Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kyrgios äfft Nadal nach und verrät danach: «Ich trage gar keine Unterhosen»



Nick Kyrgios und Rafael Nadal sind keine Freunde – und werden es wohl auch nicht mehr. Schon mehrfach sind sich die beiden unterschiedlichen Tennis-Asse in die Haare geraten. Begonnen hat ihre Fehde nach einem Duell Ende Februar 2019 in Acapulco, als Kyrgios bei seinem Sieg gegen den 19-fachen Grand-Slam-Sieger sich immer wieder unflätig benahm und schliesslich auch noch von unten aufschlug. «Ihm fehlt der Respekt vor der Öffentlichkeit, dem Gegner und auch vor sich selbst», motzte Nadal hinterher.

Diese Kritik liess Kyrgios nicht auf sich sitzen – seit dem Vorfall in Acapulco stichelt der australische «Bad Boy» bei fast jeder Gelegenheit gegen den Spanier. So auch heute beim 6:2, 6:4, 4:6, 7:5-Sieg in seinem Drittrundenmatch von Melbourne gegen den Franzosen Gilles Simon.

Im zweiten Satz bekam Kyrgios beim Aufschlag eine «Time Violation», weil er sich nach Ansicht des Schiedsrichters bei der Vorbereitung zu lange Zeit liess. Der Paradiesvogel zeigte dafür wenig Verständnis, schüttelte erst den Kopf, servierte dann ein Ass und äffte vor seinem nächsten Service Rafael Nadal nach.

Im Stadion brach grosses Gelächter aus, sogar der Schiedsrichter konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Der Grund für Kyrgios' Seitenhieb: Der Spanier hat bekanntlich einige Ticks vor seinem Aufschlag und führt immer dieselben Bewegungen aus, was nach allgemein bekannter Meinung des Australiers jeweils viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als seine Service-Routine.

Auch Simon imitierte später kurz Nadal, weshalb Kyrgios auf der Pressekonferenz (ab 07:20) gefragt wurde, wer es besser gemacht habe. «Ich weiss es nicht. Ich trage gar keine Unterhosen, deshalb wohl jene von Gilles.»

Noch ist unklar, was Nadal zu Kyrgios neuster Stichelei gesagt hat. Klar ist jedoch, dass sich die beiden Erzfeinde beim Australian Open auf Konfrontationskurs befinden. Beide müssen noch je ein Match gewinnen, dann kommt es im Achtelfinal zum Direktduell. Nadal trifft in der 3. Runde auf seinen Landsmann Pablo Carreño Busta, Kyrgios kriegt es mit Karen Khachanov zu tun.

Auch Nadal sorgte nach seinem Sieg gegen Federico Delbonis für einen Lacher. Nach einem Aufschlag des Argentiniers kam die Weltnummer 1 nicht mehr richtig an den Ball und der Ablenker traf ein Ballmädchen seitlich im Gesicht. Daraufhin erkundigte sich Nadal sofort nach ihrem Wohlergehen und verpasste ihr schliesslich ein tröstendes Küsschen auf die Wange.

abspielen

Das Platzinterview mit Nadal. Ab 1:00 mit der Ballmädchen-Szene. Video: YouTube/Australian Open TV

«Für sie war es wohl kein schöner Moment», sagte der Spanier nach dem Sieg im Platzinterview. «Ich hatte mir etwas Sorgen gemacht, sie ist aber ein sehr tapferes Mädchen. Ich bin froh, dass es ihr gut geht.» Und was wohl seine frischgebackene Ehefrau Cisca zum Küsschen sage? «Die hat nach 15 Jahren sicherlich nichts dagegen», scherzte Nadal. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die besten Bilder des Australian Open 2020

«Chum jetz, Roger, tritt ändlich zrugg!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Team Insomnia 23.01.2020 21:57
    Highlight Highlight 😂😎
    Benutzer Bild
  • chreischeib8052 23.01.2020 19:16
    Highlight Highlight also ich lieb den typen😂
  • Gawayn 23.01.2020 17:58
    Highlight Highlight Der Vorteil eines Flegels ist
    Der kann sich benehmen wie es ihm passt.
    Man geht ja davon aus, das sein Benehmen das einer Wildsau ist.

    Wo hingegen Menschen die sich eines guten Benehmens befleißigen,
    Man bei jedem Ausrutscher mit Fingern klagend auf sie zeigt.

    Ist nicht nur im Tennis so.
    Sieht man auch vermehrt in der Politik...
  • Ziasper 23.01.2020 17:28
    Highlight Highlight Geila siech Kyrgios! Es ist lächerlich, dass Nadal nie eine Strafe erhält für sein ewiges Zeitspiel.
  • MarioxD 23.01.2020 17:10
    Highlight Highlight Ohne Kyrgios wäre Tennis halb so interessant
  • Couleur 23.01.2020 16:23
    Highlight Highlight Freue mich jetzt schon auf den Kracher gegen Nadal. Da war in Wimbledon neben Weltklasse Tennis ziemlich viel Dampf im Kessel zwischen Rafa und Kyrgios....
    • PostFinance-Arena 23.01.2020 17:20
      Highlight Highlight Und hier noch die Zuschauer als Faktor...wär ein geiles Duell!

Wie schwarze Tennisspieler sich gegen Rassismus wehren – und wieso sie Federer kritisieren

Tennis war vor allem in den USA bis weit in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts ein Sport der Weissen und der Reichen. Dank Figuren wie Althea Gibson, Arthur Ashe und den Williams-Schwestern pflegt das Tennis inzwischen auch eine reiche Afro-Amerikanische Tradition.

Naomi Osaka (22) gehört im Tennis zu den Weltbesten, und ist mit einem Einkommen von 37,4 Millionen Dollar im letzten Jahr die bestbezahlte Sportlerin des Planeten. Doch die Aufmerksamkeit behagt ihr nicht, sie ist ihr zuweilen sogar unangenehm. Weil sie findet, dass nicht so wichtig ist, was sie tut und was sie sagt. Doch nun lehnt sie sich auf, stimmt in den Chor jener ein, die sagen: Genug ist genug. Osaka kam in Japan zur Welt, lebt aber seit ihrem dritten Lebensjahr in New York. Der Vater …

Artikel lesen
Link zum Artikel