Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
November 21, 2019 Nashville Predators defenseman Roman Josi 59 skates against the Vancouver Canucks during the first period between the Vancouver Canucks and the Nashville Predators at Bridgestone Arena in Nashville Tennessee. Mandatory Photo Credit: Steve Roberts/CSM NHL, Eishockey Herren, USA 2019: Vancouver Canucks vs Nashville Predators NOV 21 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAc04 20191121zafc04021 Copyright: xStevexRoberts/CalxSportxMediax

Keiner bewegt den Puck so wie Roman Josi. Bild: www.imago-images.de

NHL-Experte erklärt, warum Roman Josi die Norris Trophy absolut verdient hat



Er hat es geschafft: Roman Josi wurde in der Nacht auf heute Dienstag mit der Norris Trophy für den besten NHL-Verteidiger der Regular Season ausgezeichnet. Das Verdikt der Mitglieder der Professional Hockey Writers' Association war eindeutig: Der 30-jährige Berner setzte sich deutlich vor John Carlson von den Washington Capitals und Viktor Hedman von den Tampa Bay Lightning durch. 109 der 170 Hockey-Journalisten setzten Josi an die Spitze, 52 auf den zweiten Rang und nur 9 auf Platz 3. Konkurrent Carlson sahen dagegen nur 56 Experten als besten Verteidiger der Saison, Hedman gar nur 4.

Bild

Die Resultate in der Übersicht. bild: nhl

In der wegen der Corona-Pandemie Mitte März abgebrochenen Regular Season sammelte Josi in 69 Partien 65 Punkte (16 Tore/49 Assists). Damit war er hinter Carlson der zweitproduktivste Verteidiger. Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 25:47 Minuten pro Spiel gehörte er auch zu den absoluten Dauerbrennern, nur Thomas Chabot (Ottawa Senators, 26:00) und Drew Doughty (Los Angeles Kings, 25:49) wurden noch häufiger eingesetzt.

Bild

Josi in einem exklusiven Zirkel. bild: twitter/statscentre

Die Norris-Trophy-Gewinner der letzten Jahre

2019: Mark Giordano (CAN), Calgary Flames
2018: Victor Hedman (SWE), Tampa Bay Lightning
2017: Brent Burns (CAN), San Jose Sharks
2016: Drew Doughty (CAN), Los Angeles Kings
2015: Erik Karlsson (CAN), Ottawa Senators
2014: Duncan Keith (CAN), Chicago Blackhawks
2013: P.K. Subban (CAN), Montreal Canadiens
2012: Erik Karlsson (CAN), Ottawa Sentators
2011: Nicklas Lidstrom (SWE), Detroit Red Wings
2010: Duncan Keith (CAN), Chicago Blackhawks
2009: Zdeno Chara (SVK), Boston Bruins

Dennoch galt Josi im Vorfeld nicht als absoluter Favorit auf die Auszeichnung. Carlson ist offensiv deutlich produktiver und Hedman gilt defensiv als etwas verlässlicher. Auf NHL-Network zeigt Experte Mike Kelly aber eindrücklich auf, warum es keinen anderen Gewinner als Josi geben konnte.

«Ich glaube, Hedman ist generell der beste Verteidiger der Liga», beginnt Kelly seine Analyse. «Aber das heisst nicht, dass er jedes Jahr der Beste sein muss.» Roman Josi habe die Auszeichnung in diesem Jahr definitiv verdient, vor allem aufgrund seines starken Transition-Spiels. «Er ist ein unglaublicher Antreiber. Man sieht nicht oft einen Verteidiger, der das Spiel einer Mannschaft so bestimmt, wie Roman das macht. Er bringt den Puck in die Offensive. Aus der Defensiv-Zone raustragen, in die Offensiv-Zone reinbringen, den Puck vors Tor bringen, Chancen kreieren – er ist überall die Nummer 1.»

Bild

bild: screenshot nhl networks

Vor allem die Zahl der Entries in die Offensive Zone bringt Kelly ins Schwärmen. «Mit 369 war er über 170 vor dem nächstbesten Verteidiger. Das zeigt seine grosse Stärke im Transition-Spiel. Roman ist der beste ‹Puck-moving Defenseman› der Liga und bringt die Scheibe immer wieder in die gefährliche Zone vor dem Tor. So kreiert er Chancen für sich selbst und seine Teamkollegen. Das führt zwangsläufig zu Punkten.»

Bild

Sogar Conor McDavid hat im Transition-Spiel gegen Josi das Nachsehen. bild: twitter/thepointhockey

Dass Josi 10 Skorerpunkte weniger auf dem Konto hat als John Carlson, spielt für Kelly keine Rolle. «Carlson muss für seine Punkte weniger tun als Josi. Die Capitals setzen mehr auf Pässe aus der eigenen Zone, Roman dagegen trägt den Puck mal für mal nach vorne.» Deshalb sei Josi «my guy». Der Schweizer habe in dieser Saison so hart gearbeitet und so viel für die Predators getan, «deshalb war er der beste Verteidiger der Liga.»

Hat Kelly beim Bürglermeister gespickt?

Mehr zu Josi:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schweizer Meilensteine in der NHL

Despacito mit Eishockey-Spielern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

US-Sportler zur Schande von Washington: «Wenn das alles Schwarze gewesen wären …»

Der Sport in den USA hat entsetzt auf den Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington reagiert und eine offensichtliche Ungleichbehandlung angeprangert. Vor allem in der NBA war der Aufschrei gross.

Im Gegensatz zur Absicherung der Regierungsgebäude im Sommer wegen der Demonstrationen unter dem Motto «Black lives Matter» habe er weder die Armee noch die Nationalgarde gesehen, sagte der Trainer des NBA-Teams Philadelphia 76ers, Doc Rivers, vor dem Heimspiel gegen die Washington Wizards. «Das ist in vielerlei Hinsicht ein Beweis für ein privilegiertes Leben», sagte Rivers.

«Können Sie sich heute vorstellen, was passiert wäre, wenn das alles Schwarze gewesen wären, die das Kapitol gestürmt …

Artikel lesen
Link zum Artikel