So viele Weltcupsiege fehlen Odermatt noch zu Hirscher und Co.
Marco Odermatt ist seit Jahren der Überflieger schlechthin im alpinen Skizirkus der Männer. Weltmeister in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom, Olympiasieger im Riesenslalom, vierfacher Gesamtweltcupsieger – Odi hat schon (fast) alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.
Längst fährt der 28-jährige Nidwaldner aber nicht mehr nur um Erfolge in der Gegenwart, sondern auch für die Geschichtsbücher. Die grosse Frage: Wo reiht sich Odermatt dort im Hinblick auf die Gesamtzahl der Weltcupsiege ein?
Vermutlich nicht mehr einholen wird der Schweizer wohl Ingemar Stenmark, der das Ranking mit 86 Weltcupsiegen mit grossem Vorsprung anführt. Dahinter folgt Marcel Hirscher mit 67 gewonnenen Rennen. Er könnte für Odermatt in Reichweite liegen, falls seine Karriere in ähnlichem Stil wie bisher weitergeht und er die Lust am Skifahren nicht verliert.
Im geschlechterübergreifenden Vergleich wird die Aufgabe für Odermatt, sich im Ranking nach vorne zu kämpfen, etwas schwieriger. Die nur zwei Jahre ältere Mikaela Shiffrin steht bereits bei über 100 Weltcupsiegen und auch Lindsey Vonn stand schon über 80 Mal zuoberst auf dem Podest – und hat immer noch nicht genug. Vor Odermatts Triumph in Adelboden gewann Vonn die Abfahrt von Zauchensee. Die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll könnte Odi eher einholen.
Immerhin einen Rekord könnte Marco Odermatt bald knacken: Wenn er Vreni Schneider mit ihren 55 Weltcupsiegen überflügelt, ist er der neue Schweizer Rekordhalter in dieser Sparte. Legenden wie Pirmin Zurbriggen, Peter Müller oder Lara Gut-Behrami hat Odermatt bereits hinter sich gelassen. (pre)
