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Raonic of Canada shakes hands with Switzerland's Roger Federer following their men's singles quarter-final tennis match at the Paris Masters tennis tournament at the Bercy sports hall in Paris, October 31, 2014. REUTERS/Benoit Tessier (FRANCE - Tags: SPORT TENNIS)

Im siebten Duell muss Roger Federer seinen Gegner Milos Raonic erstmals zum Sieg beglückwünschen.  Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Weiter, immer weiter

Federer hat Platz 1 trotz Pleite gegen Raonic fest im Visier: «Ich dachte immer, dass sich alles in London entscheiden wird»

Roger Federer muss am Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy die erste Niederlage nach zuletzt 14 Siegen in Serie einstecken. Der Schweizer unterliegt im Viertelfinal dem Kanadier Milos Raonic 6:7, 5:7.



>>> Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Alle sechs bisherigen Duelle mit Milos Raonic hatte Roger Federer gewonnen – die letzten drei Begegnungen 2013 und 2014 sogar ohne Satzverlust. In der Halle von Paris-Bercy läuft der Kanadier jedoch zu grosser Form auf. 

Im ersten Durchgang geht es nach einer einzigen – von Federer vergebenen Breakchance – ins Tiebreak. Dort zeigte sich der 23-jährige Raonic, der im Wimbledon-Halbfinal gegen Federer noch chancenlos geblieben war, cool und holt sich nach 46 Minuten den ersten Satz, obwohl sein Schweizer Gegner nur fünf unerzwungene Fehler begangen hatte. 

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Mit einem von 21 Assen entscheidet Milos Raonic das Tiebreak im ersten Satz für sich. gif: tennistv

Raonic zwingt Federer kurze Ballwechsel auf

Die Zahlen Federers, der zuletzt in überzeugender Manier die Turniere in Schanghai und Basel für sich entschieden hatte, bleiben auch im zweiten Durchgang ansehnlich. Bis zum Ende reihte er 25 Gewinnschläge und 13 Fehler aneinander. Lange Ballwechsel sind jedoch rar, die Partie entwickelt sich ganz nach dem Gusto des gebürtigen Montenegriners, dessen erste Aufschläge im Durchschnitt mit 216 km/h Richtung Federer schiessen. 

Roger Federer of Switzerland wipes his face as he plays against Milos Raonic of Canada during their quarterfinal match at the ATP World Tour Masters tennis tournament at Bercy stadium in Paris, France, Friday, Oct. 31, 2014. (AP Photo/Michel Euler)

Milos Raonic bringt Roger Federer mit seinen Aufschlägen ordentlich ins Schwitzen.   Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Uns geht es ähnlich

Gegen Ende des zweiten Satzes verpasst Federer die einzige kleine Chance, einen entscheidenden Vorteil herauszuholen, als er bei 5:4 zu einem Satzball kommt. Raonic reagierte mit einem Ass – einem von insgesamt 21 in 93 Minuten Spielzeit. Wenig später holt er sich mit einem Rückhand-Passierball der Spitzenklasse das einzige Break der Partie. Dass er sogar mit seinem eigentlich schwächsten Ball punktet, ist Beweis seiner Glanzform.

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Milos Raonic sichert sich den Sieg mit einem Rückhand-Passierball.  gif: tennistv

Machtwechsel ist vorerst verschoben

Dabei steht für beide Spieler enorm viel auf dem Spiel. Federer verpasst mit dieser Niederlage die Chance, Novak Djokovic am Montag als Nummer 1 ablösen zu können. Dafür hätte er mindestens den Final erreichen müssen. Und Raonic wahrt seine Chance, sich als erster Kanadier für die ATP-Finals zu qualifizieren. Er muss dafür in Paris weiter kommen, als sein direkter Konkurrent David Ferrer. Bei einer Niederlage wäre er im Rennen um ein Ticket für London ausgeschieden gewesen.

Federer freut sich auf erholsame Tage

Roger Federer zeigt sich an der Pressekonferenz nach der Partie enttäuscht: «Es tut weh, so zu verlieren. Aber er verdient Respekt für sein Aufschlagsspiel und seine Risikobereitschaft. Ich habe nicht viel falsch gemacht, aber immer wenn ich eine Chance hatte, dann war er schon da.»

Trotzdem kann er der Niederlage auch eine positive Seite abgewinnen: «Ich habe immer gedacht, dass sich alles in London entscheiden wird. Diese Niederlage bedeutet nur, dass ich mich gut auf diese Entscheidung vorbereiten kann. Und ob ich Ende dieses Jahr oder nach ein oder zwei Wochen im nächsten Jahr nochmals die Nummer 1 werde, spielt eigentlich keine Rolle.»

Federer wird seinen Fokus vornehmlich auf maximale Erholung richten: «Zwei Tage sind viel wert in dieser Situation. Es ist nicht so, dass ich hier nicht gewinnen wollte, doch ich wusste von Beginn weg, dass es hart wird. Ich freue mich auf einige freie Tage und werde meinem Körper so viel Gutes tun wie möglich.» (dux/si)

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