Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Stan Wawrinka of Switzerland celebrates after defeating Lukas Rosol of the Czech Republic in their third round match at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Saturday, Jan. 23, 2016.(AP Photo/Vincent Thian)

Wawrinka hat an den Australian Open noch keinen Satz abgegeben.
Bild: Vincent Thian/AP/KEYSTONE

Stan Wawrinka besiegt Rosol klar und steht im Achtelfinale

So weit, so gut. Stan Wawrinka übersteht am Australian Open trotz Erkältung die erste Turnierwoche ohne Satzverlust. Am Montag werden wir erfahren, was für den Schweizer in Melbourne noch alles möglich ist.



Denn die ersten drei Runden lassen eine schlüssige Beurteilung von Stan Wawrinkas Formstand nicht zu. Der erste Gegner, Dimitri Tursunow, bestritt das erste Einzel auf der Tour seit mehr als einem Jahr und gab nach zwei Sätzen desillusioniert auf. Und die beiden Tschechen Radek Stepanek (2. Runde) und Lukas Rosol (3. Runde) rückten beide über 40 Mal ans Netz vor, weshalb sich Wawrinka in Grundlinienduellen in Melbourne noch gar nicht richtig beweisen musste.

Gegen Lukas Rosol (ATP 51) setzt sich Stan Wawrinka in einer Stunde und 50 Minuten 6:2, 6:3, 7:6 (7:3) durch. Die Vorentscheidung fällt in den ersten 50 Minuten, während denen Wawrinka auf 6:2, 4:2 davonzieht. Erst in der letzten Stunde der Partie findet Rosol besser ins Spiel. Im zweiten Satz realisiert er ein Break, welches ihm alllerdings nichts mehr nützt. Und im dritten Satz kann er die Breakmöglichkeit zum 4:2 nicht verwerten, weil Wawrinka den Breakball mit einem Aufschlag-Ass mit kontert.

abspielen

Wawrinka verwertet seinen ersten Matchball.
streamable

Wawrinkas Aufschlag stellt die Überraschung des Spiels dar. Dem bald 31-jährigen Lausanner gelingen 18 Asse. Rosol, der als ausgezeichneter Aufschläger gilt, bringt es bloss auf zwei Asse und sechs Doppelfehler. Wawrinka hebt nach der Partie aber einen anderen Schlag hervor: «Gewiss, ich schlug ausgezeichnet auf. Aber dass Rosol nur zu zwei Assen kam, war mein Verdienst. Meine Returns waren noch besser als die Aufschläge. Ich brachte praktisch alles zurück.» Rosol muss insbesondere zu Beginn der Partie um alle Aufschlagpunkte kämpfen. Nur vier seiner ersten acht Aufschlagspiele serviert er nach Hause.

Die Returns von Wawrinka schüren Hoffnungen für das Achtelfinale gegen Milos Raonic, einen Service-Kanonier von erheblich gröberem Kaliber als Lukas Rosol. Stan Wawrinka spricht vom Kanadier nur in den höchsten Tönen. «Ich hätte keinen schwierigeren Gegner in diesem Stadium des Turniers erwischen können. Vor etwas mehr als einem halben Jahr war Raonic noch die Nummer 4 der Welt. Er ist einer derjenigen Newcomer, die jederzeit jeden schlagen und ein Grand-Slam-Turnier gewinnen können.»

Und der 25-Jährige ist in Form. Das hat er mit dem Turniersieg sowie dem Finalerfolg in Brisbane über Roger Federer unter Beweis gestellt. Und in Melbourne hat er noch keinen Satz abgegeben.

epa05119756 Milos Raonic of Canada in action against Viktor Troicki of Serbia during their third round match at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 23 January 2016.  EPA/MADE NAGI

Milos Raonic heisst Wawrinkas nächster Gegner.
Bild: MADE NAGI/EPA/KEYSTONE

Er besiegte in den ersten drei Runden Lucas Pouille (6:1, 6:4, 6:4), Tommy Robredo (7:6, 7:6, 7:5) und Viktor Troicki (6:2, 6:3, 6:4). Robredo war einst selber die Nummer 5 der Welt, Troicki gewann unmittelbar vor dem Australian Open das Vorbereitungsturnier von Sydney.

Für Wawrinka sprechen im Achtelfinal die bisherigen Direktbegegnungen. 4:1 führt da der Schweizer. Aber auch diesen Fakt lässt Wawrinka so nicht gelten: «Ja, ich habe viermal gegen ihn gewonnen. Aber einfach war es nie.» Das letzte Duell vor einem Jahr in Rotterdam gewann Wawrinka 7:6, 7:6. Wawrinka: «Und Anfang Januar (am Einladungsturnier) in Abu Dhabi habe ich gegen Raonic in der Vorrunde verloren.»

epa05119899 Stanislas Wawrinka of Switzerland returns the ball to Lukas Rosol of the Czech Republic during their third round match at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 23 January 2016.  EPA/DAVID CROSLING AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Im Direktvergleich führt der Schweizer mit 4:1.
Bild: EPA/AAP

Die Tagesform wird von Bedeutung sein. Und in dieser Hinsicht weiss selbst Wawrinka nicht genau, wo er im Vergleich zur Konkurrenz steht. Die Erkältung, die ihn bei Turnierbeginn plagte, ist mittlerweile abgeklungen; seine Stimme war am Samstag aber immer noch heiser. «Die entscheidende Frage wird sein, in welcher Verfassung ich mich präsentieren kann», sagt Wawrinka. Aber die Zuversicht ist gross: «Gesundheitlich geht es mir von Tag zu Tag besser. Und was spielt es für eine Rolle, ob die Stimme heiser ist oder nicht. Wichtig ist einzig und allein, dass ich mich auf dem Platz gut fühle. Und das war schon am Samstag der Fall.» (ole/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Federer überrascht mit Rücktritt-Andeutung: «Es wäre ein unglaublicher Schlusspunkt»

Roger Federer gab sich an den «Sports Awards» am Sonntagabend im SRF-Studio in Zürich gewohnt eloquent. Einzelne Aussagen des zum besten Schweizer Sportler der letzten 70 Jahre gewählten Baselbieters lassen allerdings Raum für Spekulationen.

Um Roger Federer war es ruhig geworden in den letzten Monaten. Öffentliche Auftritte des Superstars gab es kaum, und wenn nur am Rande von Werbe- und PR-Aktionen. Informationen zu seiner Verletzung und dem Stand der Rehabilitation nach seiner zweiten Knie-Arthroskopie im Juni flossen spärlich, auch aus seinem direkten Umfeld war kaum etwas zu vernehmen.

Auch in den sozialen Medien äusserte sich Federer zurückhaltend, nachdem er im Lockdown im Frühjahr sehr aktiv gewesen war und unter anderem …

Artikel lesen
Link zum Artikel