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Wimbledon, Halbfinals

Djokovic (1) – Bautista Agut (23) 6:2, 4:6, 6:3, 6:2

Federer (2) – Nadal (3) 7:6, 1:6, 6:3, 6:4

epa07713078 Roger Federer of Switzerland celebrates winning against Rafael Nadal of Spain during their semi final match for the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 12 July 2019. EPA/WILL OLIVER EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Roger Federer lässt seinen Emotionen nach dem Sieg freien Lauf. Bild: EPA

Federer bodigt Nadal in epischem Match: «Ich bin erschöpft, das war sehr hohes Niveau»

Roger Federer spielt am Sonntag um seinen neunten Wimbledon-Titel. Der Rekordsieger im All England Club bezwang in einem in der Endphase packenden Halbfinal seinen ewigen Rivalen Rafael Nadal 7:6 (7:3), 1:6, 6:3, 6:4 und trifft nun auf Titelverteidiger Novak Djokovic.



Der 37-jährige Basler zeigte in der Revanche für den Halbfinal vor fünf Wochen auf dem Sand von Paris und die epische Finalniederlage in Wimbledon vor elf Jahren einen über weite Strecken brillanten Auftritt. Mit Ausnahme der Baisse im zweiten Satz war er klar der bessere Spieler und kam in gut drei Stunden mit dem fünften Matchball zum Sieg.

«Ich bin erschöpft, es war unglaublich knapp am Ende, Nadal machte unglaubliche Schläge und blieb im Match. Ich glaube es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau, auch das Publikum war super, was für ein Spiel.»

Im ersten Satz hatten die Aufschläger dominiert. Den einzigen Breakball hatte Federer beim Stand von 4:3. Im Tiebreak gewann er nach einem 2:3-Rückstand fünf Punkte in Folge.

Dabei begann das Tiebreak für Nadal so herrlich:

Einzig im zweiten Durchgang gelang es Nadal, dem Schweizer sein Spiel von der Grundlinie aufzuzwingen, auch weil der Aufschlag Federers für einmal keine Wirkung zeigte.

Im zweiten Satz hatte Nadal alles im Griff:

Im dritten und vierten Satz musste der 20-fache Grand-Slam-Champion seinen Service aber nicht mehr abgeben. Nur noch in zwei Games geriet er in Bedrängnis, zum zweiten Mal, als er zum Match aufschlug. So reichten je ein Break – zum 3:1 im dritten, zum 2:1 im vierten – für die Entscheidung.

«Ich glaube ich hatte Phasen, in denen ich richtig gut aufschlug, und die wichtigsten Punkte kamen für mich raus. Es gab sehr schwierige Ballwechsel, er bringt unglaublichen Spin und Drive in diese Ballwechsel rein, gerade auch am Ende, als er die Matchbälle abwehren musste. Trotzdem konnte ich mir heute einige der wichtigsten Ballwechsel holen. Nadal kam unglaublich zurück im zweiten Satz, aber eben heute lief es super für mich.»

Auf schnellen Belägen (ausser Sand) hat Federer gegen Nadal, der auf dem Weg in den Halbfinal nur einen Satz abgegeben hatte, nun sechs Partien in Folge gewonnen.

Nadal muss Federer gratulieren:

Im Final am Sonntag, dem 31. des Schweizers an einem Grand-Slam-Turnier, wartet auf Federer mit Titelverteidiger Novak Djokovic die sportlich noch grössere Herausforderung. Die Weltnummer 1 aus Serbien setzte sich in ihrem Halbfinal gegen den Spanier Roberto Bautista Agut nach einer kurzen Schwäche im zweiten Satz letztlich souverän 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 durch.

In den Direktbegegnungen steht es 25:22 für den fünf Jahre jüngeren Djokovic. Unter anderem gewann der Serbe die Wimbledonfinals 2014 und 2015 gegen Federer. Der letzte Sieg des Schweizers geht auf die ATP Finals 2015 zurück.

«Djokovic ist unglaublich stark und hat hier eine gute Woche gespielt, und ist solide wie ein Stein. Ich werde versuchen ihn ans Limit zu treiben, aber sie wissen, er ist nicht umsonst die Nummer 1, deshalb wird auch das sehr schwierig. »

Noch nie hat es Federer in seiner Karriere geschafft, Nadal und Djokovic, seine beiden grössten Rivalen, im selben Grand-Slam-Turnier zu schlagen. (zap/sda)

Und hier, drei Federer-Punkte zum Geniessen:

#1

#2

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