Amateur wird am Australian Open auf einen Schlag zum Millionär
Die Besten der Welt machten mit – aber ein Amateurspieler hat sie alle geschlagen. Der 29-jährige Jordan Smith gewinnt den One Point Slam an den Australian Open. Das ist ein Showturnier, dessen Spiele – wie es der Name verspricht – jeweils in einem einzigen Punkt entschieden werden.
Smith gewann den Final gegen Joanna Garland. Die Nummer 117 der Frauen-Weltrangliste setzte eine Rückhand neben das Feld – und machte ihren Gegner damit zum Millionär. Das Preisgeld von 1 Million australischer Dollar entspricht rund 535'000 Franken.
«Vor dem Turnier wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden gewesen», sagte Smith, der einst ein talentierter Junior gewesen war. «Ich war sehr nervös, habe es aber genossen, hier zu sein. Es war eine grossartige Erfahrung.» Mit dem Preisgeld wolle er sich ein Haus kaufen.
Beim One Point Slam starteten 48 Teilnehmende – je 24 Profis und Amateure, Frauen und Männer im gleichen Feld. Mittels Schere, Stein, Papier wurde ausgemacht, wer aufschlagen darf. Wer danach den Punkt machte, kam eine Runde weiter.
Turniersieger Smith kegelte unter anderem Jannik Sinner, die Weltnummer 2, raus. Der Italiener, der als Profi nur einmal servieren durfte, donnerte seinen Aufschlag ins Netz. Smith kam weiter und schlug danach vor rund 15'000 Fans in der Rod Laver Arena Amanda Anisimova, die Nummer 4 der Welt, und Pedro Martinez (ATP 71).
Zur Show gehörte auch ein Auftritt von Nick Kyrgios. «Ganz ehrlich, das fühlt sich an wie ein Wimbledon-Final», behauptete der Australier, nachdem er den Millionen-Traum des Amateurs Steve Yarwood beendete. Kyrgios scheiterte danach an der späteren Finalistin Garland. (ram)
