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FILE - In this March 25, 2019, file photo, Arizona Diamondbacks' Steven Souza Jr. walks on new turf at the team's home field before an exhibition baseball game against the Chicago White Sox in Phoenix. Baseball's opening day isn't happening in Phoenix or anywhere else on Thursday as planned. The sport is on hold until at least mid-May while the world fights the coronavirus pandemic. If baseball does resume this season, there could be some radical scheduling solutions as MLB tries to squeeze in as many games as possible. (AP Photo/Elaine Thompson, File)
Steven Souza Jr.

Das Chase Field der Arizona Diamondbacks wäre einer der zur Verfügung stehenden Spielorte. Bild: AP

30 Teams rund um Phoenix – der verrückte Plan rund um die neue MLB-Saison



Anders als NHL und NBA musste die MLB die Saison wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht unterbrechen – sie konnte gar nicht erst beginnen. Der für den 26. März geplante Start der neuen Baseball-Saison musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Anders als die NHL und die NBA hat die MLB aber bereits einen mehr oder weniger konkreten Plan in der Hinterhand, wie trotz Corona-Pandemie gespielt werden kann. Und der Plan klingt ziemlich verrückt: Gemäss ESPN soll die Saison noch im Mai beginnen und sämtliche Partien der 30 MLB-Teams sollen in der «Greater Phoenix Area» ausgetragen werden.

Fans at Salt River Fields at Talking Stick watch along the left field foul line during the fifth inning of a spring training baseball game between the Colorado Rockies and the Arizona Diamondbacks in Scottsdale, Ariz., Thursday, March 31, 2016. (AP Photo/Jeff Chiu)

Die beschaulichen Salt River Fields at Talking Stick in Scottsdale, Arizona, würden für ein MLB-Spiel ohne Zuschauer ausreichen. Bild: AP/AP

Warum gerade rund um die grösste Stadt des Bundesstaats Arizona gespielt werden soll, hat logistische Gründe. Zum einen stehen genügend Unterkünfte für alle Teams zur Verfügung, zum andren auch genügend Spielstätten. Mit den Arizona Diamondbacks ist zwar nur ein MLB-Franchise in der Region beheimatet, weil viele Teams im warmen Staat im Südwesten der USA aber traditionell ihr Frühlings-Trainingslager absolvieren, sind genügend Stadien und Trainingsstätten vorhanden.

Im Rahmen der sogenannten Cactus League werden in 10 gut ausgerüsteten Baseball-Arenen, welche den Anforderungen an improvisierte MLB-Spiele genügen würden, rund um Phoenix jeweils Testspiele absolviert.

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Hier finden die Testspiele der «Cactus League» statt. bild: twitter

Vieles steht noch in den Sternen

Seit Wochen diskutieren hochrangige Gesundheitsbeamte des Bundes und Baseball-Funktionäre über die Machbarkeit des Plans. Die Gesundheitsbehörden «Centers for Disease Control and Prevention» und «National Institutes of Health» unterstützen die MLB, noch sind aber viele Fragen offen. Denn die logistischen Herausforderungen wären riesig.

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Die besten Homeruns aus der Saisonvorbereitung. Video: YouTube/MLB

Um die Gesundheit aller beteiligten Personen zu gewährleisten, müssten strengste Vorschriften gelten und möglichst viele Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen. Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter und Sicherheitspersonal müssten für rund viereinhalb Monate streng isoliert von ihren Familien untergebracht werden. Noch ist unklar, ob die Spieler über ihre Gewerkschaft MLBPA dem Plan zustimmen werden. Ein Treffen soll noch diese Woche stattfinden.

Very little activity is evident in front of Chase Field Thursday, March 26, 2020, in Phoenix. The Arizona Diamondbacks would have hosted the Atlanta Braves in their season-opening baseball game Thursday, but the start of the MLB regular season is indefinitely on hold because of the coronavirus pandemic. (AP Photo/Ross D. Franklin)

Noch deutet vor dem Chase Field in Phoenix nichts auf den verspäteten Saisonbeginn hin. Bild: AP

Dass ein positiver Corona-Test bei einem Spieler oder einer Person aus dem Umfeld der Klubs zwangsläufig dazu führen würde, ein ganzes Team unter Quarantäne zu stellen, glauben die MLB-Verantwortlichen nicht. Die Teams könnten aber angehalten werden, ihre Kader aufzustocken. Allfällige Infizierte, die mittels Corona-Schnelltests sofort isoliert werden sollen, könnten so besser ersetzt werden.

Auch wirtschaftlich soll der MLB-Plan trotz fehlender Zuschauereinnahmen aufgehen. Weil die restlichen US-Profiligen noch pausieren, wird mit zusätzlichen Einnahmen aus Vermarktung und TV-Rechten gerechnet. Gemäss ESPN sind Liga und Gewerkschaft bereit, alles dafür zu tun, den Plan trotz der grossen Hürden, die zu nehmen sind, umzusetzen. Denn es ist die einzige Alternative zum Horror-Szenario: dass 2020 überhaupt kein Baseball gespielt wird.

So planen NHL und NBA

Auch die NHL treibt seine Planspiele für die Fortsetzung der seit dem 12. März unterbrochenen Saison voran. Gemäss Sportsnet erwägen die Liga und die Spielergewerkschaft NHLPA, einige der restlichen Partien der Regular Season und Playoff-Spiele im Bundesstaat North Dakota auszutragen. Schauplatz dieser Spiele soll die Ralph-Engelstad-Arena in Grand Forks sein. Dort fand 2005 die U20- und 2016 die U18-WM statt.

Damit dieses Szenario umgesetzt werden könnte, müsste die Stadt bereit sein, einen Grossteil des gesamten NHL-Trosses zu beherbergen. North Dakota gehört zu den Bundesstaaten mit der kleinsten Bevölkerung in den USA. Sämtliche Partien würden ohne Publikum ausgetragen werden, nach weiteren Standorten wird noch gesucht.

Laut dem Magazin «Sports Illustrated» spielt die NBA mit dem Gedanken, ihre gesamten Playoffs in der Stadt Las Vegas auszutragen. Adam Silver, der Chef der stärksten Basketball-Liga der Welt, sagte, dass man erst im Mai entscheiden will, ob die Saison fortgesetzt oder abgebrochen wird. (pre/sda)

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