«Bin der Verantwortliche für diese 4 Mäuler»: Olympiasieger Karl löst Shitstorm aus
2026 ist ein grosses Jahr für den österreichischen Snowboarder Benjamin Karl. An den Olympischen Winterspielen in Milano und Cortina im vergangenen Februar gewann er zum zweiten Mal Gold im Parallelslalom und ging daraufhin mit seiner oberkörperfreien Jubel-Geste viral. Nun erlebt der Olympionike aus St.Pölten seinen zweiten viralen Moment in diesem Jahr. Einen, auf den er wohl gerne verzichtet hätte.
In einer Folge des Podcasts «Mindgames» spricht der 40-Jährige über seine Ehe und sein Familienleben und erntet mit seinen Äusserungen einen veritablen Shitstorm. So erzählt er im Podcast, dass nach über 20 Jahren Ehe, in der seine Frau ihn stets bezüglich seiner Profi-Karriere unterstützt habe, diese nun mehr Freiheiten einfordere. So habe sie den Wunsch geäussert, mit Freundinnen zusammen gemeinsame Ferien zu planen. Für Benjamin Karl wohl zu viel des Guten:
Benjamin Karl, der Ernährer
Da müsse sie schon zurückstecken, ergänzt der Olympionike, schliesslich bringe er das Geld für sie und die Kinder nach Hause: «Finanziell bin ich der Verantwortliche für diese vier Mäuler. Wenn ich Termine habe, dann muss das Priorität haben. Weil das ist das, was unser Leben finanziert.» Seine Frau hätte jedoch keinen Grund zu klagen, habe sie doch alles erhalten, was sie sich jemals wünschte: «Sie wollte früh heiraten, sie wollte zwei Kinder haben, ein Haus haben, einen Pool haben, sie wollte das Leben, das wir jetzt leben.»
Die Reaktionen auf Social Media liessen nicht lange auf sich warten. Eine Userin verwies auf die Care-Arbeit, mit welcher Karl gemäss eigener Aussage sie häufig alleine lasse: «Was er – wie viele Männer – dringend verstehen muss: Sie hat ihm alles ermöglicht. Ohne sie wäre er nicht, wo er ist. Sonst müsste er zu Hause bleiben, auf die Kinder aufpassen, Haushalt machen und könnte zu keinem einzigen Termin. 20 Jahre Leibeigenschaft sind genug.»
Während das Originalvideo wie auch die Podcast-Folge mittlerweile gelöscht wurden, kursieren Ausschnitte aus dem Video noch immer auf verschiedenen Plattformen.
Geschmierte Brote als Gegenbeweis zum Macho-Vorwurf
Auch diverse Medien griffen die Story auf. Unter dem Titel «Lebensfreude? Nicht für Benjamin Karls Frau!» berichtete etwa der «Spiegel» über die Äusserungen Karls. Dieser ist mittlerweile bemüht, Schadensbegrenzung zu betreiben. So postete er ein Foto von einem Frühstücksbrot und schrieb darunter, dass er heute für die Kinder Brote geschmiert und seiner Frau einen Kaffee gemacht habe.
In einem Interview mit der österreichischen «Krone Zeitung», in dem er über den Shitstorm spricht, gesteht der Snowboard-Profi nun ein, dass seine Wortwahl «blöd» war. Seine Frau dürfe natürlich in den «Mädelsurlaub» fahren, das müsse einfach gut geplant sein. Als Macho oder Frauenhasser sieht sich Karl selbst nicht, als Beweis dafür fügt er an: «Ich liebe Frauen, speziell meine.» (jul)
