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15. Mai 2013: Viktor Troicki leistet sich in Rom einen Kult-Ausraster

epa03727906 Viktor Troicki of Serbia reacts during his fourth round match against Jo-Wilfried Tsonga of France at the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 02 June 2013. EPA ...
Keiner regt sich so herrlich auf wie Viktor Troicki.Bild: EPA
Unvergessen

Da wird jeder Rohrspatz blass – Viktor Troickis kultiger Ausraster in Rom

15. Mai 2013: Der Serbe Viktor Troicki fühlt sich vom Schiedsrichter benachteiligt. Seine Wuttirade gehört zu den unterhaltsamsten Perlen der Tennisgeschichte.
15.05.2025, 00:01

Kein Tennis-Profi freut sich, wenn er den ersten Satz diskussionslos mit 1:6 abgibt. Richtig unangenehm wird es aber erst, wenn man aufgrund einer vermeintlichen Fehlentscheidung gleich darauf noch ein Break kassiert.

Für Viktor Troicki ist dieses Szenario in Rom zu viel des Guten. Bei der Zweitrundenpartie gegen den Letten Ernests Gulbis überstimmt Stuhlschiedsrichter Cedric Mourier den Linienrichter beim Stand von 30:40 zu seinen Ungunsten. Die Rückhand des Serben soll knapp hinter der Grundlinie gelandet sein – Break perfekt.

Tennis-Comedy der Extraklasse – Viktor Troicki vergisst sich.Video: YouTube/Tennis Supremo

Es ist der Auftakt zu einem der unterhaltsamsten Ausraster der Tennisgeschichte. Erst bittet Troicki den Unparteiischen noch gemässigt, den Abdruck im Sand doch bitte zu überprüfen. Als Mourier bei seiner Meinung bleibt, verliert die Weltnummer 42 komplett die Nerven.

«Da ist kein Platz, da ist null Platz.»

oder

«Der kann nicht out sein. Aus dem Weltraum sieht man, dass der drauf war.»

und

«Sie wissen, dass Sie falsch liegen. Sie wollen sich bloss nicht selbst korrigieren.»

Troicki hält sich mit Kritik nicht zurück.

Das Tennis-Rumpelstilzchen beruhigt sich nicht

Schiri Mourier quittiert den Wutausbruch mit erstaunlich viel Gelassenheit. Doch das hilft auch nicht. Der Serbe schimpft weiter wie ein Rohrspatz und droht sogar, die Partie aufzugeben. Um seine Argumentation zu beweisen, entführt das Tennis-Rumpelstilzchen sogar einen Kameramann und nötigt ihn dazu, den Abdruck aus der Nähe zu filmen. Schliesslich wird es dem Referee dann doch zu bunt – nach vier kultverdächtigen Minuten holt er den Kumpel von Novak Djokovic mit einer Verwarnung auf den Boden der Tatsachen zurück.

Die Partie wird danach fortgesetzt, aber Troicki kann seinen Frust nicht in positive Energie umwandeln. Er verliert mit 1:6 und 1:6.

Noch viel schlimmer kommt es zwei Monate später. In Monte Carlo gibt Troicki eine Urinprobe ab, verweigert dem Dopingkontrolleur wegen angeblich starker Übelkeit aber den Bluttest. Der Weltverband belegt ihn nach diesem Vorfall mit einer 18-monatigen Sperre, welche das CAS anschliessend auf ein Jahr reduziert. 2021 tritt der Serbe in Wimbledon zurück. Sein letztes Profi-Spiel ist eine Niederlage in der 2. Qualifikationsrunde des englischen Traditionsturniers.

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
Novak Djokovic (2008 bis 2023): 24 Grand-Slam-Titel (10-mal Australian Open, 7-mal Wimbledon, 4-mal US Open, 3-mal French Open).
quelle: keystone / thibault camus
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