Sport
Velo

Etappensieg für Evenepoel, derweil Nichtangriffspakt bei Sepp Kuss

Dritter Etappensieg für Evenepoel, derweil Nichtangriffs-Pakt bei Sepp Kuss

14.09.2023, 22:0015.09.2023, 00:00
Mehr «Sport»
epa10859074 American rider Sepp Kuss of Jumbo-Visma team gestures as he maintains the lead after his third place in the 17th stage of the Vuelta a Espana, a 124.5 km cycling race from Ribadesella to A ...
Hat gute Aussichten auf den Gesamtsieg: Sepp Kuss.Bild: keystone

Remco Evenepoel fährt an der Vuelta seinen dritten Tagessieg ein. Der Vorjahressieger, der sich nach einem Einbruch vergangene Woche aus dem Kampf um den Gesamtsieg verabschiedet hat, gewinnt nach der 3. und 14. auch die 18. Etappe.

Der Belgier triumphierte in der letzten Bergetappe der diesjährigen Spanien-Rundfahrt aus einer ursprünglich 14-köpfigen Ausreissergruppe heraus solo. Die entscheidende Attacke um den Tagessieg setzte Evenepoel bereits knapp 30 km vor dem Ziel, beim ersten von zwei Anstiegen zum Cruz de Linares. Im Ziel siegte der Zeitfahr-Weltmeister mit fast fünf Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Italiener Damiano Caruso und mehr als neun Minuten vor den Anwärtern auf den Gesamtsieg.

Keine Angriffe auf Sepp Kuss

Die achte und letzte Bergankunft dieser 78. Vuelta brachte an der Spitze des Gesamtklassements keinen Umsturz. Im Vorfeld wurde spekuliert, ob es unter den Top 3 aus dem Team Jumbo-Visma zum offenen Schlagabtausch kommt. Doch Tour-Sieger Jonas Vingegaard und Giro-Gewinner Primoz Roglic griffen ihren eigentlichen Edelhelfer Sepp Kuss nicht mehr an, sodass dieser das Leadertrikot am Tag nach seinem 29. Geburtstag erneut erfolgreich verteidigen konnte.

Der Amerikaner konnte seine Führung im Gesamtklassement sogar wieder leicht ausbauen. Er liegt vor den letzten drei Tagen mit zwei Flachetappen und dazwischen einem hügeligen Teilstück 17 Sekunden vor Vingegaard. Der Däne büsste im steilen Finish etwas Zeit, nachdem er zuvor wichtige Tempoarbeit für Kuss geleistet hatte. Roglic liegt als Dritter aus dem Jumbo-Triumvirat weiterhin 1:08 Minuten zurück.

Gegenüber dem Sender Eurosport erklärte Teamkollege Vingegaard:

«Heute ging es darum, Sepp zu beschützen.»

Kuss sei Jahrelang loyal gegenüber dem Team gewesen, deshalb sei es jetzt umso schöner, dem Amerikaner etwas zurückgeben zu können.

Kuss war derweil hocherfreut über das Mitwirken seiner Kollegen: «Zuallererst möchte ich sagen, dass die Jungs einen großartigen Job gemacht haben, ich wurde den ganzen Tag gezogen. Jonas hat eine richtig starke Pace vorgegeben.»

Doch was steckt hinter dem plötzlich aufopfernden Verhalten von Vingegaard und Roglic? Wie Kuss gegenüber Eurosport erläuterte, hatte man sich als Team wie auch unter den Fahrern auf zwei unterschiedliche Strategien geeinigt: Eine bis zur Angliru-Etappe, und eine für danach.

(sda/cpf)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
«Serie war uns egal»: Das sagen Granit Xhaka und andere zur Pleite gegen Atalanta
Bayer Leverkusen verliert im Europa-League-Final zum allerersten Mal in dieser Saison, und das deutlich. Das sind die Reaktionen auf die Premierenpleite der Deutschen.

Granit Xhaka bekam gegen Atalanta nie den Zugriff auf das Spiel, den er in den allermeisten Partien der Saison hatte. Der Schweizer Nati-Captain zeigte sich entsprechend enttäuscht nach dem Schlusspfiff. Er betonte im Interview mit RTL, dass nicht das Ende der magischen Serie von 51 Partien ohne Niederlage schmerzt, sondern vielmehr, dass er und sein Team einen Final verloren haben: «Es ist natürlich bitter. Wir haben heute leider einen Final verloren. Dass wir gerade im Final nicht das hinkriegen, was wir eigentlich normalerweise gut machen, müssen wir akzeptieren.»

Zur Story