston-Martin-Pilot schon viel Spott anhören. Für viele ist der Beruf des jetsettenden Rennfahrers nicht vereinbar mit Klima-Aktivismus.

«Mir ist der Zwiespalt bewusst – jedes Mal, wenn ich reisen muss oder in den Flieger steige, ist mir bewusst, dass das nicht dazu beiträgt, dass mein Fussabdruck kleiner, sondern im Gegenteil, grösser wird.»

Auch Vettel hat diesen vermeintlichen Widerspruch in der Vergangenheit oft öffentlich reflektiert. Als Gast im «1.5-Grad»-Podcast von Klimaschützerin Luisa Neubauer sagte er im Februar, dass ihm die Gegensätzlichkeit bewusst sei, er deshalb aber nicht das «Lenkrad an den Nagel hängen» wolle. Dann würde nämlich ein anderer nachrücken und er könne seinen Einfluss nicht mehr nutzen, um das System Formel 1 von innen zu erneuern. (nik/pre)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bingopachingo
06.05.2022 12:17registriert September 2021
Finde das nicht widersprüchlich. Jeder von uns macht in irgendeinem Bereich klimaschädliche Sachen. Um sich für weniger Plastik Abfall stark zu machen muss man nicht ein Zero Waste Veganer sein.
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w'ever
06.05.2022 12:39registriert Februar 2016
eigenartigerweise ist vettel sympathischer geworden seit er nicht mehr vorne mitfährt.
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Bob Bignall
06.05.2022 11:39registriert März 2022
Gut fürs Klima ist es nicht, darüber brauchen wir auch nicht diskutieren. Aber ob F1 jetzt wirklich zu den dringenden Punkten auf unserer SEHR SEHR SEHR langen Liste an Belastungen fürs Klima ist, würde ich so jetzt auch nicht pauschal behaupten wollen.
Da gibts doch eiiiiiiiinige andere Dinge mit viel grösserem Einfluss aufs Klima, die man zuerst beseitigen könnte..
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