Sport
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Super League, 15. Runde

Luzern – Basel 1:1 (1:0)

Grasshoppers – St.Gallen 2:1 (2:0)

Sion – Thun 2:1 (1:0)

GC Fans zuenden Pyro und feiern das Ja zum Stadion vor der Superleague Fussballpartie zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC St. Gallen am Sonntag, 25. November 2018 im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Merz)

Die GC-Fans freuen sich sichtlich über das Ja zum neuen Zürcher Fussballstadion. Bild: KEYSTONE

GC siegt nach Stadion-Ja auch auf dem Rasen – Basel jubelt über Last-Minute-Ausgleich

Der FC Basel sichert sich in der 15. Runde der Super League dank einem Tor in der Nachspielzeit einen Punkt in Luzern. Sion und die Grasshoppers kommen zu wichtigen Siegen im Abstiegskampf.



GC – St.Gallen 2:1

GC nutzt zwei schwere Abwehrfehler des FC St.Gallen zu einer frühen 2:0-Führung. Zuletzt heisst es 2:1. Die klare Steigerung der Ostschweizer nach der Pause wirkt sich nicht entscheidend aus.

Die Grasshoppers können sich aussuchen, worüber sie sich mehr freuen wollen, über den Heimsieg gegen St.Gallen oder das Ja zum künftigen Zürcher Fussballstadion. Darüber hinaus können sie auch daran ihre Freude gewinnen, dass sie erstmals in dieser Saison so etwas wie eine Serie lanciert haben. Nach dem 3:2 in Neuenburg vor zwei Wochen haben sie erstmals in dieser Meisterschaft zwei Siege nacheinander errungen. Weiter noch: Die Grasshoppers hatten die letzten vier Duelle mit dem FCSG verloren. Dieser Fluch ist beseitigt.

Mit dem Startfurioso – nach 14 Minuten stand es schon 2:0 – setzten die Grasshoppers einen Kontrapunkt zum Heimspiel von Ende Oktober gegen Basel. Damals hiess es nach 16 Minuten 0:3. Diesmal halfen die St.Galler bei den frühen Toren wacker mit. Vor dem 1:0 vertändelte St.Gallens Stürmer Kekuta Manneh den Ball in Strafraumnähe. Der Youngster Djibril Diani konnte dadurch in den Strafraum dringen und den Torschützen Julien Ngoy bedienen. Vor dem 2:0 konnte Goalie Dejan Stojanovic einen einfachen Ball nicht fangen. Nedim Bajrami staubte ab.

St.Gallens Trainer Peter Zeidler brachte für die zweite Halbzeit die offensiven Tranquillo Barnetta und Dereck Kutesa für zwei Verteidiger. Die Ostschweizer, denen zuvor praktischen nichts gelungen war, kamen rasch zum Anschlusstor und spielten danach recht gut. Es traf Barnetta, der seine Tore seit der Rückkehr aus den USA weiterhin fast ausschliesslich gegen die Zürcher Klubs erzielt. In der letzten halben Stunde wären sowohl der Ausgleich als auch das 3:1 möglich gewesen. Die beste Chance vergab GC-Stürmer Aimery Pinga allein vor Stojanovic.

Torjubel GC nach dem 1:0 waehrend der Superleague Fussballpartie zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC St. Gallen am Sonntag, 25. November 2018 im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Merz)

GC feiert gegen St.Gallen den zweiten Sieg in Serie.  Bild: KEYSTONE

Luzern – Basel 1:1

Der FC Basel lieferte in Luzern eine weitere ungenügende Leistung ab. Dank dem Last-Minute-Ausgleich von Verteidiger Eray Cömert kam das Team von Marcel Koller beim 1:1 allerdings doch noch zum Punktgewinn.

