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Switzerland's Stan Wawrinka answers a question during a press conference at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Saturday, Jan. 13, 2018. (AP Photo/Vincent Thian)

Wawrinka glaubt nicht an eine baldige Fortsetzung im Profi-Tennis. Bild: AP/AP

Stan Wawrinka: «Es ist möglich, dass dieses Jahr gar nicht mehr Tennis gespielt wird»



Aufgrund des Coronavirus steht die Tennis-Welt derzeit still. Seit dem Final des Turnieres von Santiago de Chile am 1. März mussten alle Turniere abgesagt oder verschoben werden – vor Juli wird nicht mehr gespielt.

So sind die Tennisspieler plötzlich arbeitslos, auch Stan Wawrinka. Der dreifache Grand-Slam-Sieger verbringt die Corona-Pause bei sich zu Hause. In einem Interview mit «L'Équipe» hat sich Wawrinka zur aktuellen Situation geäussert. Er geht davon aus, dass er noch lange auf eine Saisonfortsetzung warten muss.

Wawrinka unterhält seine Fans in der Quarantäne mit witzigen Fotommontagen.

«Es ist momentan schwierig, sich ein Ende der Pause vorzustellen», so der Romand. «Das Tennis ist eine der schwierigsten Sportarten im Bezug auf das Coronavirus. Dafür müssen nämlich nicht nur die Grenzen geöffnet werden, auch Reisen und Versammlungen müssen möglich sein. Das Tennis wird der letzte Schritt sein.»

Das Problem sei, dass die Spieler bei weitem nicht die einzigen seien, die es braucht, erklärt Wawrinka: «Die French Open, zum Beispiel, werden nicht von 50 Leuten organisiert. Also wird es auch sehr viele Menschen vor Ort haben, wenn ohne Publikum gespielt wird. Alles ist möglich. Auch, dass wir dieses Jahr nicht mehr spielen.»

The construction work of the newly built roof of the Philippe Chatrier center court is pictured Wednesday Feb.5, 2020 at the Roland Garros stadium. The French Open venue becomes the last of the four Grand Slam venues to install a retractable roof on their main show court. ( Martin Bureau/Pool via AP)

Ganz leer werden die Anlagen der French Open auch ohne Fans nie sein. Bild: AP

Zeit für die Familie

Obwohl er seiner Leidenschaft derzeit nicht nachgehen kann, will sich Wawrinka nicht beschweren. Stattdessen versucht er, das beste aus dem Unterbruch zu machen: «Ich bin privilegiert, ich kann Zeit mit meiner Tochter verbringen. Ich arbeite mit ihr für die Schule, von 08:00 Uhr bis am Mittag und etwas am Nachmittag. Und ich ruhe mich aus. Ob ich ein Jahr verliere? Meine Karriere ist zwar nahe am Ende, aber ich habe keinen Stress.»

Der Romand äussert sich auch zu einem Vorschlag von Roger Federer, der kürzlich Wellen geworfen hat: Der 38-Jährige warf die Idee in die Runde, die Verbände des Frauen- (WTA) und Männertennis (ATP) zu einer Organisation zusammen zu legen. Wawrinka meinte dazu: «Wenn sich Roger zu etwas äussert, dann kommt es viel schneller zu Veränderungen. Falls ATP und WTA eine gute Lösung finden, wäre das sehr interessant für die Zukunft des Tennis.»

Sein bisher letztes Spiel absolvierte Wawrinka Ende Februar im mexikanischen Acapulco. Dort verlor er im Viertelfinal gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov. (dab)

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