Sport
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Super-G der Frauen in St. Moritz

1. Jasmine Flury (SUI) 1:02,59

2. Michelle Gisin (SUI) +0.10

3. Tina Weirather (LIE) +0.16

9. Corinne Suter (SUI) +1.26

16. Denise Feierabend (SUI) +1.24

19. Wendy Holdener (SUI) +1.33

Out: Lara Gut (SUI)

Switzerland's Michelle Gisin competes during an alpine ski, women's World Cup super-G, in St. Moritz, Switzerland, Saturday, Dec. 9, 2017. (AP Photo/Marco Trovati)

Topfahrt von Michelle Gisin. Bild: AP/AP

Doppelsieg! Schweizer Ski-Ladies rocken St. Moritz

09.12.17, 12:06 12.12.17, 13:24


Die Schweizerinnen feierten im ersten der beiden Weltcup-Super-G einen nie erwarteten doppelten Erfolg. Die Bündnerin Jasmine Flury gewann einen Zehntel vor Michelle Gisin. Die Liechtensteinerin Tina Weirather, die Siegerin von Lake Louise, belegte mit 16 Hundertstel Rückstand Platz 3.

Mit diesem Ergebnis hatte nun wirklich niemand gerechnet. Vor allem nicht zu dem Zeitpunkt, als Lara Gut nach einem Sturz im Schnee lag. Die Tessinerin, in der Vorwoche in Kanada noch hervorragende Zweite, landete mit Nummer 9 im Fangnetz. Sie dürfte sich bei diesem Zwischenfall aber nicht verletzt haben. Letzten Winter hatte sie sich bekanntlich in St.Moritz einen Kreuzbandriss zugezogen.

epa06378120 Jasmine Flury, of Switzerland, reacts in the finish area, during the women's Super-G race at the FIS Alpine Ski World Cup, in St. Moritz, Switzerland, 09 December 2017.  EPA/ALEXANDRA WEY

Jasmine Flury gewinnt in St. Moritz. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Stimmung des Heimpublikums sank durch den Ausfall von Lara Gut merklich, doch dann ereignete sich völlig Unerwartetes, überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst stellte die Engelbergerin Michelle Gisin mit Nummer 12 Bestzeit auf, und wenig später fuhr Jasmine Flury mit Nummer 14 gar noch schneller. Sicher hatten die beiden Schweizerinnen auch von den Verhältnissen profitiert, die sich bei ihnen besser präsentierten als bei vielen Gegnerinnen. Der wechselhafte Wind beeinträchtigte das Rennen markant. Aber man muss die Bedingungen eben auch nutzen können, und dies taten die Schweizerinnen eindrücklich.

Wie im Dezember 2009

«Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Unglaublich – mega cool», sagte Jasmine Flury in einer ersten Reaktion gegenüber dem Schweizer Fernsehen, «alles war super bei mir, kein Wind, gute Sicht, Sonne.» Jasmine Flury hatte in der Vorwoche in Lake Louise den 7. Platz belegt, womit sie ihr Potential ein weiteres Mal andeutete. Ihre bisher beste Leistung war ihr letzten Winter bei der Olympia-Hauptprobe in Südkorea gelungen. Dort war die 24-Jährige aus Davos Fünfte geworden. Ganz aus dem Nichts kam ihr Erfolg sicher nicht.

Michelle Gisin hatte in Lake Louise als Dritte der zweiten Abfahrt überrascht, ihrem ersten Podestplatz im Speed-Bereich. Im Super-G steigerte sie ihren Bestwert deutlich. Im Dezember des letzten Jahres hatte die Engelbergerin in Val d'Isère Platz 8 belegt.

Das Ganze erinnerte an den bisher letzten doppelten Schweizer Erfolg im Super-G. Den hatte es vor acht Jahren in Val d'Isère gegeben. Im Dezember 2009 errang damals Fränzi Aufdenblatten vor Nadia Styger ihren einzigen Sieg im Weltcup. (aeg/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rumpelpilzchen 09.12.2017 17:17
    Highlight Zählt dieser Super-G jetzt auch für die Kombination von gestern? Ihr hattet ja im Liveticker erwähnt, das dies eine Option sei, ich konnte aber keine neueren Infos finden. ;)
    1 1 Melden
  • DomiNope 09.12.2017 13:10
    Highlight Also... Eigentlich dreifachsieg :D
    26 3 Melden
    • Freilos 09.12.2017 15:27
      Highlight Hab ich mir auch gedacht😉
      1 1 Melden
  • Calvin Watsn 09.12.2017 12:26
    Highlight Danke Lady‘s. Das war Spiiiitze 👍🏻👌🏻😀
    25 2 Melden

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