Wer in dieser Saison einen spannenden Zweikampf um den Meistertitel in der Super League erwartet hat, muss seine Hoffnungen früh begraben. In Luzern, beim drittschwächsten Heimteam der Liga, lieferte der FC Basel einen weiteren Beleg dafür, momentan nicht mit Meister und Leader YB konkurrieren zu können. Das Team von Marcel Koller vermochte beim FCL nach frühem Rückstand erst viel zu spät zu reagieren und verliert gegenüber YB weiter an Terrain. In 15 Runden haben die Berner 16 Punkte mehr gesammelt als der FCB.

Dass der Rückstand nicht sogar 17 Punkte beträgt, ist dem Last-Minute-Treffer von Eray Cömert zu verdanken. Der 20-jährige Verteidiger schlug in dem Moment zu, als kaum mehr jemand an den FCB glaubte: in der 95. Minute. Zuvor hatten es die Basler während 88 Minuten verpasst, eine Reaktion auf den frühen Rückstand zu zeigen.

Die Zentralschweizer, in dieser Saison nicht als Schnellstarter bekannt und in 14 Runden nie in der Startviertelstunde erfolgreich, gingen nach sieben Minuten durch Pascal Schürpf in Führung. Der Basler in Diensten des FCL traf nach öffnendem Pass von Shkelqim Demhasaj. Sein Treffer war der Höhepunkt einer besonders hart geführten ersten Halbzeit, die nach nicht ganz einer halben Stunde in Stefan Knezevic ein Opfer fand.

Der 22-jährige Luzerner Verteidiger musste nach einer Intervention von Ricky van Wolfswinkel durch Lazar Cirkovic ersetzt werden. Es war der Startschuss für die hektischste Viertelstunde des Spiels, in der Schiedsrichter Alain Bieri ins Zentrum des Geschehens rückte. Bewies Bieri bei der folgenden Rangelei noch Fingerspitzengefühl, lag er in der 37. Minute mit seinem Entscheid falsch. Der Referee zeigte FCB-Verteidiger Taulant Xhaka nach einer Notbremse an Demhasaj für eine offensichtliche Notbremse nur Gelb und verhinderte so ein frühes, noch grösseres Handicap der Basler.

Auseinandersetzungen zwischen den Spielern des FC Luzern und den Spielern des FC Basel im Super League Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel, am Sonntag, 25. November 2018, in der Swissporarena in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Immer wieder wurde es in Luzern hitzig: Hier geriet Ricky van Wolfswinkel in Bedrängnis. Bild: KEYSTONE

Sion – Thun 2:1

Dank einem Schuss des Teenagers Bastien Toma nach 83 Minuten ins Lattenkreuz hat Sion mit einem 2:1 gegen Thun den zweiten Heimsieg der Saison in der Meisterschaft errungen, den ersten unter Trainer Murat Yakin.

Beim 1:1 im Oktober zwischen Neuchâtel Xamax und Sion hatte der 19-jährige hochtalentierte Toma einen Steilpass über mehr als 50 Meter auf den Torschützen Ermir Lenjani gespielt. Dieses Glanzstück ging auf allerlei Kanälen um die Welt.

abspielen

Der Assist, der um die Welt ging. Video: streamable

Das Siegestor im Match gegen Thun, dank dem sich die Walliser vorerst um fünf Punkte von Schlusslicht Xamax entfernen, wäre ebenfalls etwas für jede Anthologie. Toma drosch den Ball aus etwa 23 Metern in die rechte obere Ecke. Sucht man einen Schönheitsfehler, findet man möglicherweise einen: Dem Tor soll ein nicht von Toma begangenes Foul an einem Thuner Spieler vorausgegangen sein.

Toma hat seine Ausbildung beendet und freut sich, dass er sich seit diesem Sommer auf den Sport konzentrieren kann. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Kosovos Nationaltrainer Bernard Challandes den jungen Doppelbürger für seinen Verband gewinnen möchte. Toma ist jedoch derzeit in die Junioren-Auswahlen des SFV integriert.

Der Sieg der Walliser war hochverdient. So vergab Pajtim Kasami, der das frühe 1:0 erzielt hatte, zu Beginn der zweiten Halbzeit kurz vor Thuns zeitweiligem Ausgleich – Goalgetter Dejan Sorgic traf auf eine Hereingabe des Chefvorbereiters Matteo Tosetti – zwei ausgezeichnete Chancen. Das 2:0 hätte auch vor der Pause fallen können. In der brenzligsten Szene rettete Thuns Verteidiger Stefan Glarner auf der Torlinie.

