Sport
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Super League, 13. Runde

Basel – Lugano 3:2 (2:0)

Luzern – Zürich 2:5 (1:2)

Sion – St.Gallen 0:1 (0:1)

Basels Torschuetze Kevin Bua, links, und Basels Luca Zuffi, rechts, jubeln ueber das 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 4. November 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Doppeltorschütze Bua hebt ab – Teamkollege Zuffi sprintet zum Mitjubeln heran. Bild: KEYSTONE

Van Wolfswinkel schiesst Basel spät zum Sieg – FCZ kantert Luzern nieder

Der FC Basel verspielt in der 13. Runde der Super League daheim gegen Lugano einen 2:0-Vorsprung, kommt aber dank dem Tor in der 84. Minute doch noch zum sechsten Sieg.



Basel – Lugano 3:2

Ein Spiel, das er schon zur Pause entschieden haben müsste, wurde für den FC Basel zur Zitterpartie. Der 3:2-Sieg nach einer Reihe eigenartiger Tore war für die Basler indessen mehr als verdient.

Der FC Basel scheint Geschmack an einer Machtdemonstration in den Startphasen der Meisterschaftsspiele zu finden. In Zürich gegen die Grasshoppers hatten sie mit dem 3:0 nach 17 Minuten alles klargemacht, im St.-Jakob-Park gegen Lugano führten sie nach 20 Minuten nur deshalb nicht ebenso klar, weil sie zwischen der 16. und der 19. Minute vier erstklassige Chancen ausliessen. Kevin Bua holte das Versäumte nach 34 Minuten mit dem 2:0 teilweise nach.

Das Tor zum 1:0 war kurios, das 2:0 und das 2:1 waren ziemlich kurios. Nach elf Minuten entschied sich der nach Verletzungen immer besser in Form kommende Bua, einen Freistoss aus gegen 20 Metern flach zu treten. Er schien damit zu spekulieren, dass die mauernden Luganesi aufspringen würden. Sie taten ihm den Gefallen, und Goalie David Da Costa konnte gegen den platzierten Schuss nichts ausrichten.

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Das herrliche Freistoss-Tor von Kevin Bua zum 1:0. Video: streamable

Das 2:0 entsprang aus einem Einwurf für Lugano. Petar Brlek konnte den einfachen Ball nicht kontrollieren. Bua schaltete sich ein, zog gegen den Strafraum und bezwang Da Costa erneut mit einem genauen Flachschuss.

Die Highlights der Partie.

Luganos Anschlusstreffer nach 51 Minuten war nicht herausgespielt. Auf eine Cornerflanke liess sich Ricky van Wolfswinkel von einem hochspringenden Tessiner irritieren. Von der Schulter des Niederländers flog der Ball ins Tor. Für den FCB geriet der budgetierte Sieg erst recht in Gefahr, als der junge Innenverteidiger Eray Cömert in der 78. Minute in einer nicht sehr gefährlichen Situation im Strafraum Luganos schwedischen Stürmer Alexander Gerndt gelegt hatte.

Die Aktion war so ungestüm, dass sich Cömert nicht über den Penaltypfiff zu wundern brauchte, auch wenn Gerndt bei seinem Sturz nachzuhelfen schien. Der eigenartige Match nahm doch noch den gerechten Ausgang. Mit einem Kopfballtor nach 84 Minuten machte van Wolfswinkel seinen vorangegangenen Fehler wett, der schwerlich ein Fehler gewesen war. Die entscheidende Flanke hatte Bua geschlagen.

Lugano kam bis in die Schlussphase hinein zu keinem einzigen Abschluss im Strafraum.

Basels Ricky van Wolfswinkel freut sich ueber sein 3:2 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 4. November 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ricky van Wolfswinkel trifft ins eigene und ins gegnerische Netz. Bild: KEYSTONE

Luzern – Zürich 2:5

Nach vier sieglosen Super-League-Spielen ist Zürich in Luzern mit extrem effizienter Spielweise zum Siegen zurückgekehrt. Die ersten vier Schüsse der Zürcher führten zu Toren, zuletzt hiess es 2:5.

