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epa07472381 Roger Federer of Switzerland in action against Denis Shapovalov of Canada during their semifinal match at the Miami Open tennis tournament in Miami, Florida, USA, 29 March 2019.  EPA/RHONA WISE

Roger Federer schlug in der Nacht auf Samstag Denis Shapovalov und steht damit im Final. Bild: EPA/EPA

Dank souveränem Auftritt: Roger Federer steht in Miami im Final



Roger Federer spielt am Sonntag um seinen vierten Titel in Miami. Der Basler bekundete im Halbfinal gegen den 19-jährigen Denis Shapovalov keine Probleme und siegte in 82 Minuten 6:2, 6:4.

Das erste Duell gegen sein grosses Idol verlief für Shapovalov gar nicht nach Wunsch. Der kanadische Teenager, der am Montag zum ersten Mal in die Top 20 der Weltrangliste einziehen wird, spielte zu unkonstant. Immer wieder mal zeigte er, wieviel Druck er mit der Vorhand erzeugen kann. Doch noch öfter reihte er etwas unerklärlich unerzwungenen Fehler aneinander, die es Federer leicht machten, den Match zu kontrollieren. Die jeweils ersten Breaks in den beiden Sätzen schenkte Shapovalov mit Fehlern regelrecht her.

Federer spielte allerdings auch konzentriert, präzis und taktisch hervorragend. Er variierte seine Schläge gut, gab Shapovalov wenig Winkel und suchte oft die Rückhand des jungen Linkshänders, dessen klar schwächerer Grundlinienschlag. Nur einmal, ganz zu Beginn des zweiten Satzes, hätte die Partie kippen können, als Federer zwei Breakbälle abwehren musste, die beiden einzigen der gesamten Partie. Ansonsten war Federer bei eigenem Service mit nur acht abgegebenen Punkten unantastbar.

Der Routinier zeigte dem aufstrebenden Teenager klar die Grenzen auf. Im Interview nach dem Match sagte Federer, die Duelle gegen die Jungen seien für ihn speziell motivierend. Er habe seinen Töchtern vor dem Halbfinal erklärt, dass Shapovalov noch nicht mal geboren war, als er auf der Tour sein Debüt gab. Erstmals überhaupt spielte der Schweizer gegen einen Spieler mit Jahrgang 1999 - 20 Jahre nachdem er gegen einen Spieler mit Jahrgang 1965 (Gianluca Pozzi) gewonnen hatte.

Final gegen den Titelverteidiger

In seinem 50. Masters-1000-Final trifft Federer am Sonntag (19.00 Uhr Schweizer Zeit) wieder auf einen gestandenen Profi, auf den 33-jährigen Titelverteidiger John Isner. Der 2.08 m grosse Amerikaner gewann auf dem Weg in sein 27. ATP-Endspiel alle zehn bestrittenen Sätze, davon neun nach Tiebreak. Auf Federer wartet ein «Servicegewitter», das ihm aber keine Angst macht und ihm auch die Vorfreude auf den Final nicht verdirbt. Er freue sich auf die Partie. Es sei ein bisschen wie im Fussball beim Penaltyschiessen, meinte Federer schmunzelnd: «Ich bin der Goalie und versuche, möglichst viele Bälle zu erreichen.»

Das siebte und bislang letzte Duell mit Isner liegt schon dreieinhalb Jahre zurück. Damals kam der Texaner zu einem von zwei Siegen gegen den Schweizer. Auch der zweite Erfolg feierte Isner 2012 im Davis Cup in Freiburg in der Halle (auf Sand). Bemerkenswert ist, dass Federer nur in jenem Match ein Break zuliess, ansonsten brachte er in allen Partien gegen Isner seinen Service immer durch, was aber kein Erfolgsgarant ist, wie das 6:7, 6:3, 6:7 im letzten Aufeinandertreffen in Paris beweist. (leo/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Konterbier 30.03.2019 11:51
    Highlight Highlight Ich lege ihm den Rücktritt nahe - jetzt wo er so gut gespielt hat! Am besten noch vor dem Final am Sonntag🙄
    • Peter R. 30.03.2019 12:14
      Highlight Highlight So viel eigene Frustration an einem so schönen Samstag.
  • Calvin Whatison 30.03.2019 11:36
    Highlight Highlight Haben Sie das Match auch gesehen Herr Joker? 🤔🤣🤣🤣
  • Güggel 30.03.2019 10:26
    Highlight Highlight Warum wird jeweils nicht gleich dazugeschrieben, wann genau am So das Finale gespielt wird? Das wäre ein sehr willkommener Service.
    • Peter R. 30.03.2019 12:30
      Highlight Highlight Final : Sonntag 19.00h CH-Zeit

      P.S. Mein Post mit meiner Antwort wurde nicht veröffentlicht.
  • Peter R. 30.03.2019 10:09
    Highlight Highlight Ich frage mich immer - wie macht er dies alles mit seinen bald 38 Jahren auf dem Buckel.
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