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MotoE: Wegen dieser heiklen Szene wird Domi Aegerter der Sieg aberkannt

Aegerter überholt Torres, woraufhin der Spanier dem Schweizer ins Hinterrad fährt und stürzt.
Aegerter überholt Torres, woraufhin der Spanier dem Schweizer ins Hinterrad fährt und stürzt.bild: srf

MotoE-Titel futsch – wegen dieser heiklen Szene wird Aegerter der Sieg aberkannt

Drama um Dominique Aegerter zum Abschluss der MotoE-Saison. Der Berner gewinnt zunächst das Rennen und die Gesamtwertung – und verliert sie nach einer Zeitstrafe wieder.
19.09.2021, 16:1919.09.2021, 18:09

Aegerter überquerte in Misano die Ziellinie beim siebten und letzten Saisonrennen als Erster. Der Berner hatte in der letzten Runde den Weltcup-Führenden Jordi Torres mit einem harten Manöver ausgebremst, worauf dieser gestürzt war. Es war die einzige Konstellation in dieser Phase kurz vor Rennende, mit der der Spanier den Titel noch verlieren konnte.

Die Jury entschied – in der spanisch kontrollierten Grand-Prix-Szene wenig überraschend – zugunsten von Torres. Sie belegte Aegerter mit einer Zeitstrafe von 38 (!) Sekunden. Damit fiel der Schweizer in den 12. Rang zurück, womit Torres seinen Gesamtsieg vom letzten Jahr verteidigen konnte.

Für Aegerter war die Entscheidung «unbegreiflich», wie er im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte. Er sprach von einer grossen Enttäuschung und einer unfairen Behandlung durch die Rennleitung. «Es ging um die Meisterschaft, ich gab alles, fuhr schneller als Torres. Er machte den Fehler und fuhr mir ins Hinterrad.»

Das Ende ist für Aegerter umso bitterer, als er bereits am Samstag im Pech war. Als Führender wurde er in der Schlusskurve vom ungestüm angreifenden Eric Granado behindert, ausgerechnet Torres zog vorbei, erbte vor Aegerter den Sieg und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Nur deshalb war der Schweizer am Sonntag zu so grossem Risiko gezwungen.

Immer noch Leader der Supersport-WM

Good News gab es für Aegerter immerhin aus Barcelona von der Supersport-WM. Der 30-jährige Oberaargauer verpasste die dortigen zwei Rennen, doch sein härtester Verfolger Steven Odendaal musste sich mit den Plätzen 8 und 7 begnügen.

Aegerter führt acht Rennen vor Schluss noch immer mit satten 45 Punkten Vorsprung vor dem Südafrikaner (302:257). Schützenhilfe erhielt er unter anderem von seinem Landsmann Randy Krummenacher, der nach seinem Sieg am Samstag im zweiten Rennen Vierter wurde. (ram/sda)

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