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epa07005718 Winner Nino Schurter of Switzerland reacts after the men's elite cross country olympic race at the UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide, Switzerland, 08 September 2018.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Angefeuert von rund 24'000 Fans hielt Topfavorit Nino Schurter dem Druck stand. Bild: EPA/KEYSTONE

Schurter rast in der Lenzerheide zum 7. WM-Titel – Neff verpasst das Podest



Männer

Zum bereits siebten Mal ist Mountainbike-Ass Nino Schurter Cross-Country-Weltmeister geworden. Der Triumph in der Lenzerheide dürfte für den Bündner Olympiasieger von 2016 einer seiner schönsten überhaupt sein: errungen praktisch vor der Haustüre und vor rund 30'000 euphorischen Zuschauern.

epa07005633 Nino Schurter (front) of Switzerland in action ahead Gerhard Kerschbaumer of Italy during the men's elite cross country olympic race at the UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide, Switzerland, 08 September 2018.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Der alte und neue Weltmeister: Nino Schurter vor Gerhard Kerschbaumer. Bild: EPA/KEYSTONE

«Diese Stimmung war gewaltig, so etwas habe ich noch nie erlebt, das war einmalig.»

Nino Schurter SRF

Schurter sagte, er habe angesichts der vielen Zuschauer aufpassen müssen, dass er nicht zu nervös wurde. «Ich hatte heute nicht das beste Selbstvertrauen und spürte immer noch den Team-Bewerb. Ich hatte nicht die besten Beine und fühlte mich nicht so frisch», verriet er nach dem vierten WM-Gold in Folge.

Dank den Rängen 5, 6 und 10 von Florian Vogel, Matthias Flückiger und Thomas Litscher schafften die Schweizer auch als Team ein hervorragendes Resultat.

«Die Ohren schmerzen mir mehr als die Beine, es war so laut heute. Ich habe einen Tinnitus, kein Witz!»

Florian Vogel srf

Schurter lag nach einer Attacke in der ersten Runde von Beginn an in Führung. Ab der zweiten von acht Runden erhielt er Begleitung vom Italiener Gerhard Kerschbaumer, der zu ihm aufschloss. Gemeinsam setzte sich das Duo vom Rest des Feldes ab, ehe Schurter mit einem Angriff zu Beginn der Schlussrunde für die Entscheidung sorgte. Die Bronzemedaille holte sich der Holländer Mathieu van der Poel.

Frauen

Jolanda Neff verpasst im Cross-Country-Rennen der WM in der Lenzerheide die Medaillen. Die Titelverteidigerin war von Beginn weg im Hintertreffen und wurde schliesslich undankbare Vierte.

epa07005135 Jolanda Neff from Switzerland in action during the women's elite cross country olympic race at the UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide, Switzerland, 08 September 2018.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Jolanda Neff in Schräglage: Vor mehreren zehntausend Fans verfehlte sie ihr Ziel. Bild: EPA/KEYSTONE

Am Ende fehlten der 25-jährigen Ostschweizerin 15 Sekunden aufs Podest. Im SRF-Interview schwärmte Neff von der Unterstützung des Publikums und sagte zu ihrer Leistung:

«Letzte Woche stürzte ich aufs Knie, gestern bekam ich noch leichten Husten. Alles nichts Gravierendes, aber man muss bei 100 Prozent sein und das war ich nicht. Ich kann mir keinen Vorwurf machen, denn ich habe auf jedem Meter gekämpft. Aber es muss alles, alles perfekt laufen, wenn man den Weltmeistertitel will.»

Überraschende Siegerin

Die neue Weltmeisterin heisst Kate Courtney. Die 22-jährige Amerikanerin überholte in der letzten von sieben Runden die lange Zeit souverän führende Annika Langvad, als die Dänin in einer technischen Passage Mühe hatte und ihr Mountainbike schieben musste.

epa07005354 (L-R) Silver medalist, Annika Langvad of Denmark, Gold medalist Kate Courtney of the USA and bronze medalist Emily Batty of Canada celebrate on the podium after the women's elite cross country olympic race at the UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide, Switzerland, 08 September 2018.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Neu im Regenbogentrikot: Die neue Weltmeisterin Kate Courtney. Bild: EPA/KEYSTONE

Der Erfolg Courtneys ist eine grosse Überraschung: Im Weltcup stand sie bislang noch nie auf dem Podest. Bronze sicherte sich die Kanadierin Emily Batty.

«Heute hat alles gepasst. Dass es so aufgegangen ist, ist unglaublich. Ich bin überglücklich.»

Kate Courtney, Weltmeisterin

(ram)

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