In der Schlussphase kamen allenthalben Hektik und Nervosität ins Spiel. Murat Yakin regte sich derart auf, dass er lautstark reklamierte und nach 80 Minuten von Schiedsrichter Lukas Fähndrich auf die Tribüne geschickt wurde. Yakin drohen also weitere Spiele, in denen er die Mannschaft nicht auf der Trainerbank führen kann.

Au centre, le joueur valaisan Pajtim Kasami celebre son but, lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le Fussball-Club Thoune ce dimanche 25 novembre 2018 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Pajtim Kasami bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für Sion. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Grasshoppers – St. Gallen 2:1 (2:0)
6600 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 3. Ngoy (Diani) 1:0. 14. Bajrami 2:0. 56. Barnetta (Wittwer) 2:1.
Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Ajeti, Zesiger, Doumbia; Holzhauser (52. Taipi), Diani (46. Kamber); Ngoy, Bajrami, Bahoui; Pinga (90. Cvetkovic).
St.Gallen: Stojanovic; Lüchinger (46. Kutesa), Hefti, Mosevich (46. Barnetta), Wittwer; Sierro, Quintilla, Ashimeru; Bakayoko, Buess, Manneh (73. Tafer).
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic, Djuricin, Nathan, Tarashaj, Rhyner und Sigurjonsson (alle verletzt). St. Gallen ohne Koch, Itten und Muheim (alle verletzt). Verwarnungen: 7. Quintilla (Foul), 28. Mosevich (Foul), 33. Diani (Foul), 58. Ashimeru (Foul), 95. Kamber (Foul).

Luzern – Basel 1:1 (1:0)
10'702 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 7. Schürpf (Demhasaj) 1:0. 95. Cömert (Ajeti) 1:1.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Knezevic (26. Cirkovic), Sidler; Voca (80. Custodio), Schulz; Schürpf, Schneuwly, Eleke; Demhasaj (80. Juric).
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Balanta, Riveros; Xhaka (69. Serey Die), Zuffi (82. Pululu); Van Wolfswinkel, Stocker, Okafor (73. Kalulu); Ajeti.
Bemerkungen: Luzern ohne Lustenberger, Ndenge, Grether, Kakabadse, Schmid und Salvi (alle verletzt). Basel ohne Frei (gesperrt), Bua, Campo, Suchy, Zambrano (alle verletzt). 87. Pfostenschuss Schulz. Verwarnungen: 26. Van Wolfswinkel (Foul). 26. Schwegler (Unsportlichkeit). 37. Xhaka (Foul). 51. Cömert (Foul). 58. Sidler (Foul). 58. Ajeti (Unsportlichkeit). 73. Balanta (Foul). 93. Schneuwly (Foul).

Sion – Thun 2:1 (1:0)
8200 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 3. Kasami (Kouassi) 1:0. 61. Sorgic (Tosetti) 1:1. 83. Toma (Zock) 2:1.
Sion: Fickentscher; Maçeiras (43. Abdellaoui), Bamert, Ndoye, Morgado; Zock, Toma, Kouassi; Kasami, Adryan (86. Neitzke); Lenjani (50. Fortune).
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Facchinetti; Gelmi (57. Karlen); Tosetti, Hediger, Stillhart (86. Schwizer), Spielmann (46. Salanovic); Sorgic.
Bemerkungen: Sion ohne Mitrjuschkin, Raphael, Baltazar, Song, Angha, Carlitos und Grgic (alle verletzt). Maçeiras verletzt ausgeschieden. Thun ohne Costanzo, Righetti und Hunziker (alle verletzt). Verwarnungen: 14. Morgado (Foul), 64. Rodrigues (Foul), 88. Hediger (Foul), 93. Fortune (Foul). (pre/sda)

Die Tabelle

Bild

bild: screenshot srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zwiebelbrot 25.11.2018 23:54
    Highlight Highlight Zu Bieri heute:
    Es ist ja das eine als Schiedsrichter wenn man etwas nicht sieht/ bzw. falsch sieht. Aber Bieris Leistung war heute katastrophal.

