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Der FCZ kassiert eine Klatsche in Genf – St.Gallens Absturz geht weiter

Le defenseur genevois Anthony Baron, l'attaquant genevois Patrick Pfluecke, le milieu genevois Dereck Kutesa, de gauche a droite, laissent eclater leur joie, lors de la rencontre de football de S ...
Servette jubelt gegen den FCZ früh und oft.Bild: keystone

Der FCZ kassiert eine Klatsche in Genf – St.Gallens Absturz geht weiter

Die Young Boys feiern ihren 16. Meistertitel frühestens am Wochenende. Weil Servette und Lugano am Mittwoch gewonnen haben, würde auch eine Niederlage des FC Luzern am Donnerstag gegen Winterthur die Berner noch nicht zu Meister machen.
26.04.2023, 19:3026.04.2023, 23:07
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Servette – Zürich 4:0

Servette reagiert auf das 1:6 am Wochenende gegen die Young Boys eindrücklich. Die Genfer mit Doppeltorschütze Chris Bedia erobern dank dem 4:0-Heimsieg gegen den überforderten FC Zürich vorerst den 2. Platz zurück.

Bo Henriksen war mit dem Auftritt seiner Mannschaft so unzufrieden, dass er schon in der 42. Minute die ersten beiden Wechsel vollzog. Der Frust des dänischen FCZ-Coaches war verständlich: Der bald entthronte Meister wurde von den Genfern vorgeführt. Nach 37 Sekunden traf Bedia - ideal freigespielt von Zürichs Cheick Conde - zum 1:0. Dass Servette nur eine weitere von einem halben Dutzend guter Chancen nutzte, war die beste Neuigkeit für den FCZ in der ersten Halbzeit.

Yanick Brecher hielt lange Zeit, was es zuhalten gab. Doch jeden Fehler seiner Vorderleute konnte der Keeper und Captain des FCZ nicht ausbügeln. Auch das 0:2 in der 38. Minute fiel nach einem Ballverlust im Mittelfeld. Conde, der wie Marchesano vor der Pause ausgewechselt wurde, war auch am zweiten Gegentor entscheidend unglücklich beteiligt. Und bei den weiteren Treffern war dann auch Brecher nicht frei von Schuld. Er liess sich von Bedias Schuss aus gut 25 Metern erwischen (54.) und von einer Flanke von Hussayn Touati, die an allen vorbei ins Netz flog (85.).

Servette überforderte den noch am Wochenende gegen St. Gallen überzeugenden FCZ. Doppeltorschütze Bedia und Dereck Kutesa als unermüdlicher Antreiber stachen aus dem Genfer Ensemble speziell hervor. Bedia steht nach dem Doppelpack am Mittwochabend in diesem Jahr schon bei acht Toren.

Bo Henriksen, coach of FC Zurich, reacts, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and FC Zuerich, at the Stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Wednesd ...
FCZ-Trainer Bo Henriksen erlebte einen Abend zum Vergessen.Bild: keystone

Servette - Zürich 4:0 (2:0)
4418 Zuschauer. - SR Dudic.
Tore: 1. (0:37) Bedia 1:0. 38. Pflücke (Kutesa) 2:0. 54. Bedia (Kutesa) 3:0. 85. Touati (Mbabu) 4:0.
Servette: Frick; Mbabu, Vouilloz, Rouiller, Baron; Cognat (61. Diba), Clichy; Stevanovic (82. Fofana), Kutesa (61. Antunes), Pflücke (76. Rodelin); Bedia (76. Touati).
Zürich: Brecher; Omeragic, Kryeziu, Aliti; Conde (41. Selnaes); Hodza, Mathew, Krasniqi (60. Hornschuh), Guerrero (76. Kamberi); Okita (60. Rohner), Marchesano (41. Simic).
Bemerkungen: Servette ohne Cespedes, Crivelli, Douline, Magnin und Souare (alle verletzt). Zürich ohne Santini und Tosin (beide verletzt).
Verwarnungen: 43. Aliti. 57. Simic. 66. Selnaes.

St.Gallen – Lugano 1:2

Für den FC St. Gallen geht die Leidenszeit weiter. Die Ostschweizer verlieren daheim gegen Lugano durch einen späten Treffer 1:2 und warten seit nunmehr acht Super-League-Partien auf einen Sieg.

45 Minuten lang bot der FC Lugano seinem Gegner den erlösenden Sieg auf dem Silbertablett an. Die Tessiner beschränkten sich auf das Minimum, verteidigten mehr schlecht als recht und waren im Angriff inexistent. Doch der FC St. Gallen bestrafte die Passivität zu wenig streng. Neben dem Tor von Christian Witzig (19.) hätte mindestens noch ein weiterer Treffer herausspringen sollen. Er wäre verdient gewesen.

Nach der Pause und dem vermuteten Donnerwetter des impulsiven Lugano-Trainers Mattia Croci-Torti war das Spiel nicht mehr dasselbe. Der Cupsieger erwachte und kam durch einen Kopfball von Mohamed Amoura nach Flanke des immer stärker werdenden Schweizer Internationalen Renato Steffen zum 1:1. Auch beim 2:1 in der 87. Minute hatte Steffen seinen Fuss im Spiel. Die beiden Skorerpunkte holten sich die eingewechselten Jhon Espinoza mit der flachen Hereingabe und Uran Bislimi mit seinem zweiten Saisontreffer.

Die St. Galler brachen nach der Pause zwar nicht ein. Die Mannschaft ist trotz der negativen Serie immer noch kämpferisch eingestellt und greift mit der gewohnten Energie an. Aber die Nervosität schien je länger das Spiel dauerte, umso grösser zu werden. St. Gallens Keeper Lawrence Ati Zigi verhinderte wie auf der Gegenseite Amir Saipi zunächst weitere Treffer. Aber die immer zwingender werdenden Angriffe der Luganesi sorgten schliesslich für ein weiteres schlechtes St. Galler Ende vor eigenem Publikum.

St. Gallens Trainer Peter Zeidler im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen am Sonntag, 23. April 2023 im Letzigrund Stadion in Zuerich. (KEYSTONE/ ...
Für FCSG-Trainer Zeidler wird es immer ungemütlicher.Bild: keystone

St. Gallen - Lugano 1:2 (1:0)
12'226 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 19. Witzig (Guillemenot) 1:0. 58. Amoura (Steffen) 1:1. 86. Bislimi (Espinoza) 1:2.
St. Gallen: Ati Zigi; Sutter, Stergiou, Maglica (84. Vallci), Schmidt; Görtler, Witzig (87. Schneider); von Moos (63. Akolo), Guillemenot (84. Besio), Latte Lath (63. Ndombasi).
Lugano: Saipi; Arigoni (46. Espinoza), Hajrizi, Daprelà, Hajdari (34. Valenzuela); Sabbatini, Doumbia; Amoura (76. Celar), Bottani (76. Macek), Steffen; Aliseda (84. Bislimi).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Dajaku (gesperrt), Geubbels, Guidotti, Nuhu und Schubert (alle verletzt). Lugano ohne Mahmoud (gesperrt), Babic, Mahou und Mai (alle verletzt).
Verwarnungen: 15. Arigoni. 36. Guillemenot. 61. Schmidt. 67. Maglica. 67. Ati Zigi. (abu/sda)

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