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Sportstadien und Tennisplätze am Yarra River: Blick über Melbourne im Jahr 2013. Bild: imago/Hasenkopf

Melbourne wird zur grossen Tennis-Bubble – fünf Turniere gleichzeitig



Turniere auf der ganzen Welt, SpielerInnen von überall, die ständig hin und her reisen: In Zeiten von Corona ist das Tennis mehr noch als andere Sportarten gefordert. Die Verantwortlichen des australischen Tennisverbands hoffen, eine Lösung auf die Probleme gefunden zu haben, vor die sie die globale Pandemie stellt: eine Bubble in Melbourne.

Zwischen dem 31. Januar und dem 21. Februar sollen innerhalb von drei Wochen nicht weniger als sieben Turniere für Frauen und Männer stattfinden. Höhepunkt sind die Australian Open, für die sich der sechsfache Schweizer Turniersieger Roger Federer bereits abgemeldet hat. Er ist nach einem Eingriff am Knie noch nicht fit genug.

Fünf Turniere gleichzeitig

Das Ziel von Turnierdirektor Craig Tiley ist es, den Spielerinnen und Spielern möglichst viele Gelegenheiten zu bieten, wettkampfmässig Tennis zu spielen. «Das ist sehr wichtig für eine gute Vorbereitung», sagte Tiley. Deshalb finden nun in der ersten Februar-Woche gleich fünf Turniere parallel auf der Anlage in Melbourne statt: zwei WTA-500-Turniere der Frauen, zwei ATP-250-Turniere der Männer und der ATP Cup. Der Melbourne Park wird während dieser Woche in mehrere Sektoren aufgeteilt.

Vom 8. bis zum 21. Februar werden anschliessend die Australian Open ausgetragen. Und noch während der zweiten Woche des Grand-Slam-Turniers ist ein weiteres WTA-250-Turnier auf dem Programm. Jene Spielerinnen, die am Australian Open früh scheitern, können so im australischen Südosten bleiben und gleich noch ein Turnier bestreiten.

Indian Wells nicht im März

Tiley geht nach wie vor davon aus, dass die Turniere vor Zuschauern ausgetragen werden können. Er rechnet damit, dass die Tribünen zu 50 Prozent gefüllt werden dürfen. «Social distancing» soll trotzdem beachtet werden: Fans dürfen sich nicht frei auf der Anlage bewegen, sondern nur in jeweils definierten Bereichen.

Eine Rückkehr zur Normalität gibt es für den Tennis-Zirkus aber höchstens temporär. Zuletzt gaben die Organisatoren im kalifornischen Indian Wells bekannt, dass ihr Turnier 2021 nicht wie geplant im März ausgetragen wird. Als Grund für die Verschiebung nannten sie die Corona-Pandemie. Nun wird ein neues Datum für das Turnier, das jährlich rund 400'000 Fans anzieht, gesucht. (ram)

Bildnummer: 00299515  Datum: 14.03.2000  Copyright: imago/Eisele
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Riesenschüssel: Der Center Court in Indian Wells in der Abenddämmerung. Bild: imago/Eisele

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