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Federer-Hype in der Lenzerheide: Selfies wichtiger als die Kristallkugel

epaselect epa09803131 Swiss tennis player Roger Federer (C) greets supporters on the sidelines of the Women's Super-G race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Lenzerheide, Switzerland, 05 March ...
Roger Federer: Beim Skirennen in der Lenzerheide ist der Tennis-Star plötzlich das beliebteste Selfie-Sujet.Bild: keystone

Wenn das Selfie wichtiger ist als die Kristallkugel – Federer-Hype in der Lenzerheide

Swiss-Ski hat gerufen, Roger Federer ist gekommen: Der 40-jährige Tennis-Maestro verfolgt den Super-G in der Lenzerheide im Zielraum mit den Fahrerinnen – und sorgt damit für einen Ausnahmezustand. «Bei den Federer-Groupies bin ich zuvorderst», sagt Michelle Gisin.
05.03.2022, 16:0306.03.2022, 13:37
jonas schneeberger / keystone-sda
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«Wer hat noch nicht? Wer will noch?» Es ist nicht überliefert, was der Überraschungsgast Roger Federer zu den Skirennfahrerinnen in der Lenzerheide gesagt hat. Die Worte könnten aber gefallen sein, so sehr balgten sich die Athletinnen im Zielraum um den Schweizer Tennis-Star. Selbst Mikaela Shiffrin, die im alpinen Skirennsport der Frauen ähnlich erfolgreich ist wie Federer mit dem Filzball, verwandelte sich in einen Fan.

Federer peilt Comeback im Spätsommer an
Roger Federer wird frühestens im Spätsommer auf die ATP-Tour zurückkehren. Dies lässt der Tennis-Star bei einem Besuch beim Ski-Weltcup in Lenzerheide in unmittelbarer Nähe seines Wohnorts durchsickern.

Angesprochen auf seine gesundheitlichen Fortschritte nach den Knieoperationen meinte Federer im SRF-Interview: «Es geht mir gut, viel besser. Die zwei Monate an Krücken waren eine lange Zeit. Ich musste wieder von ganz unten anfangen.»

Das Turnier in Wimbledon, wo er im letzten Juni in den Viertelfinals seinen letzten Ernstkampf bestritten hat, kommt für den 20-fachen Grand-Slam-Sieger wohl zu früh. «Ich hatte eine sehr gute MRI-Untersuchung vor ein paar Wochen, was mich sehr positiv stimmt.» Es werde aber sicher noch eine Zeit dauern, bis er «Ende Sommer, Anfang Herbst» sein Comeback anpeilen könne, blickte der Baselbieter nach vorne.

Der in der Lenzerheide beheimatete Baselbieter folgte einer Einladung von Swiss-Ski und nahm sich bei seinem Abstecher in den Alpin-Zirkus reichlich Zeit für den Austausch mit den Athletinnen und natürlich für Selfies und Erinnerungsfotos aller Art. Der Mann mit dem schwarzen Mantel und der dunklen Sonnenbrille wirkte zwar unnahbar, er war es aber nicht. Wo immer er im Zielraum stand, bildete sich um ihn herum eine Traube aus Skirennfahrerinnen. «Er ist so nahbar, spricht mit allen. Durchs Band, von Nation A bis Z, sind alle ausgeflippt», schwärmte Michelle Gisin.

Die Obwaldnerin, die Federer 2017 an der WM in St. Moritz schon einmal getroffen hat, gehört im Ski-Lager zu den grössten Tennis- und Federer-Fans. «Ich war definitiv zuvorderst bei den Federer-Groupies», schmunzelte sie nach einer zweiten und letzten Umarmung mit dem Schweizer Vorzeige-Sportler, während sie von den eigenen Fans hinter der Abschrankung selber gefeiert wurde. «Extrem schön» sei so eine Begegnung mit Federer, «das höchste der Gefühle in der Sportwelt für viele und für mich sowieso».

Auch Federica Brignone, die sich mit einem 9. Platz zur Disziplinensiegerin kürte, war ob dem prominenten Besuch aus dem Häuschen. Der «magische Moment», von dem die 31-jährige Italienerin nach dem Rennen sprach, war nicht den Gewinn der Super-G-Kristallkugel nach ihrem 9. Platz, sondern das gemeinsame Foto mit Federer.

Wendy Holdeners Begeisterung für den Tennissport ist zwar kleiner, aber auch sie verfolgte Federers grösste Momente jeweils am TV und greift in den Zwischensaisons bisweilen zum Tennisschläger.

Wie sie schilderte, liess Federers Aufwartung im Zielraum die Athletinnen auch oben im Startbereich nicht kalt. Als die ersten drei Fahrerinnen allesamt ausschieden, habe sich allenthalben Anspannung breit gemacht. «Dann schaltete die Kamera auf Federer und die Stimmung war wieder gut.» (abu/sda)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Raon
05.03.2022 16:42registriert April 2021
Roger, ich hoffe wir dürfen dich nochmals spielen sehen! Eine Legende und für mich immer der Tennis GOAT!
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