«Macht alles höchst intensiv» – so geht es Lara Gut-Behrami in der Reha
Erhält Lindsey Vonn ein neues Pflästerli, postet sie dieses Ereignis auf Instagram. Die «Speed Queen» aus den USA lässt alle Welt an ihrer Heilung teilhaben. Bei Lara Gut-Behrami ist das anders – schon vor Jahren hat die Tessinerin ihre Profile auf Social Media gelöscht.
Trotzdem interessiert sich die Ski-Schweiz natürlich dafür, wie es der 34-Jährigen geht und ob sie noch einmal in den Weltcup zurückkehrt. Bei einem Trainingssturz in den Vereinigten Staaten hatte sich Gut-Behrami schwere Knieverletzungen zugezogen, die für das frühe Saisonende und das Verpassen der Olympischen Spiele in Cortina d'Ampezzo verantwortlich waren. Diese hätten das letzte Highlight ihrer aussergewöhnlichen Laufbahn sein sollen.
«Sie macht alles zu 100 Prozent»
In der Vergangenheit hatte Lara Gut-Behrami öfters betont, sie wolle nicht, dass eine Verletzung sie zum Karriereende zwinge, sondern dass sie selber über dieses bestimmen könne. Deshalb scheint ein Comeback nicht ausgeschlossen – zumal die Heim-WM 2027 im kommenden Winter in Crans-Montana ein neues, spezielles «letztes» Ziel sein könnte.
«Lara ist voll dran am Reha-Training», berichtet nun Hans Flatscher, der Alpin-Direktor des Verbands «Swiss-Ski». Im «Blick» sagte er: «Sie macht alles zu 100 Prozent, höchst intensiv.» Gut-Behrami sei voll im Fahrplan, es gebe keine Komplikationen und es gehe so vorwärts, wie es die Ärzte prognostiziert hätten.
Reha in Lugano
Beim Verband hofft man auf eine Rückkehr der Olympiasiegerin, Weltmeisterin und zweifachen Gesamtweltcupsiegerin. «Ich bin optimistisch, solange Lara nicht sagt, dass es vorbei ist», sagte Flatscher. «Ich würde mich über ein Comeback freuen, aber das bleibt ihre Entscheidung.»
Swiss-Ski unterstütze die Ausnahmeathletin mit seiner medizinischen Abteilung. Die Reha absolviert Gut-Behrami in Lugano mit einer Physiotherapeutin, die sie schon bei früheren Verletzungen betreute. (ram)
