Nach dem Gewinn der Bronzemedaille: Colin Muller verlässt die Hockey-Nati der Frauen
Colin Muller, der Eishockey-Nationalcoach der Frauen, nimmt mit der in Mailand gewonnenen Bronzemedaille den Hut. Eine Vertragsverlängerung schliesst Muller aus.
Schon nach dem 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden hatte der 62-Jährige angedeutet, dass dies sein letztes Spiel gewesen sein könnte. Einen Tag später, anlässlich der Medaillenfeiern in Mailand, bestätigte er, dass das Spiel um Bronze sein letztes Spiel als Nati-Coach gewesen sei. Eine neue Stimme sei jetzt keine schlechte Idee, so Muller.
Der Gewinn der Bronzemedaille ist das grösste Highlight während seiner Zeit bei der Hockey-Nati. «Ich hatte einfach Freude, dass die Frauen festen und die Medaille geniessen konnten. Sie haben bis in die Nacht gesungen und getanzt», sagt Muller zum gestrigen Sieg.
Damit beendet Muller die Diskussionen um seinen Job von sich aus. Nach fast nur Niederlagen während der Vorbereitung auf die Winterspiele hatte der Eishockeyverband bewusst darauf verzichtet, den Vertrag mit Colin Muller vorzeitig zu verlängern.
Schon beim letzten Schweizer Medaillengewinn, 2014 in Sotschi, hatte der damalige Frauen-Nationalcoach, René Kammerer, sein Engagement als Nationalcoach aus freien Stücken auf dem Höhepunkt beendet. Wer die Nachfolge von Muller antreten wird, ist noch nicht klar. Der nächste Grossanalass für die Hockey-Nati der Frauen wird die Weltmeisterschaft im November sein. Diese wird in diesem Jahr in Dänemark stattfinden. (riz/sda)
