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Switzerland's Roger Federer serves to Italy's Matteo Berrettini during their ATP World Tour Finals singles tennis match at the O2 Arena in London, Tuesday, Nov. 12, 2019. (AP Photo/Alastair Grant)
Roger Federer

Der Aufschlag war eine von Federers Waffen gegen Djokovic. Bild: AP

Federer entzaubert Djokovic mit Gala-Auftritt: «Ich habe unglaublich gespielt»

Erstmals seit vier Jahren hat Roger Federer wieder Novak Djokovic geschlagen. Dank einer praktisch fehlerfreien Leistung kämpft er an den ATP Finals in London weiter um den Turniersieg.



Roger Federer gewann erstmals seit vier Jahren wieder gegen Novak Djokovic und steht bei den ATP Finals in London zum 16. Mal im Halbfinal. Beim 6:4, 6:3 gegen die Weltnummer 2 gelang ihm eine fast perfekte Leistung. Federers Leistung war ähnlich grossartig wie im verlorenen Wimbledonfinal gegen Djokovic. Der Unterschied? «Diesmal habe ich den Matchball verwertet», erklärte der Schweizer im Platzinterview strahlend.

Der Matchball.

Vor allem bei eigenem Aufschlag trat Federer äusserst dominant auf. Im ersten Satz gab er nur gerade drei Punkte ab und selber hätte er durchaus mehr als das eine Break zum 2:1 machen können. Im zweiten Durchgang kam Djokovic beim Stand von 2:1 zu seiner einzigen Breakchance, die der Schweizer aber mit einem perfekten Punkt - zwei druckvolle Vorhand-Bälle und zum Abschluss ein einfacher Volley - abwehrte. Gleich darauf nahm er selber dem Serben den Service ab.

Revanche für Wimbledon

Nach nur 72 Minuten hatte Federer den Sieg im Trockenen - den ersten gegen Djokovic seit dem zweiten Gruppenspiel bei den ATP Finals 2015. Der letzte Erfolg in einem Spiel, in dem es für den Serben gegen das Ausscheiden ging, datiert sogar von August 2015 un dem Final in Cincinnati.

Vor allem aber nahm Federer Revanche für die äusserst unglückliche Niederlage nach zwei Matchbällen bei eigenem Aufschlag in Wimbledon. Diese Revanche wollte er allerdings nicht überbewertet wissen. «Das mit dem Geist von Wimbledon ist eher eine Erfindung der Medien. Ich war da sehr schnell darüber hinweg», erklärte er. Nun dürften dies auch alle glauben.

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/ASJ Sports

Nach den durchzogenen ersten beiden Partien mit der Niederlage gegen Dominic Thiem und dem Sieg gegen Matteo Berrettini hatten nur weniger Experten auf einen Erfolg des 38-jährigen Baslers gesetzt. Federer, der von einer Art «Erstrunden-Schluckauf» gesprochen hatte, war aber überzeugt, dass er sich mit Fortdauer des Turniers würde steigern können - und er behielt recht.

Während Djokovic einen nervösen Eindruck machte und in den ersten zwei Games ungewohnte drei Doppelfehler produzierte, zog der Schweizer seine offensive Taktik konsequent, aber mit der richtigen Balance durch. Am Ende hatte er 23 Winner und nur unglaubliche fünf unerzwungene Fehler auf dem Konto. Gegen den vermutlich besten Returnspieler der ATP Tour gab er bei eigenem Aufschlag gerade mal elf Punkte ab.

Perfekte Taktik

«Es war eine grossartige Atmosphäre», bedankte sich Federer bei den fast 18'000 Fans, die wie meist praktisch geschlossen hinter ihm standen. «Ich habe es von Anfang an genossen und unglaublich gespielt.» Vor allem habe er grossartig aufgeschlagen und eine klare Taktik gehabt und diese umgesetzt.

Die wichtigsten Zahlen:

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Bei 17 Teilnahmen am Jahresend-Turnier der besten acht Spieler verpasste Federer einzig 2008 - geschwächt von einem Magenvirus - die Halbfinals. Djokovic, der mit einem sechsten Titel zu Rekordhalter Federer hätte aufschliessen können, scheiterte hingegen zum vierten Mal bereits in den Gruppenspielen, allerdings erstmals seit 2011. Der Serbe kann damit auch Rafael Nadal nicht mehr von der Spitze der Weltrangliste verdrängen.

Federers Halbfinal-Gegner ist noch nicht bekannt. Er trifft auf den Sieger der anderen Gruppe, den Griechen Stefanos Tsitsipas oder den Weltranglistenersten Rafael Nadal(ram/sda)

Das war der Liveticker

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