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Unihockey-Nati verpasst an der WM erstmals nach 7 Jahren die Medaillen

epa09636027 Manuel Maurer of Switzerland reacts during the men's World Floorball Championship 2021 3rd place match between the Czech Republic and Switzerland at Hartwall Arena in Helsinki, Switze ...
Manuel Maurer am Boden – ein Bild mit Symbolcharakter.Bild: keystone

Unihockey-Nati verpasst an der WM erstmals nach 7 Jahren die Medaillen

Das Unihockey-Nationalteam der Männer geht an der WM in Helsinki leer aus. Die Schweiz verliert das Spiel um Platz 3 gegen Tschechien mit 3:4 nach Verlängerung.
11.12.2021, 15:4403.11.2022, 14:04
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Am Freitag im Halbfinal gegen Schweden (1:6) hatte es den Schweizern an Effizienz gefehlt. Im Spiel um Bronze verhalf eine beeindruckende Effizienz den Schweizern zu einer 3:1-Führung bis zur 47. Minute.

Im Finish gaben die Schweizer die Medaille aber aus der Hand. Marek Benes (24), der auffälligste Akteur auf dem Parkett in der ausverkauften Hartwall Arena, realisierte 92 Sekunden vor Schluss mit sechs gegen fünf Feldspielern den 3:3-Ausgleich für die Tschechen. Und in der Overtime bereitete Marek Benes das Siegtor von Filip Langer vor.

Erstmals seit sieben Jahre keine Schweizer Medaille

Und die Schweizer guckten konsterniert in die Röhre. 47 Minuten lang war die Partie in ihrem Sinn gelaufen. Die 3:1-Führung schmeichelte ihnen, weil die Tschechen den ersten Abschnitt dominiert, einen Penalty verschossen und dem Gegner mit einem Eigentor zur Führung verholfen hatten.

epa09636318 Players of Switzerland reacts after losing the men's World Floorball Championship 2021 3rd place match between the Czech Republic and Switzerland at Hartwall Arena in Helsinki, Switze ...
Enttäuschung beim Schweizer Team.Bild: keystone

Im Schlussabschnitt boten sich den Schweizern dann zahlreiche Möglichkeiten, den Sieg sicherzustellen. Auch in der Overtime kam Jan Zaugg zur ersten Grosschance. So aber holte die Schweiz aber erst zum vierten Mal an den letzten zwölf Weltmeisterschaften (nach 2004, 2010 und 2014) keine Medaille. Die Schweizer leisteten sich diesmal in der Abwehr viel zu viele grobe Schnitzer.

Tschechien - Schweiz 4:3 (1:1, 0:1, 2:1, 1:0) n.V.
Hartwall Arena, Helsinki. - 10'065 Zuschauer (ausverkauft). - SR Boström/Söderman (SWE).
Tore: 13. Rypar (Benes) 1:0. 17. Camenisch (Bischofberger) 1:1. 33. Eigentor Besta 1:2. 42. Bürki (Schiess) 1:3. 47. Havlas 2:3 (Nemecek) 2:3. 59. (58:28) Marek Benes (Ondrusek) 3:3 (ohne Torhüter). 65. (64:38) Langer (Marek Benes) 4:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Tschechien, keine gegen die Schweiz.
Tschechien: Bauer; Nemecek, Vitovec; Gruber, Besta; Puncochar, Kisugite; Rypar, Langer, Marek Benes; Ondrusek, Sindler, Delong; Havlas, Forman, Hemerka; Krbec, Simek, Dominik Benes.
Schweiz: Pascal Meier; Bischofberger, Camenisch; Bürki, Conrad; Graf, Heller; Zaugg, Christoph Meier, Mendelin; Maurer, Hutzli, Schiess; Riedi, Braillard, Laely; Rüegger, Hartmann, Michel.
Bemerkungen: Pascal Meier pariert Penalty von Marek Benes (19.).

Gold für Schweden

Im Final holte Schweden gegen Gastgeber und Titelhalter Finnland nach einem 0:2-Rückstand mit einem 6:4-Erfolg die Goldmedaille.

Eine Hauptrolle im hochklassigen, packenden Final spielten zwei Schweizerinnen: Corina Wehinger und Sandra Zurbuchen leiteten als erste Frauen überhaupt einen WM-Final bei den Männern. (ram/sda)

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