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Tennis: Fall Peng Shuai – WTA knickt im Machtkampf mit China ein

China's Peng Shuai reacts while competing against Canada's Eugenie Bouchard in their first round match at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Tuesday, Jan. 15,  ...
Um sie sorgte sich die Tenniswelt im November 2021: die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai.Bild: keystone

Fall Peng Shuai: Die WTA knickt im Machtkampf mit China ein

13.04.2023, 20:5413.04.2023, 20:54

Die Vereinigung der Tennisspielerinnen (WTA) kehrt im Herbst mit ihren Turnieren nach China zurück.

In Sorge um die Sicherheit der früheren Doppel-Weltranglisten-Ersten Peng Shuai hatte die WTA während 16 Monaten alle Turniere von China aus dem Kalender genommen. Die Rückkehr erfolgt nun aber nicht, weil China den Forderungen nachgekommen wäre. Im Gegenteil: Die WTA ist einfach eingeknickt.

Man habe erkennen müssen, dass man die Ziele nie erreichen werde und die Spielerinnen und Turniere einen ausserordentlichen Preis bezahlen müssten, gab WTA-CEO Steve Simon gegenüber «Sports Illustrated» zu. «Auch wenn wir unseren Entscheid über den Turnierstopp nicht bereuen, haben unsere Mitglieder beschlossen, dass es Zeit zur Rückkehr nach China ist», fügte er an. Die WTA hoffe, dass man mit der Rückkehr mehr Fortschritte erreichen kann. Die Rückkehr hat aber in erster Linie finanzielle Gründe, China ist für die WTA ein enorm wichtiger Markt.

FILE - WTA Chairman and CEO Steve Simon sits for an interview during the WTA Finals tennis tournament in Fort Worth, Texas, Tuesday, Nov. 1, 2022. The women?s professional tennis tour is ending its su ...
WTA-CEO Steve Simon.Bild: keystone

Das Wohlbefinden von Peng war im November 2021 ein grosses Thema geworden, weil sie in einem Statement in den Sozialen Medien den früheren chinesischen Vize-Premier Zhang Gaoli eines sexuellen Übergriffs beschuldigt hatte. Später hatte sie diese Anschuldigung zurückgenommen und das Posting wurde gelöscht. Wochenlang war von Peng nichts zu hören.

Noch im Januar hatte die WTA bekundet, dass man die Sicherheit von Peng in Peking nicht bezweifle, man aber ein privates Meeting mit der nun 37-Jährigen verlangt habe, ehe man nach China zurückgekehrt. Nun hat die WTA diesen Machtkampf auf der ganzen Linie verloren.

Faktisch hatte der Boykott keinerlei Auswirkungen. Wegen der Abschottung Chinas während der Corona-Pandemie hätten dort sowieso keine Turniere stattgefunden. (nih/sda/apa/reu)

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quelle: keystone / thibault camus
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