Seit dem Rücktritt von Roger Federer sind mittlerweile zwei Jahre vergangen. An ein Comeback denkt der «Maestro» im Alter von bald 43 Jahren nicht – trotzdem scheint es nicht unmöglich, dass der Name Federer bald wieder in der Tenniswelt auftauchen wird. So sagt der Baselbieter gegenüber der US-amerikanischen Zeitschrift «People», sein Sohn Leo sei daran interessiert, «ernsthaft Tennis zu spielen».
Dies obwohl Federer betont, seine Kinder nie zum Tennis gedrängt zu haben. Er habe vielmehr versucht, ihnen diverse Sportarten zu zeigen. «Sie spielen Tennis, aber wir fahren auch Ski und lernen gerade, Golf zu spielen. Kürzlich haben wir auch Tauchen versucht», erzählt Federer. Zudem würden die beiden Buben Fussball spielen. Eine professionelle Sportkarriere würde er seinen Kindern grundsätzlich nicht empfehlen – falls ein Kind aber doch diesen Weg einschlagen sollte, sei das auch in Ordnung. «Ich würde jederzeit mit ihnen auf den Court», sagt Federer.
Während der zehnjährige Leo nun immer mehr Gefallen am Tennis zu finden scheint, haben seine Geschwister andere Prioritäten, so Federer. Leos Zwilling Lenny sei «viel kreativer, er liebt es, zu zeichnen und zu lesen», erzählt er. Von Tochter Myla (15) existieren zwar Videoaufnahmen beim Tennisspielen, eine Sportkarriere ist aber sowohl für sie als auch für ihre Zwillingsschwester Charlene keine Option.
Persönlich schätze er nach seinem Rücktritt vor allem auch, kleinere Dinge mit den Kindern zu machen, so Federer. «Es ist mir sehr wichtig, bei ihnen zu sein und sie zu unterstützen», sagt er. Nach den vielen Reisen während seiner Karriere sei es nun eine Priorität, dass die Kinder Zeit für ihre eigenen Interessen hätten. (dab)