Während den Zürchern das Siegen in der Europa League und zuletzt auch im Schweizer Cup nicht schwerfiel, taten sie sich in der Super League zuletzt schwer. Aus den letzten vier Partien resultierten neben einer Niederlage drei Unentschieden. Just aber vor dem Rückspiel in der Europa League bei Bayer Leverkusen fand der FCZ wieder in die Spur zurück. Und wie: Gleich mit 5:2 bezwang er die Luzerner, die es verpassten, die Woche nach dem Sieg in Neuenburg und dem Cup-Erfolg in Chiasso positiv abzuschliessen.

Die Highlights der Partie.

Ein herrlicher Angriff der Zürcher über rund zehn Stationen führte schon in der 5. Minute zur Führung durch Toni Domgjoni, ohne dass die Luzerner einmal den Ball berührt hätten. Der Ausgleich des Gastgebers durch Blessing Eleke (22.) hatte dann nur fünf Minuten Bestand, ehe Stephen Odey nicht zu bremsen war und einen Sololauf gegen drei Luzerner erfolgreich zum 2:1 für den FCZ abschloss.

Während die Gäste praktisch mit jedem Torversuch erfolgreich waren, sahen die Luzerner ihre Möglichkeiten entweder durch den aufmerksamen Goalie Yanick Brecher verwehrt oder sie lamentierten mit Schiedsrichter Nikolaj Hänni, der bei drei mutmasslichen Penalty-Szenen gegen sie entschied.

Die Luzerner mussten in der Schlussphase immer stärker öffnen und kassierten innerhalb von drei Minuten zwei weitere Gegentreffer zur endgültigen Entscheidung. Matchwinner war Salim Khelifi, der drei Tore mustergültig vorbereitet hatte.

Luzerns Torhueter David Zibung, Zuerichs Stephen Odey und Luzerns Stefan Knezevic, von links, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich, am Sonntag, 4. November 2018, in der Swissporarena in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Odey rutscht den Ball zum wichtigen 2:1 für den FCZ ins Tor. Bild: KEYSTONE

Sion – St.Gallen 0:1

Nach einer sehr schwachen Leistung verlor der FC Sion ein weiteres Heimspiel. Die Walliser ermöglichten mit dem 0:1 dem FC St.Gallen eine geglückte Revanche für den Cupmatch vom Donnerstag.

Nicht wenige langjährige Fans und Beobachter im Tourbillon konnten sich nicht an einen derart miserablen Auftritt des FC Sion vor dem eigenen Publikum erinnern. Die Ostschweizer ihrerseits mussten keine Galavorstellung zeigen, um die drei Punkte mitzunehmen. Nach dem 1:0 nach 32 Minuten geriet der Sieg nur in einer einzigen Szene in Gefahr: Nach einer Flanke des jungen Yassin Fortune kamen sich Ermir Lenjani und Moussa Djitté allein vor dem St.Galler Tor in die Quere.

Es passte zum mageren Gehalt der Partie, dass das einzige Tor ein Eigentor war. Sions Goalie Kevin Fickentscher unterlief eine Cornerflanke und er faustete neben den Ball. Vom Kopf des irritierten brasilianischen Verteidigers André Neitzke prallte der Ball ins Tor.

Die Highlights der Partie.

Die letzten Minuten, in denen die Sittener vergeblich Druck zu machen versuchten, legitimierten den Sieg der Ostschweizer vollauf. Yannis Tafer verfehlte nach 88 Minuten aus kurzer Distanz nach einem Querpass das leere Tor, und den nächsten Angriff schloss der eingewechselte Tranquillo Barnetta mit einem satten Schuss an den Pfosten ab.

Die Spiele im Tourbillon scheinen für Sion zu einem immer grösseren Problem zu werden. Aus den sechs Heimspielen holten sie nur einen Sieg gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax und ein 0:0 gegen GC heraus.

