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Roger Federers Indian Aces.
Roger Federers Indian Aces.
bild: iptl
Morgen geht's in Manila los

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die neue International Premier Tennis League wissen müssen

In Manila startet am Freitag die International Premier Tennis League (IPTL). Neben unzähligen skurrilen Regeländerungen dürfen sich Roger Federer, Novak Djokovic und Co. auf hohe Startgagen und eine Siegprämie von einer Million Dollar freuen.
27.11.2014, 16:2227.11.2014, 18:11

Manila Mavericks, Singapore Slammers, Micromax Indian Aces und UAE Royals Dubai – das sind keine Farmteams von NBA-Franchisen, sondern die vier Teams, die ab morgen zum ersten Mal in der International Premier Tennis League gegeneinander antreten.

Zwar ist die Tennis-Saison mit dem Davis-Cup-Triumph der Schweizer Equipe gegen Frankreich offiziell zu Ende gegangen, doch viele Stars wollen sich noch nicht auf die faule Haut legen. Obwohl sonst oft über den dichtgedrängten Turnierplan der ATP gejammert wird, haben die aktuellen Weltnummern 1 Novak Djokovic und Serena Williams ihre Teilnahme zugesichert.

DIE VIER TEAMS:
Manila Mavericks: Andy Murray, Jo-Wilfried Tsonga, Kirsten Flipkens, Daniel Nestor, Carlos Moya, Maria Sharapova, Treat Huey

Singapore Slammers: Serena Williams, Andre Agassi, Tomas Berdych, Lleyton Hewitt, Nick Kyrgios, Daniela Hantuchova, Bruno Soares, Patrick Rafter

Micromax Indian Aces: Roger Federer, Pete Sampras, Gael Monfils, Ana Ivanovic, Sania Mirza, Rohan Bopanna, Fabrice Santoro

UAE Royals Dubai: Novak Djokovic, Caroline Wozniacki, Malek Jaziri, Nenad Zimonjic, Goran Ivanisevic, Marin Cilic, Eugenie Bouchard (verletzt)

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Aus über 80 Spielern wurde schliesslich im März 2014 das 28-köpfige Teilnehmerfeld gezogen. Insgesamt sind 21-Grand-Slam-Sieger und 14 aktuelle oder ehemalige Weltnummer 1 am Start. Darunter Top-Cracks wie Andy Murray, Jo-Wilfried Tsonga, Maria Scharapowa, Tomas Berdych, Gael Monfils, Caroline Wozniacki oder Marin Cilic. Und natürlich darf Roger Federer nicht fehlen, der Ende September für den verletzten Rafael Nadal eingesprungen ist, aber erst im Dezember ins Turniergeschehen eingreift.

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Neue Liga kostet 24 Millionen Dollar

Grund für die Saison-Verlängerung ist neben dem Abenteuer, das in Asien lockt, natürlich das liebe Geld. Neben hohen Startgagen winkt dem Sieger-Team eine Prämie von einer Million Dollar.

Mit einem Budget von 24 Millionen Dollar hat der Inder Mahesh Bhupati – einst die Nummer 1 im Doppel – die sich an der indischen Cricket-Liga orientierende IPTL ins Leben gerufen und neben den aktiven Tennis-Cracks auch Altstars wie Pete Sampras, Goran Ivanisevic und Andre Agassi gewinnen können. Sein Ziel: Den Tennissport, der in Asien noch ein finanzielles Schattendasein fristet, im hart umkämpften TV-Sportmarkt besser zu etablieren.

Noch ist die Halle leer: Aber am Freitag geht die IPTL in der «Mall of Asia» von Manila los.
Noch ist die Halle leer: Aber am Freitag geht die IPTL in der «Mall of Asia» von Manila los.
Bild: Getty Images Europe

Schmackhaft wird den Tennis-Fans das neue Format mit revolutionären Regelanpassungen gemacht: So entscheidet beispielsweise bei Einstand bereits der folgende Punkt über den Game-Gewinn. Schon beim Stand von 5:5 gibt's ein Tiebreak oder auf Voranmeldung zählt ein Punkt («Power Point») plötzlich doppelt.

