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Olympia 2026

Olympia: Meier überrascht im Biathlon-Einzel – Betrügerin Simon siegt

Lea Meier, of Switzerland, competes in the women's 15-kilometer individual biathlon race at the 2026 Winter Olympics in Anterselva, Italy, Wednesday, Feb. 11, 2026. (AP Photo/Andrew Medichini)
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Nur ein Fehler bei 20 Schüssen: Lea Meier zeigte im Einzel eine starke Leistung.Bild: keystone

Lea Meier überrascht im Biathlon-Einzel – Kreditkartenbetrügerin Simon holt erneut Gold

Lea Meier überzeugt im Einzel über 15 km mit einem starken 7. Rang. Ihr zweites Gold nach dem Triumph mit der Mixed-Staffel holt sich Julia Simon.
11.02.2026, 16:0011.02.2026, 16:35

Lea Meier schüttelte ihre leise Enttäuschung nach dem Auftritt in der Mixed-Staffel souverän ab. Die Bündnerin erreichte eine Trefferquote von 95 Prozent. Der einzige Fehlschuss unterlief ihr im ersten Stehend-Anschlag. Die 24-Jährige hat erst in dieser Saison den Durchbruch geschafft. Sie trifft nicht nur, sondern performt auch in der Loipe. Sie war an diesem Mittwoch die schnellste ihres Teams.

«Dieses Resultat gibt mir wichtige Punkte, um noch den Sprung in das Feld für den Massenstart zu schaffen», sagte Lea Meier vor dem SRF-Mikrofon. Mit der Startnummer 6 traf sie als erste Athletin im Ziel ein und konnte ihre Leistung im Feld der 91 Konkurrentinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht exakt einordnen.

Der stärkste Schweizer Trumpf in der Person von Amy Baserga stach nicht. Bereits in den ersten beiden Schiesseinlagen wurde je eine Strafminute zur Laufzeit addiert. Die 25-jährige aus Einsiedeln, die heuer im Weltcup bereits dreimal Platz 5 erreicht hatte, leiste sich insgesamt drei Fehler. Auch Lena Häcki-Gross liess drei Scheiben stehen. Für die Frauen aus Einsiedeln und Engelberg resultierten die Plätze 39 und 42.

«Es tut weh, dass die Chance dahin ist», sagte Amy Baserga dem SRF-Reporter. «Es hatte heute keinen Wind, es wäre machbar gewesen. Ich kam heute nicht in den Flow, es war nicht mein Tag.»

Amy Baserga of Switzerland in action during the women's Biathlon 15km Individual competition at the 2026 Olympic Winter Games in Anterselva, Italy, on Wednesday, February 11, 2026. (KEYSTONE/Jean ...
Amy Baserga lief es nicht nach Wunsch.Bild: keystone

Selina Gasparin, die älteste Schwester von Aita Gasparin, hatte 2014 in Sotschi in dieser Disziplin 20 Treffer gelandet und Silber gewonnen. 12 Jahre später war auch Aita Gasparin bis vor dem letzten Schiessen fehlerfrei unterwegs, ehe zwei Scheiben stehen blieben. Allerdings reicht die Laufleistung der 32-Jährigen nicht, um in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Die letzte noch aktive Gasparin-Schwester klassierte sich im 35. Rang.

Frankreichs Frauen feierten mit Julia Simon und Lou Jeanmonnot einen Doppelsieg. Beide hatten schon in der Mixed-Staffel vom Sonntag triumphiert. Doppel-Olympiasiegerin Julia Simon sorgte in der Vergangenheit mit einem Kreditkartenbetrug für Schlagzeilen. Die 29-Jährige beklaute ihre Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet und tätigte mit derer Kreditkarte Online-Einkäufe im Gesamtwert von 2400 Euro. Im letzten Oktober wurde sie verurteilt und anschliessend gesperrt – aber nur für ein Weltcuprennen. Nun schreibt sie wieder positivere Schlagzeilen.

epa12727108 Julia Simon of France celebrates after crossing the finish line in the Women's 15km Individual of the Biathlon competitions at the Milano Cortina 2026 Winter Olympic Games, in Anterse ...
Julia Simon wurde zum zweiten Mal Olympiasiegerin.Bild: keystone

Die Bronzemedaille holte überraschend die Bulgarin Lora Christowa. Die 22-Jährige räumte im Gegensatz zu den Französinnen alle Scheiben ab. Das Einzel ist eine schiesslastige Disziplin: Statt mit einer Strafrunde von rund 20 Sekunden wird ein Fehler mit einer Strafminute abgegolten. (nih/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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FACTS
11.02.2026 17:06registriert April 2020
Julia Simon hat ihre Strafe verbüsst und sollte wieder an ihren sportlichen Erfolgen gemessen werden, statt das alte Geschichten aufgewärmt werden.

Alles andere ist - in einer passenden Metapher - unsportlich. Auch von den Medien.
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