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Franjo von Allmen nach 3. Olympia-Gold: «Mir fällt auch nichts mehr ein»

Switzerland's Franjo von Allmen kisses his gold medal for an alpine ski, men's super-G race, at the 2026 Winter Olympics, in Bormio, Italy, Wednesday, Feb. 11, 2026. (AP Photo/Rebecca Blackw ...
Franjo von Allmen gewinnt auch im Super-G die Goldmedaille.Bild: keystone

Franjo von Allmen nach 3. Gold: «Mir fällt langsam auch nichts mehr ein»

Franjo von Allmen kann sich über seine dritte olympische Goldmedaille freuen. Der Berner Oberländer wähnt sich nach dem Super-G in einem Traum, aus dem er nicht aufwachen will.
11.02.2026, 13:5511.02.2026, 15:19

Am Samstag die Abfahrt, am Montag die Team-Kombination und am heutigen Mittwoch der Super-G. Seine drei Siege sorgen auch bei von Allmen selbst fast für Sprachlosigkeit.

«Mir fällt langsam aber sicher auch nichts mehr ein. Es fühlt sich an wie ein Traum und ich hoffe, dass ich nicht aufwache», sagte von Allmen nach seinem dritten Sieg an den Olympischen Spielen beim ORF. Die letzten Tage gehen aber auch an einem dreifachen Olympiasieger nicht spurlos vorbei. «Es war schon speziell und auch ein bisschen ermüdend, die ganze Geschichte. Es gibt auch Energie zurück, aber ich war schon müde heute und auch jetzt gerade», erklärte der 24-Jährige, der sich nun ein wenig erholen kann. Seinen nächsten Einsatz hat er am 28. Februar im Weltcup.

Nach seiner Fahrt rechnete von Allmen noch gar nicht mit einer weiteren Medaille. Direkt nach der Zieleinfahrt übernahm der Speedspezialist die Führung von Ryan Cochran-Siegle um 13 Hundertstelsekunden. «Ich war im Ziel überzeugt, dass es nicht für ein Podest reichen wird, geschweige denn für Gold. Ich hatte das Glück auf meiner Seite mit dem Schnee und der Startnummer. Es ist danach etwas langsamer geworden», bilanzierte von Allmen.

Als erst vierter Skifahrer fährt von Allmen in einem Jahr gleich drei Goldmedaillen bei denselben Olympischen Spielen ein. «Keine Ahnung, was ich alles für Rekorde gebrochen habe», so von Allmen, der anfügte: «Meistens erfahre ich von euch davon.» Der Berner Oberländer ist neben Vreni Schneider der einzige Schweizer Skifahrer, der dreimal Olympiasieger geworden ist. Simon Ammann im Skispringen und Langläufer Dario Cologna sind die einzigen Schweizer Athleten, die noch eine Goldmedaille mehr als von Allmen gewannen.

Auch im Interview mit SRF wusste von Allmen kaum, was er noch sagen solle. Der Berner Oberländer wisse, dass er aktuell auch das Glück auf seiner Seite habe: «Heute profitierte ich vom Wetter und in der Team-Kombination von einem perfekten Lauf von Tanguy Nef.» Seine Bilanz zu seiner Olympia-Premiere: «Es ist ein krönender Abschluss dieser Spiele. Ich kann sicher zufrieden nach Hause gehen. Es ist einfach unheimlich geil.»

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Die beliebtesten Kommentare
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Detective Spooner
11.02.2026 14:22registriert September 2024
Eine unfassbare Leistung! In den ersten drei Olympiarennen gleich drei Goldmedaillen zu gewinnen, ist fast schon unheimlich. Ich hoffe er „gaht no zbode“ in Bormio, bevor er sich auf die Heimreise begibt. Gratulation, Gold-Franjo!
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TodosSomosSecondos
11.02.2026 15:25registriert April 2016
Nicht nur einmal in dieser Saison, hab ich mir gedacht.. hach diesmal hätte der Odi nun wirklich nicht noch vor Franjo fahren müssen.. heute ging's mir irgendwie umgekehrt.. als Schweizer Skifan hat man's halt schon schwer gerade.. :-)
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Staedy
11.02.2026 14:11registriert Oktober 2017
Grandios - für die Geschichtsbücher, auf einer Stufe mit den Allergrössten, wie Killy und Sailer, und die fuhren vor 60 oder 70 Jahren......gebt ihm sofort Slalom-Skis. Er holt auch dort Gold, so wie er jetzt drauf ist. Der Junge hat es noch nicht begriffen , was er geschafft hat. Unglaublich.
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