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Odermatt scherzt bei Siegerehrung in Adelboden über Glocke und Schwinger

Second placed Lucas Pinheiro Braathen of Brazil, left, winner Marco Odermatt of Switzerland, center, and third placed Leo Anguenot of France, right, celebrate during the victory ceremony of the men&#0 ...
Die nächste Odi-Party in Adelboden.Bild: keystone

Odermatt scherzt: «Muss mich langsam mit den Schwingern zusammentun»

Marco Odermatt Superstar: Zum fünften Mal in Folge gewinnt er den Weltcup-Riesenslalom von Adelboden. Am Abend wird der Nidwaldner bei der Siegerehrung noch einmal von euphorischen Fans gefeiert – und von seinem früheren Vorbild.
10.01.2026, 19:5611.01.2026, 12:38

Gegen ihn war wieder einmal kein Kraut gewachsen. Marco Odermatt triumphierte am Chuenisbärgli von Adelboden zum fünften Mal in Folge. Das ist ein neuer Rekord, so eine Siegesserie hatte vor ihm auf diesem Hang noch niemand geschafft.

Nach dem Weltcupsieg Nummer 51 war klar, dass die Siegerehrung am Abend noch einmal zu einem Hit avancieren würde. Marco Odermatt erhielt aus den Händen von Altmeister Didier Cuche, Adelboden-Sieger 2002 und Odermatts Jugend-Idol, eine Glocke.

Mittlerweile besitzt der 28-Jährige schon so viele dieser Trophäen, dass er offenbar kaum mehr weiss, wohin damit. Jedenfalls scherzte Odermatt auf der Bühne: «Ich muss mich wohl langsam mit den Schwingern zusammentun, damit ich meine Glocken an ihre Lebendpreise hängen kann.»

Inmitten lautstarker «Odi, Odi»-Rufe sprach der Ski-Dominator über den Druck, der besonders bei Heimrennen auf ihm lastet. «Es wird immer viel erwartet von mir, wenn ich hierhin komme. Allerdings erwarte auch ich selber den Sieg», gestand er ein. Er benötige ein grosses Team im Rücken, in dem jede und jeder Vollgas gebe. Wenn dann so viele Fans für Stimmung sorgten wie in Adelboden, «gibt das noch Extramotivation, den Sieg noch etwas mehr zu wollen».

Marco Odermatt bei der Siegerehrung nach dem Riesenslalom 2026 in Adelboden
Ein Juchzer nach der Nationalhymne: Odermatt feiert mit den Fans.Bild: srf

Von der Ambiance im Berner Oberland schwärmten auch die beiden anderen Fahrer auf dem Siegerpodest. «Adelboden: Ich liebe dich», rief Lucas Pinheiro Braathen, der zweitklassierte Brasilianer. Der Riesenslalom am Chuenisbärgli sei eines jener Rennen gewesen, die in ihm als kleinem Jungen vor dem TV in Norwegen den Wunsch weckten, ein Skirennfahrer zu werden.

Erstmals in Adelboden stand Léo Anguenot auf dem Podest. Der drittplatzierte Franzose schwärmte ebenfalls von der grossartigen Atmosphäre – und er schielte in die Mitte des Podests. «Ich hoffe, dass ich eines Tages da stehen kann, wo jetzt Marco ist.»

Am 10. Januar 2026 war dieser Tag noch nicht gekommen.

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quelle: marco odermatt / marco odermatt
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