Sport
Russland

Niederlage für das IOC: Richter in Lausanne sprechen 28 russische Sportler frei

epa06403665 (FILE) - The Olympic flag (L) and the Russian flag (R) fly during the closing ceremony of the Sochi 2014 Olympic Games at Fisht Olympic Stadium in Sochi, Russia, 23 February 2014 (reissued ...
Bild: EPA/DPA

Schwere Niederlage für das IOC: Richter in Lausanne sprechen 28 russische Sportler frei

Der internationale Sportgerichtshof in Lausanne hebt die lebenslange Olympia-Sperren von 28 russischen Sportlern auf. Für das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist das im Zusammenhang mit dem russischen Staatsdopingskandal eine schwere Niederlage.
01.02.2018, 10:4401.02.2018, 10:44

Der CAS hob am Donnerstag die vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperren gegen 28 russische Sportler auf, weil es keine individuellen Verstösse gegen Anti-Doping-Regeln feststellen konnte.

Auch die von den Sportlern bei den Winterspielen 2014 in Sotschi erzielten Erfolge sind wieder gültig. In elf weiteren Fällen wurden Verstösse festgestellt und die Einsprüche nur teilweise bestätigt.

Olympia-Startplatz trotzdem noch nicht gesichert

Dies bedeutet allerdings noch nicht, dass die entlasteten Sportler, darunter die Sotschi-Olympiasieger Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton), nun an den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) teilnehmen dürfen.

Da ihnen keine Einladung des IOC vorliegt, müssten sie zunächst ihr Startrecht einklagen.

epa06302078 (FILE) - Alexander Legkov of Russia in action during the men's 30km Freestyle race of the FIS Cross Country Skiing World Cup in Davos, Switzerland, 10 December 2016 (re-issued 01 Nove ...
Langläufer und Goldmedaillengewinner von Sotschi Alexander Legkow wurde vom Sportgerichtshof entlastet.Bild: EPA/KEYSTONE

39 der 42 Fälle sind behandelt worden

Insgesamt waren 42 russische Athleten vor den CAS gezogen. Zunächst wurden aber nur 39 Fälle behandelt, die der Biathletinnen Jana Romanowa, Olga Wiluchina und Olga Saizewa wurden vertagt.

Zum jeweils dreiköpfigen Richterpanel gehörten auch der Augsburger Rechtswissenschaftler Christoph Vedder und der Münchner Anwalt Dirk-Reiner Martens. Die Anhörungen waren nicht öffentlich.

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Sportler lebenslang für Olympische Spiele gesperrt. Nur der Bobfahrer Maxim Belugin, der in Sotschi Vierter geworden war, legte keine Berufung ein. 

Russische Regierung nimmt CAS-Entscheid mit Erleichterung auf

Die russische Regierung hat die Aufhebung der lebenslangen Doping-Sperren für 28 Sportler mit grosser Erleichterung aufgenommen. «Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat», sagte Sportminister Pawel Kolobkow am Donnerstag in Moskau.

Der Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs CAS bestätige, dass die Athleten «sauber» seien. Nun erwarteten die Sportler, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiere und sie auch zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea zulasse, sagte Kolobkow der Agentur Interfax zufolge. (cma/sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren

Mit dem Jass-Set an die Olympischen Spiele

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Fulehung1950
01.02.2018 11:04registriert Juni 2014
Herr Bach, treten Sie zurück: Sie haben sich bis auf die Knochen blamiert!
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pirat der dritte
01.02.2018 11:55registriert Februar 2014
Das ist nun aber schon krass, diese Geschichte!
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Dingsda
01.02.2018 12:25registriert Dezember 2014
Traurig wie russische Sportler aus politischen gründen diskriminiert werden.
Ich bin froh dass nun ein wenig Licht ins dunkle gebracht wurde.
00
Melden
Zum Kommentar
3
Dieses ugandische Dorf betreibt Harry Potters Lieblingssport
Quidditch – ursprünglich aus der Welt von Harry Potter und dann zu Quadball umbenannt – hat dank eines begeisterten Lehrers in einem ugandischen Dorf Fuss gefasst. Zwischen Bananenstauden und staubigen Feldern verändert dieser ungewöhnliche Sport heute den Alltag einer Jugend auf der Suche nach neuen Perspektiven.
Eine Spielerin jubelt, als sie den «Goldenen Schnatz» fängt; Bälle werden durch erhöhte Ringe geworfen. Die Szene könnte sich in der märchenhaften Hogwarts-Schule abspielen, doch die Spieler treten in einem ugandischen Dorf gegeneinander an, der unerwarteten afrikanischen Wiege des Lieblingssports von Harry Potter.
Zur Story