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«Battle Of The Sexes»: Nick Kyrgios schlägt Weltnummer 1 Aryna Sabalenka

epa12615809 Nick Kyrgios of Australia smiles during the 'Battle of the Sexes' exhibition match against Aryna Sabalenka of Belarus in Dubai, United Arab Emirates, 28 December 2025. EPA/Amr Al ...
Nick Kyrgios setzte seine Karriere aufs Spiel – behielt im Geschlechterkampf gegen Aryna Sabalenka aber die Oberhand.Bild: keystone

«Battle Of The Sexes» geht an den Mann: Kyrgios rettet seine Karriere gegen Sabalenka

52 Jahre nach dem Duell zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs kommt es wieder zu einem Vergleich der Geschlechter. Aryna Sabalenka, die aktuell beste Spielerin der Welt, hat gegen Nick Kyrgios, die Nummer 671 der Männer, keine Chance.
28.12.2025, 18:5828.12.2025, 19:55

Nick Kyrgios gewinnt das «Battle Of The Sexes» gegen Aryna Sabalenka 6:3, 6:3. Der Australier, der im März sein letztes Spiel auf der ATP-Tour gespielt hat und aufgrund von vielen Verletzungen bis auf Rang 671 der Weltrangliste abgerutscht ist, benötigte 1:17 Stunden für seinen Sieg über die Weltnummer 1 der Frauen.

Obwohl in dem Schaukampf beide nicht ans Leistungslimit gingen, wurde Kyrgios in Dubai zumindest zwischenzeitlich gefordert. Im 2. Satz lag er schon 1:3 zurück, bevor er dann wieder aufdrehte und fünf Games in Serie holte. Der 30-Jährige hatte im Vorfeld angekündigt, Sabalenka problemlos zu bezwingen und im Falle einer Niederlage seine Karriere zu beenden. Darum kommt der «Tennisrüpel» nun herum.

Mit der letzten Ernsthaftigkeit schienen das Duell unter den Augen von Weltstars wie der Fussballlegende Ronaldo beide nicht zu spielen. Insbesondere Kyrgios versuchte immer wieder Kabinettstückchen. Sabalenka nutzte die Pause zwischen den Games auch mal für ein Tänzchen. Die Spielfeldseite der 27-jährige Belarussin war neun Prozent kleiner als die von Kyrgios, ausserdem wurde mit nur einem Aufschlag gespielt. Trotz der kleinen Regelanpassung konnte sie das Spiel aber nicht für sich entscheiden und blieb über weite Strecken chancenlos.

Nach der Niederlage sagte Sabalenka: «Ich habe einen Kampf geliefert, tolle Punkte gespielt und die Show genossen.» Ausserdem deutete sie eine Revanche an: «Nächstes Mal kenne ich seine Schwächen und weiss, welche Taktik ich benötige.»

Kyrgios zollte seiner Gegnerin Respekt, indem er berichtete: «Es war ein hartes Match, sie ist ein grosser Champion und eine unglaubliche Athletin.» Er habe nicht gewusst, was ihn erwarten würde, Sabalenka nahm ihm mehrmals den Aufschlag ab. «Ich musste mich wirklich anstrengen, weil sie mich so unter Druck gesetzt hat», so Kyrgios, «es war ein harter Kampf.»

Davon sei er aber nicht überrascht gewesen, gab er zu und fügte an: «Sie kann Bälle schlagen, die einige der besten Männer nicht können. Die Lücke wird kleiner.» Auch er stehe einem weiteren Duell mit Sabalenka offen gegenüber: «Ich würde gerne nochmal gegen sie spielen.»

Sabalenka und Kyrgios, die bei derselben Beratungsagentur unter Vertrag stehen, betrieben vor dem ersten Aufschlag viel Werbung für die Exhibition. Es gab aber auch reichlich Kritik aus der Tennis-Szene. Sabalenka und damit das Frauentennis könnten in diesem Match nichts gewinnen, lautete ein Kritikpunkt.

Mit dem originalen «Battle of the Sexes» 1973, als Billie Jean King den bereits 55-jährigen Bobby Riggs in Houston bezwang und alleine in den USA 50 Millionen TV-Zuschauer einschalteten, ist der diesjährige Show-Match nicht zu vergleichen. Damals war die WTA gerade erst im Entstehen begriffen, heute zählen Tennisspielerinnen zu den bestbezahlten Sportlerinnen der Welt und verdienen bei den Grand-Slam-Turnieren gleich viel wie die Männer. (nih/sda/dpa)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Saentsch
28.12.2025 19:36registriert Dezember 2025
Ein Absoluter Witz dieses Spiel. Trotz des „kleinen“ Nachteile, der in Tat und Wahrheit riesig ist, hätte er Sabalenka 6:0 6:0 vom Platz fegen können. Männer und Frauentennis sind zwei verschiedene Sportarten.
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Jodok Kraskalli
28.12.2025 20:49registriert Mai 2021
Bereits indem man ihr gewisse Vorteile gewährte, hat man eingestanden, dass sie schlechter ist. Damit erübrigt sich auch das Duell.
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Zanzibar
28.12.2025 22:34registriert Dezember 2015
Es war eine Show. Eine gute Show. Niemand hat am Ausgang des Spiels gezweifelt.
Warum hier so viele so viel reininterpretieren verwundert. Beide sind übrigens offen für ein Re-Match.
Dieses Spiel hat keinem Mann und keiner Frau geschadet. Alles andere ist Empörung von unbeteiligten.
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