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Riesenslalom der Frauen in Aspen, 2. Lauf

1. Lara Gut (CH) 2:02,51
2. Eva-Maria Brem (AT) +0,10
3. Federica Brignone (IT) +0,34

Ausgeschieden: Rahel Kopp (CH)

Switzerland's Lara Gut smiles after winning the women's World Cup giant slalom ski race Friday, Nov. 27, 2015, in Aspen, Colo. (AP Photo/Nathan Bilow)

Im zweiten Rennen bereits der erste Sieg: Lara Gut startet perfekt in die neue Saison.
Bild: AP/FR37383 AP

Lara Gut nach Sieg in Aspen: «Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich nach zwei Riesenslaloms schon mehr Punkte auf dem Konto habe als nach der gesamten letzten Saison, hätte ich sofort unterschrieben»

Lara Gut ist endgültig zurück an der Riesenslalom-Spitze. Die Tessinerin triumphiert in Aspen vor der Österreicherin Eva-Maria Brem und der Italienerin Federica Brignone.



Sie habe noch Reserven, hatte Lara Gut nach ihrem vierten Platz vor fünf Wochen beim Prolog auf dem Rettenbach-Gletscher gesagt. Das letzte Risiko hatte sie oberhalb von Sölden noch vermieden – verständlich im ersten rennmässigen Einsatz mit dem neuen Material. In Aspen nun forcierte die Tessinerin schon um einiges mehr und ging mit gesteigerter Aggressivität zu Werke, vor allem im zweiten Durchgang.

ASPEN, CO - NOVEMBER 27: (FRANCE OUT) Lara Gut of Switzerland competes during the Audi FIS Alpine Ski World Cup Women's Giant Slalom on November 27, 2015 in Aspen, Colorado. (Photo by Francis Bompard/Agence Zoom/Getty Images)

Wie auf Schienen war Lara Gut in Aspen unterwegs.
Bild: Getty Images North America

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass eine Skirennfahrerin nach dem Wechsel des Ausrüsters auf Anhieb zu reüssieren vermag. Die Rochade bringt vor allem in der Phase der Vorbereitung eine Unmenge an zusätzlicher Arbeit mit sich. Umso mehr, da bei Lara Gut im vergangenen Winter im Riesenslalom praktisch nichts zusammengepasst und sie lediglich Rang 9 als Bestwert ausgewiesen hatte.

«Wir haben im Sommer gut gearbeitet»

Die Tessinerin meisterte diese Mammut-Aufgabe aber glänzend – auch dank Unterstützung der ehemaligen Skigrössen Didier Cuche und Daniel Albrecht oder des bis zum Ende des letzten Winters als Trainer in Frankreich tätigen Patrice Morisod. Zudem steht ihr nach dem Wechsel von Rossignol zu Head mit Chris Krause einer der erfahrensten Servicemänner zur Seite. Der Amerikaner hatte zuvor unter anderen mit Cuche und seinem Landsmann Bode Miller zusammengearbeitet.

Einen konkreten Grund für die Rückkehr in die Erfolgsspur konnte oder wollte Lara Gut nicht nennen. «Wir haben im Sommer sehr gut gearbeitet», sagte sie nach ihrem Coup lapidar. Auch die letzten Trainings seien exakt nach ihrem Gusto verlaufen. «Da habe ich gemerkt, dass es auch im Riesenslalom wieder zu guten Platzierungen reichen könnte.» Gleichwohl zeigte sie sich von ihrem Saisonauftakt überrascht. «Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich nach zwei Riesenslaloms schon mehr Punkte auf dem Konto habe als nach der gesamten letzten Saison, hätte ich sofort unterschrieben.»

ASPEN, CO - NOVEMBER 27:  Lara Gut (C) of Switzerland celebrates on the podium after winning the giant slalom along with Eva-Maria Brem (L) of Austria in second place and Federica Brigone (R) of Italy in third place during the Audi FIS Women's Alpine Ski World Cup at the Nature Valley Aspen Winternational on November 27, 2015 in Aspen, Colorado.  (Photo by Doug Pensinger/Getty Images)

Das Podest mit Brem, Gut und Brignone.
Bild: Getty Images North America

Erster Sieg in Aspen seit Ewigkeiten

Die mit der Nummer 13 ins Rennen gegangene Lara Gut wurde für ihre frappanten Fortschritte mit Weltcup-Sieg Nummer 13 belohnt, dem zweiten in einem Riesenslalom nach jenem im Oktober letzten Jahres in Sölden. Auf den Weltcup in Aspen bezogen hat ihr Triumph fast schon historisches Ausmass. Als zuvor einzige Schweizerin hatte im Nobelort in Colorado Lise-Marie Morerod vor beinahe 40 Jahren, im März 1976, einen Riesenslalom gewonnen. Auch der letzte Podestplatz in dieser Sparte in Aspen ist schon sehr lange her; im Februar 1982 war Erika Hess Zweite geworden.

Nach dem ersten Lauf hatte Lara Gut Platz 3 eingenommen – scheinbar zu deutlich distanziert von Mikaela Shiffrin und Federica Brignone. Auf die führende Amerikanerin hatte sie einen Rückstand von fast einer Sekunde aufgewiesen. Doch im Finale überstürzten sich die Ereignisse. Vorerst vermochte Federica Brignone, die vor fünf Wochen in Sölden ihren ersten Weltcup-Sieg errungen hatte, nicht mehr an die morgendliche Leistung anzuknüpfen. Die Italienerin fiel derart nicht nur hinter Lara Gut, sondern auch noch hinter Eva-Maria Brem, die Vorjahressiegerin in Aspen, zurück.

Den Sieg in letzter Sekunde verspielt

Mikaela Shiffrin schliesslich schien einem sicheren Sieg entgegenzufahren – die letzte Zwischenzeit hatte sie noch mit deutlichem Vorsprung passiert. Doch drei Tore vor dem Ziel kam für die Amerikanerin das Aus. Sie rutschte weg. Aus war der Traum vom Sieg vor heimischem Publikum.

ASPEN, CO - NOVEMBER 27:  Mikaela Shiffrin of the United States falls near the finish line and does not finish her second run of the giant slalom during the Audi FIS Women's Alpine Ski World Cup at the Nature Valley Aspen Winternational on November 27, 2015 in Aspen, Colorado.  (Photo by Doug Pensinger/Getty Images)

Mikaela Shiffrin stürzte kurz vor dem Ziel entscheidend.
Bild: Getty Images North America

Als zweite Schweizerin war Rahel Kopp im Finale dabei. Die mit der Nummer 51 gestartete Sarganserin hatte sich auf Position 24 vorgekämpft, scheiterte aber auf ihrer zweiten Fahrt und verpasste damit die Gelegenheit, um in ihrem zweiten Weltcup-Riesenslalom zum ersten Mal auch in dieser Disziplin zu Punkten zu kommen. Platz 26 im Slalom Ende Dezember letzten Jahres in Kühtai im Tirol bleibt damit das bislang einzige zählbare Ergebnis auf höchster Ebene. Die ins Team von Swiss-Ski integrierte Liechtensteinerin Tina Weirather büsste im zweiten Lauf fünf Positionen ein und musste sich im Schlussklassement mit Rang 11 zufrieden geben. (si)

Ski alpin: Schweizerinnen und Schweizer mit mehr als 10 Weltcupsiegen

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Schweizer Ski-Cracks mit mehr als 10 Weltcupsiegen
quelle: epa dpa / str
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