Jetzt äussert sich auch der Herr der fünf Ringe zu den Olympiaplänen für 2038. IOC-Präsident Thomas Bach hat bei einem Treffen mit Ski-Boss Urs Lehmann am Rande der Spiele von Paris seine «grundsätzlich positive Sicht» auf Winterspiele in der Schweiz betont. Und er hat Lehmann sowie Ruth Wipfli Steinegger, die Co-Präsidentin des Trägervereins «OWS 2038», zu einem Besuch am IOC-Hauptsitz in Lausanne eingeladen.
Gleichzeitig bleibt für das Internationale Olympische Komitee eine deutliche Unterstützung – und wohl auch eine rasche Defizitgarantie – durch den Bundesrat eine wichtige Angelegenheit. Bach ging bei einem Besuch im House of Switzerland einen Schritt auf die Regierung zu. An Bundespräsidentin Viola Amherd gerichtet, sagte Bach während seiner kurzen Ansprache: «Das Bekenntnis des IOC zu seinem Sitz in Lausanne ist auch ein Beweis für die Verbundenheit des internationalen Sports mit der Schweiz. Sie können sich der Loyalität und Freundschaft des IOC sicher sein.»
Auch die Sportministerin nahm in ihrer Rede das Thema auf: «Falls die Schweiz die Chance erhält, eines Tages Olympische Spiele zu organisieren, erleben wir hier in Paris ein grossartiges Beispiel», lobte Amherd die französischen Organisatoren. Am Freitag liess sich die Bundesrätin in der Schweizer Botschaft von Wipfli Steinegger und Lehmann über den aktuellen Stand des Projekts informieren, am Sonntag besuchte sie in Begleitung von Urs Lehmann mehrere Wettkämpfe.
Mitte September wird der Bundesrat über das Projekt Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 diskutieren und seine grundsätzliche Haltung kundtun.
Der Präsident von Swiss Ski weilte erstmals an Olympischen Sommerspielen. Er kehrt am Mittwoch nach einer einwöchigen Bildungsreise in die Schweiz zurück. In Paris nahm er an mehreren Tagen am «Observer Program» des IOC teil. Dieses ermöglicht Vertretern zukünftiger Ausrichter der Spiele einen detaillierten Blick hinter die Kulissen der Spiele. Es ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und dient dem besseren Wissenstransfer.
Lehmann tauschte sich bei dieser Gelegenheit mit den Verantwortlichen der Winterspiele 2026 in Cortina und 2034 in Salt Lake City sowie der Sommerspiele 2028 in Los Angeles und 2032 in Brisbane aus. Es seien sehr spannende Diskussionen gewesen, sagte der 55-Jährige.
Dazu kamen verschiedene formelle und informelle Meetings mit der operativen Spitze des IOC rund um Generaldirektor Christophe De Kepper und dem Olympia-Verantwortlichen Christophe Dubi. Gemeinsam mit dem Österreicher Karl Stoss, dem Vorsitzenden der IOC-Kommission für künftige Olympiaausrichter, schärfte die Schweizer Delegation auch die vier Bereiche, in denen das Olympische Komitee Nachbesserungen im Projekt fordert.
Es sind dies weniger Austragungsorte, öffentlicher Support, verbindliche finanzielle Garantien sowie Antworten zum Konzept der privaten Finanzierung. Stoss sagte zum Stand der Diskussionen: «Wir führen einen sehr guten Dialog mit der Schweiz.» Grundsätzlich muss das Schweizer Olympiaprojekt bis Ende 2027 stehen. Der Vorarlberger sieht jedoch Möglichkeiten, schon früher Klarheit zu haben.
Urs Lehmann reist mit einem positiven Fazit nach Hause: «Das IOC will die Winterspiele 2038 in der Schweiz austragen, und es hilft uns dabei, wo es nur kann. Wir müssen diese Chance beim Schopf packen.»
Die Schweiz streitet sich aktuell schon heftig um den ESC der netto ein paar Millionen kosten wird, kein Vergleich mit Olympia und Milliarden.
Nicht nachhaltig, eine grosse Verschwendung von Steuergeld.
Schaut Euch einmall Bilder der Bauruinen im Ausland an.
Die grössten Befürworter werden Lokalpolitiker in Randregionen und Baufirmen sein, welche sich eine goldene Nase verdienen wollen.