    Demhasaj wäre durch, Xhaka foult als letzter Mann --> zwingend rot

    Zibung macht nach schwachem Rückpass der FCL-Verteidigung ein absichtliches Handspiel da er den Ball sonst nicht hätte kontrollieren können --> zwingend gelb

    Knezevic geht aktiv+bösartig auf Ricky vW zu, nachdem sich die Rudelbildung beruhigt hat und vW zu Recht gelb gesehen hat. Knezevic geht Stirn an Stirn ran und drückt ihm die Pfoten in den Nacken --> zwingend gelb
  • Sir Konterbier 25.11.2018 22:10
    Highlight Highlight HARDTURM😋
    • René Obi (1) 25.11.2018 22:45
      Highlight Highlight Den Namen wird das Stadion nie mehr tragen. Es wird die neue Heimat des Stadtclubs. :-)
    • Sir Konterbier 25.11.2018 22:56
      Highlight Highlight Kein Platz für Frust über irgendeinen Namen! Es kann von mir aus auch Ghadaffi-Arena heissen solange es nur kommt ;)

      🙈
  • Jamaisgamay 25.11.2018 19:05
    Highlight Highlight Seit dem 1.6.2016 gibt eine Notbremse nicht mehr zwingend eine Rote. Blitzen oder selbst googeln.
  • hoi123 25.11.2018 18:22
    Highlight Highlight Dangge Alain Bieri
  • maxi 25.11.2018 18:01
    Highlight Highlight anstatt einen videbeweis einzuführen sollte man die schiris mal ordentlich schulen... bieri eine absolute katastrophe, einmal mehr.
    • TanookiStormtrooper 25.11.2018 18:24
      Highlight Highlight Wir müssen uns wirklich überhaupt nicht wundern, dass an internationalen Wettbewerben keine Schweizer Schiris mehr dabei sind. Hier wird leider überhaupt nichts gemacht und die Medien sind da auch nicht kritisch und bringen die üblichen Sprüche: "Kann man geben, muss man nicht" oder "für den Schiri aus seiner Position schwer zu sehen".
    • Willy Tanner 25.11.2018 18:32
      Highlight Highlight Frage mich nur ob seine spesen jetzt gekürzt werden, schliesslich hat basel 2 punkte verloren...
    • dontknow 25.11.2018 19:17
      Highlight Highlight Die Vereines sind daran aber absolut selbst Schuld sind. Seit Jahren gibt es immer wieder einzelne Vereine die eine Erhöhung des Schiedsrichteretats fordern(so z.B. CC, den Herrn soll man auch mal loben :D) bzw. die Professionalisierung fordern. Kostet halt Geld und wird vom Grossteil der NLA/NLB Clubs mit einem "Nein" jeweils abgeschmettert...

      Die Liga/Clubverantwortlichen sollte mal beim Eishockeyverband in die Nachhilfe gehen, da zählen unsere Schiedsrichter seit Jahren zur internationalen Elite(und das liegt in erster Linie am eingeführten Profistatus für die Topleute)

Alain Sutter hat alles richtig gemacht – und formte dieses unfassbar talentierte Kader

Etwas überrascht waren wir ja schon, als es im Januar 2018 plötzlich hiess, dass der ehemalige SRF-Journalist Matthias Hüppi als Präsident beim FC St. Gallen anheuert und seinen Kollegen und früheren SRF-Experten Alain Sutter als Sportchef installiert.

Ein heikles Experiment, einen Mann als Sportchef anzustellen, der kaum Führungs-Erfahrung im Fussball hat. Nur wer etwas wagt, kann etwas gewinnen, schrieb unser interner FCSG-Kenner Ralf Meile damals.

Am 8. Januar 2018 hat Alain Sutter seinen …

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