Spannend zu beobachten wird sein, wie die Athleten mit der neuen Zeitregelung umgehen werden. Die Zeit zwischen den Ballwechseln darf nämlich maximal 20 Sekunden betragen. Nach einem Seitenwechsel muss innerhalb von 45 Sekunden weitergespielt werden und sogar nach einem abgeschlossenen Satz müssen die nachfolgenden Spieler innerhalb von drei Minuten beginnen. «Es ist ein revolutionäres Tennis-Event, das die Grenzen der traditionellen Formate aufbricht», sagte Bhupati.

Dieses Video erklärt das Format der IPTL.

Aufgeteilt ist die International Premier Tennis League auf vier Events in vier asiatischen Metropolen. Vom 28. bis 30. November wird in der «Mall of Asia» in Manila gespielt, vom 2. bis 4. Dezember in Singapur, vom 6. bis 8. Dezember in Delhi im «Indira Gandhi Indoor Stadium» und vom 11. bis 13. Dezember im «Hamdan Sport Complex» von Dubai. 

Federer: «Ich freue mich schon sehr.»

Bei jedem Event treten die Teams jeweils einmal gegen die zwei anderen Mannschaften an, so dass pro Tag zwei Begegnungen stattfinden. Pro Duell gibt es ein Männer- und ein Frauen-Einzel, ein Männer-Doppel, ein Mixed-Doppel und ein Duell zweier Altstars – jeweils über einen Satz.

Diejenige Mannschaft, die in den fünf Sätzen am meisten Games geholt hat, gewinnt schliesslich die Begegnung und kriegt 4 Punkte gutgeschrieben. Doch auch der Verlierer kann Punkte sammeln: Holt man mehr als 20 Games gibt's zwei Pluspunkte, sind es nur 10 bis 20 Games einen Pluspunkt.

Bei Game-Gleichstand muss ein sogenanntes «Super Shoot Out» für die Entscheidung sorgen, das nicht über vier, sondern über sieben Minuten geht. Dieses wird im Normalfall von den zwei Topcracks bestritten. Die Teams können aber auch einen Doppel-Spezialisten oder eine Legende ins Rennen schicken.

Der frühere Doppelspezialist Mahesh Bhupati will mit der IPTL die asiatischen TV-Märkte erobern.
Der frühere Doppelspezialist Mahesh Bhupati will mit der IPTL die asiatischen TV-Märkte erobern.
Bild: Getty Images Europe

Ganz besonders wird der fünfte Satz gespielt: Gewinnt der Spieler des aktuell führenden Teams, ist das Match zu Ende. Sollte allerdings jener Spieler gewinnen, der für das zurückliegende Team spielt, wird das Match solange weitergespielt bis entweder das zurückliegende Team ein «Super Shoot Out» erzwingt oder das führende Team einen Game-Gewinn verbuchen kann. Wer nach den vier Events die meisten Punkte auf dem Konto hat, ist der erste Sieger der IPTL.

«Es ist definitiv aufregend, dabei zu sein. Mir gefällt das Format», sagt Murray. «Mehr Fans für unseren Sport zu gewinnen, ist wichtig. Ich freue mich, dabei mithelfen zu können, Tennis an neuen Orten auf der Welt zu präsentieren.»

Roger Federer, der nur in Delhi dabei ist und zwischen dem 6. und 8. Dezember zwei Einzel bestreiten wird, ist ebenfalls begeistert: «Ich freue mich schon sehr auf meine erste Reise nach Neu Delhi. Mein Team hat mir gesagt, dass es viele Fans von mir in dieser Gegend gibt», sagte der «Maestro» bereits Ende September.

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