Sions Trainer heisst seit geraumer Zeit Murat Yakin, aber die Schwächezeichen gleichen jenen vom Herbst 2017, als die Mannschaft unter dem spanischen Trainer Gabriel nicht mehr vorankam. Sion ging als Schlusslicht mit 17 Punkten aus 19 Spielen in die Winterpause. Im Frühling ging es nach einem weiteren der vielen Trainerwechsel – zu Maurizio Jacobacci – spürbar aufwärts.

Sions Trainer Murat Yakin, beim Schweizer Cup Achtelfinal Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion, am Donnerstag, 1. November 2018, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Sion kommt auch unter Murat Yakin nicht auf Touren. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Basel – Lugano 3:2 (2:0)
23'835 Zuschauer. - SR San.
Tore: 11. Bua (Freistoss) 1:0. 34. Bua 2:0. 51. Van Wolfswinkel (Eigentor) 2:1. 79. Sabbatini (Foulpenalty) 2:2. 84. Van Wolfswinkel (Bua) 3:2.
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Xhaka, Riveros; Balanta; Van Wolfswinkel, Zuffi (75. Stocker), Frei, Bua (86. Oberlin); Ajeti (93. Pululu).
Lugano: Da Costa; Mihajlovic, Maric, Sulmoni, Mascianeglo; Sabbatini, Piccinocchi (74. Covilo), Brlek, Crnigoj (66. Gerndt); Bottani (83. Janko), Carlinhos.
Bemerkungen: Basel ohne Campo, Suchy, Zambrano (alle verletzt), Okafor und Kuzmanovic (beide nicht im Aufgebot). Lugano ohne Daprelà (gesperrt), Manicone, Yao (beide verletzt), Kecskes und Amuzie (beide nicht im Aufgebot). 89. Basels Trainer Marcel Koller auf die Tribüne verwiesen. 65. Pfostenschuss Frei. Verwarnungen: 4. Xhaka (Foul), 66. Bua (Foul), 88. Widmer (Foul).

Luzern – Zürich 2:5 (1:2)
10'124 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 5. Domgjoni (Khelifi) 0:1. 22. Eleke (Juric) 1:1. 27. Odey (Khelifi) 1:2. 70. Kololli (Khelifi) 1:3. 73. Marchesano (Kololli) 1:4. 90. Vargas (Schneuwly) 2:4. 91. Winter (Ceesay) 2:5.
Luzern: Zibung; Kakabadse, Knezevic, Cirkovic, Schwegler; Feka, Schulz (60. Vargas); Eleke, Custodio (74. Grether), Schürpf (84. Schneuwly); Juric.
Zürich: Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Pa Modou; Hekuran Kryeziu, Domgjoni; Khelifi (78. Rodriguez), Marchesano, Kololli (87. Winter); Odey (84. Ceesay).
Bemerkungen: Luzern ohne Lustenberger, Ndenge und Salvi (alle verletzt). Zürich ohne Aliu, Baumann, Kempter, Omeragic, Palsson und Rohner (alle verletzt). Verwarnungen: 22. Kryeziu (Foul), 30. Kakabadse (Foul), 39. Khelifi (Foul).

Sion – St.Gallen 0:1 (0:1)
9200 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tor: 32. Neitzke (Eigentor) 0:1.
Sion: Fickentscher; Bamert, Neitzke, Ndoye, Abdellaoui (56. Khasa); Zock (56. Baltazar); Fortune, Kouassi, Lenjani; Kasami, Djitté (78. Da Costa).
St.Gallen: Stojanovic; Bakayoko, Hefti, Wiss, Wittwer; Sierro, Quintilla, Tschernegg (71. Ashimeru); Kräuchi (62. Kutesa), Tafer, Manneh (82. Barnetta).
Bemerkungen: Sion ohne Mitrjuschkin, Maisonnial, Adryan, Angha, Carlitos, Epitaux, Grgic, Song (alle verletzt) und Toma (nicht im Aufgebot). St.Gallen ohne Itten (verletzt). 90. Pfostenschuss Barnetta. Verwarnungen: 18. Tschernegg (Foul), 23. Zock (Foul), 35. Kouassi (Foul). 68. Fortune (Foul), 72. Ashimeru (Foul), 88. Wittwer (Foul), 92. Baltazar (Foul). (pre/sda)

Die Tabelle

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