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Neue Unterlage, neue Tasche – Roger Federer ist bereit für die Rasensaison 2019.

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Roger Federer erzählt vor seinem Auftakt in die Rasensaison, wie er die Spiele auf Sand verkraftet hat, und er verrät, auf welchen Gegner er sich in Halle besonders freut.



Roger Federer über ...

... seinen Gesundheitszustand:

«Es geht mir wunderbar. Ich habe schon trainiert und bin total zufrieden, wo ich stehe mit meinem Spiel. Der Körper, der Kopf, alles ist bereit. Es ist alles ideal.»

... die Sandsaison:

«Ich war sehr zufrieden mit dem Resultat auf Sand. Von dem her bin ich aus der Sandplatzsaison mit einem sehr guten Gefühl gekommen. Ich wusste eigentlich schon an der Pressekonferenz nach dem Match gegen Rafa, dass ich heil aus der Sandplatzsaison herausgekommen bin. Das hat etwas entspannt. Nach dem Turnier fällt dann der Druck weg und ich war noch zwei Tage müde, weil alles vorbei war und der Stress wegfällt. Dann bin ich gut ins Training zurückgestartet und habe mich auch gut gefühlt, bin jetzt seit ein paar Tagen auf dem Rasen.»

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... das Abschneiden in Paris:

«Für mich war es gut und schön, mal wieder in einem Halbfinal eines Grand Slams zu stehen. US Open und Wimbledon letztes Jahr, dieses Jahr bei den Australian Open – gegen Tsitsipas und Anderson hätte ich gewinnen können oder vielleicht müssen, darum war ich enttäuscht, dass ich nicht weitergekommen bin bei den Grand Slams. Aber jetzt wieder in einem Halbfinal zu stehen, dazu noch in Paris nach all den Jahren, gibt mir sicher Mumm und Schwung. Zu wissen, dass ich den Halbfinal in Paris schaffen kann, dann ist es natürlich auch in Wimbledon möglich und jedem Turnier, das danach kommt. Das gibt mir Selbstvertrauen.»

Federer greift am Dienstag ein

Roger Federer bekommt bei seinem Einstieg in die Rasensaison die Chance auf Revanche: Der 37-jährige Schweizer trifft beim Rasenturnier in Halle in der 1. Runde auf John Millman. Gegen den Australier (ATP 56) war Federer im letzten September am US Open in den Achtelfinals gescheitert. Die Partie ist auf Dienstag angesetzt.

Nimmt Rekordsieger Federer in Halle die erste Hürde, wartet im Achtelfinal mit Benoît Paire (ATP 28) oder Jo-Wilfried Tsonga (ATP 79) ein Franzose. Federers grösste Rivalen im Kampf um seinen zehnten Turniersieg am Rasenturnier in Nordrhein-Westfalen sind nach Papierform der Einheimische Alexander Zverev (ATP 5), der Russe Karen Chatschanow (ATP 9) und der Kroate Borna Coric (ATP 14), ein möglicher Halbfinalgegner der Schweizer Weltnummer 3. (pre/sda)

... die Umstellung auf Rasen:

«Natürlich spürt man kurz eine Umstellung vom Körper her. Es geht alles mehr in den unteren Rückenbereich und ins Gesäss, die Bälle springen nicht mehr so hoch ab und man hat nicht so viel Zeit. Aber ich muss sagen, ich habe keine Probleme. Aber nach dem Match kann es dann sein, dass man ein bisschen Muskelkater hat – aber das ist ja auch gesund. Ich glaube, der grosse Unterschied war, dass ich mich schon fast ein bisschen gewöhnt hatte, die letzten Jahre eben keinen Sand mehr zu spielen. Und dass ich endlos viel Zeit hatte vor Halle oder Stuttgart. Jetzt auf einmal ging alles schneller. Da hab' ich mich dann aber auch wieder erinnert, wie es früher war: Final in Paris, Training am Montag, Match am Dienstag – dagegen ist es nun eigentlich total locker. Ich war ein bisschen weniger zuhause, aber die Umstellung ist mir wie immer sehr einfach gefallen.»

... die Art des Spiels auf Rasen:

«Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich. Meine Stärken sind automatisch noch grössere Stärken und meine Schwächen sind schwierig anzuspielen oder ich kann sie umgehen mit aggressivem Spiel, indem ich die Punkte kurz halte, den Ball tief halte mit dem Slice. Aber die Rasensaison ist kurz, von dem her ist der Druck auf mich natürlich auch da. Und die Margen sind klein: Wenn man einfach draufzieht, wenn es wichtig wird, kann keiner das wirklich kontrollieren, was passiert.»

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... die bevorstehende Revanche gegen John Millman:

«Ich habe mich gefreut, dass ich gegen John spielen kann. Ich habe mit ihm letztes Jahr auf Rasen trainiert, da ist er für ein paar Tage Training in die Schweiz gekommen. Wir hatten ein hartes Spiel in New York, ich war froh, als es vorbei war. Es war dermassen heiss und ich hatte Probleme in dem Match, aber er hat das unglaublich durchgezogen. Er ist einer der Fittesten der Tour. Es ist genau die Erstrunden-Challenge, die ich zum Anfang der Rasensaison brauche. Und es gibt mir eine Chance, diese Rechnung zu begleichen.»

... die Finalniederlage gegen Coric im letzten Jahr:

«Es war eine lange Woche letztes Jahr mit dem Sieg in Stuttgart erst und dann mit dem Final hier. Ich habe viel, viel Tennis gespielt und hatte alle meine Chancen, die ich eigentlich haben wollte im Final. Leider hat er dann gut gespielt und ich hatte ein, zwei Fehler zu viel. Aber klar, die Ziele sind immer hochgesteckt hier in Halle. Ich bin noch nie in den letzten zwölf, 15 Jahren hierhergekommen und habe gesagt: Ich wäre zufrieden mit Viertelfinal oder Halbfinal. Der Sieg muss das Ziel sein. Vor allem auch in diesem Jahr, das Level ist stets hoch geblieben. Der zehnte Titel wäre natürlich Wahnsinn, aber die erste Hürde muss erst geschafft werden.»

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Die Highlights des Finals von 2018. Video: YouTube/Tennis TV

(pre)

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