«Battle Of The Sexes» geht an den Mann: Kyrgios rettet seine Karriere gegen Sabalenka
Nick Kyrgios gewinnt das «Battle Of The Sexes» gegen Aryna Sabalenka 6:3, 6:3. Der Australier, der im März sein letztes Spiel auf der ATP-Tour gespielt hat und aufgrund von vielen Verletzungen bis auf Rang 671 der Weltrangliste abgerutscht ist, benötigte 1:17 Stunden für seinen Sieg über die Weltnummer 1 der Frauen.
And that's all she wrote!
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Nick Kyrgios defeats Aryna Sabalenka to win the Battle of the Sexes 👏 pic.twitter.com/9Yysdt6F5V
Obwohl in dem Schaukampf beide nicht ans Leistungslimit gingen, wurde Kyrgios in Dubai zumindest zwischenzeitlich gefordert. Im 2. Satz lag er schon 1:3 zurück, bevor er dann wieder aufdrehte und fünf Games in Serie holte. Der 30-Jährige hatte im Vorfeld angekündigt, Sabalenka problemlos zu bezwingen und im Falle einer Niederlage seine Karriere zu beenden. Darum kommt der «Tennisrüpel» nun herum.
Mit der letzten Ernsthaftigkeit schienen das Duell unter den Augen von Weltstars wie der Fussballlegende Ronaldo beide nicht zu spielen. Insbesondere Kyrgios versuchte immer wieder Kabinettstückchen. Sabalenka nutzte die Pause zwischen den Games auch mal für ein Tänzchen. Die Spielfeldseite der 27-jährige Belarussin war neun Prozent kleiner als die von Kyrgios, ausserdem wurde mit nur einem Aufschlag gespielt. Trotz der kleinen Regelanpassung konnte sie das Spiel aber nicht für sich entscheiden und blieb über weite Strecken chancenlos.
Aryna does the Macarena 💃 @SabalenkaA pic.twitter.com/GJ4vwGGs1d
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Nach der Niederlage sagte Sabalenka: «Ich habe einen Kampf geliefert, tolle Punkte gespielt und die Show genossen.» Ausserdem deutete sie eine Revanche an: «Nächstes Mal kenne ich seine Schwächen und weiss, welche Taktik ich benötige.»
Kyrgios zollte seiner Gegnerin Respekt, indem er berichtete: «Es war ein hartes Match, sie ist ein grosser Champion und eine unglaubliche Athletin.» Er habe nicht gewusst, was ihn erwarten würde, Sabalenka nahm ihm mehrmals den Aufschlag ab. «Ich musste mich wirklich anstrengen, weil sie mich so unter Druck gesetzt hat», so Kyrgios, «es war ein harter Kampf.»
Sabalenka leaves Krygios SPEECHLESS 😱
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Can't hit a better forehand on the run 👏 pic.twitter.com/Q852fzI4ek
Davon sei er aber nicht überrascht gewesen, gab er zu und fügte an: «Sie kann Bälle schlagen, die einige der besten Männer nicht können. Die Lücke wird kleiner.» Auch er stehe einem weiteren Duell mit Sabalenka offen gegenüber: «Ich würde gerne nochmal gegen sie spielen.»
Sabalenka und Kyrgios, die bei derselben Beratungsagentur unter Vertrag stehen, betrieben vor dem ersten Aufschlag viel Werbung für die Exhibition. Es gab aber auch reichlich Kritik aus der Tennis-Szene. Sabalenka und damit das Frauentennis könnten in diesem Match nichts gewinnen, lautete ein Kritikpunkt.
Mit dem originalen «Battle of the Sexes» 1973, als Billie Jean King den bereits 55-jährigen Bobby Riggs in Houston bezwang und alleine in den USA 50 Millionen TV-Zuschauer einschalteten, ist der diesjährige Show-Match nicht zu vergleichen. Damals war die WTA gerade erst im Entstehen begriffen, heute zählen Tennisspielerinnen zu den bestbezahlten Sportlerinnen der Welt und verdienen bei den Grand-Slam-Turnieren gleich viel wie die Männer. (nih/sda/dpa)
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