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epaselect epa06224920 Switzerland's Roger Federer (down) and Spain's Rafael Nadal of the Team Europe celebrate after winning the Laver Cup tennis tournament in Prague, Czech Republic, 24 September 2017.  EPA/MARTIN DIVISEK

Beim Laver Cup spielten sie noch zusammen, jetzt sind Federer und Nadal wieder Konkurrenten. Bild: EPA/EPA

«Die Nummer 1 ist unwahrscheinlich» – Federer kehrt in Schanghai auf die Tour zurück

Einen Monat nach seinem letzten Ernstkampf am US Open kehrt Roger Federer in Schanghai auf die ATP Tour zurück. Die Nummer 1 ist kaum noch in Reichweite; ein goldener Herbst könnte es dennoch werden.



Für ein Selfie mit Roger Federer stehen selbst Superstars wie Kevin Durant oder Stephen Curry Schlange. Von Goofy und Micky Maus ganz zu schweigen. Um Punkte spielt der Schweizer in Schanghai zwar erst am Mittwoch, er kennt noch nicht einmal seinen ersten Gegner. Dennoch war Federer seit seiner Ankunft in der chinesischen Metropole am letzten Donnerstag sehr geschäftig.

Fast gleich gross: Roger Federer und Kevin Durant.

Der 36-jährige Basler besuchte am Sonntagabend den NBA-Champion Golden State Warriors vor dessen Vorbereitungsspiel in Schanghai gegen Minnesota, er spielte Tennis mit den Figuren aus dem örtlichen Disneyland und liess sich in der U-Bahn beim Plausch mit der Lokalbevölkerung ablichten. Verpflichtungen und Ansporn zugleich. Vor allem der Besuch in der Garderobe der Basketball-Superstars begeisterte Federer. «Es ist sehr ungewöhnlich, dass ich die Garderobe anderer Sportler besuchen kann, noch dazu vor einem Spiel», schwärmte der Schweizer, für den Michael Jordan eines seiner ersten Idole war. «Es ist echt cool. Ich liebe es, andere Sportler zu treffen.» Auf Federers Shirt prangte der Schriftzug «PeRFfect».

Perfekt muss er in den nächsten Wochen auch sein, wenn er nochmals die Nummer 1 werden will. So oder so kann Federer ein sensationelles Jahr noch besser machen. Nachdem er am US Open (Viertelfinalniederlage gegen Juan Martin Del Potro) von den Nachwehen einer Rückenverletzung gebremst wurde, machte er am neu lancierten Laver Cup vor zweieinhalb Wochen einen fitten und spielfreudigen Eindruck.

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Die besten Punkte von Roger Federer am Laver Cup. Video: YouTube/Raz Ols

Nadal fast uneinholbar enteilt

Im Rennen um die Nummer 1 ist Rafael Nadal in den letzten Wochen allerdings ziemlich enteilt. Dank der Siege am US Open und am Sonntag in Peking weist der fünf Jahre jüngere Spanier in der Weltrangliste stattliche 2360 Punkte Vorsprung auf. Gewinnen kann Federer bis Ende Jahr im Maximum noch 4000 Zähler (je 1000 in Schanghai und Paris-Bercy, 500 in Basel und 1500 an den ATP-Finals). Er müsste also eben fast perfekt spielen, und Nadal müsste oft und früh verlieren. Ein Sieg in Schanghai scheint für Federer praktisch Pflicht, wenn er sich die Chance wahren möchte.

Sein Ziel sei es, noch ein paar Turniere zu gewinnen in diesem Jahr, sagte er an der Pressekonferenz am Montag. Die Nummer 1 sei nach Nadals Siegen kein Thema mehr. «Es wird immer unwahrscheinlicher, Ende Jahr nochmals die Nummer 1 zu sein», ist sich der Basler bewusst.

Los gehts für Federer am Mittwoch gegen Diego Schwartzman (ATP 29) oder Jordan Thompson (ATP 71). Auch wenn es für die Nummer 1 nicht reichen sollte, ein goldener Herbst kann es für den Schweizer dennoch werden. In Schanghai strebt er seinen vierten Titel an (nach 2006 und 2007 beim damaligen Masters, 2014 beim neuen Masters-1000-Turnier), an den Swiss Indoors (bisher 7 Titel) und an den ATP-Finals (6 Titel) könnte er seine Rekorde ausbauen. (abu/sda)

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