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Tadej Pogacar gewinnt zum ersten Mal den Klassiker Mailand–Sanremo

epa12839070 Slovenian rider Tadej Pogacar of team UAE Team Emirates XRG celebrates winning the Milano Sanremo cycling race over the 298km from Pavia to Sanremo, Italy, 21 March 2026. EPA/ROBERTO BETTI ...
Tadej Pogacar jubelt über den Sieg.Bild: keystone

Trotz Sturz: Pogacar gewinnt erstmals den Klassiker Mailand–Sanremo

Der Slowene Tadej Pogacar, der Über-Radfahrer der Gegenwart, gewinnt erstmals in seiner Karriere den Klassiker Mailand-Sanremo. Pogacar setzte sich im Finish von der Spitze aus gegen den formstarken Briten Tom Pidcock durch.
21.03.2026, 16:5021.03.2026, 18:21

Pogacar siegte, obwohl er 40 Minuten vor der Zieleinfahrt stürzte. Was folgte, war eine eine beeindruckende Leistungsdemonstration des Weltmeisters. 32 Kilometer vor dem Ziel stürzte Pogacar, ebenso wie Wout van Aert (der Dritter wurde), Binian Girmay und zwei weiteren Pedaleuren. 35 Sekunden Rückstand handelte sich Pogacar ein, nebst Schürfwunden am Oberschenkel und am Becken. «Nach diesem Sturz glaubte ich nicht mehr an den Sieg», sagte Pogacar im Ziel.

Seine Reaktion auf den Sturz fiel indessen unglaublich heftig aus. Sechs Minuten nach dem Sturz schloss Pogacar wieder zum Hauptfeld auf. Weitere zwei Minuten später hatte er sich durch dieses Feld wieder an die Spitze gearbeitet. Und weitere knapp fünf Minuten später lancierte er die vorentscheidende Attacke.

Am Poggio di Sanremo, wo schon so oft die Entscheidung im Rennen fiel, versuchte Pogacar die letzten Konkurrenten abzuschütteln. Mit 40 km/h spurtete Pogacar den bis zu 6 Prozent steilen Poggio hinauf. Der Brite Tom Pidcock liess sich aber nicht abschütteln. Pidcock befand sich auf der Zielgeraden sogar in der optimalen Position - im Windschatten hinter Pogacar auf Platz 2. Von der Spitze aus sprintete Pogacar indessen zum Sieg.

Im Ziel konnte Pogacar den Sieg noch kaum fassen. «Aber natürlich bin ich mehr als glücklich, dass ich hier endlich auch gewinnen konnte.» Der Sieg bei Mailand-Sanremo fehlte Pogacar bislang noch im Palmarès. Als letztes Radsport-Monument, das Pogacar noch nie gewann, verbleibt nun nur noch der Klassiker Paris-Roubaix.

Von den Schweizern mischte in der Schlussphase des Rennens nur noch Mauro Schmid mit. Schmid fuhr im Verfolgerfeld an der Spitze mit. Den zweitletzten Anstieg querte er als Fünfter. Das Verfolgerfeld schaffte es aber nicht mehr ganz ans Spitzentrio mit Pogacar, Pidcock und Mathieu van der Poel (der im letzten Aufstieg zum Poggio di Sanremo zurückfiel) heran. Vor dem Aufstieg zum Poggio di Sanremo betrug der Rückstand der Verfolger um Schmid bloss noch sieben Sekunden. Das Ziel erreichte Schmid als 31. mit nur vier Sekunden Rückstand auf Pogacar.

Der Klassiker startete mit einer kuriosen Situation. Nach zwei Kilometern nahm das Feld die falsche Abzweigung und einige Fahrer mussten wieder wenden.

Noemi Rüegg glänzt wieder in San Remo

Nach Platz 3 im Vorjahr beendet die 25-jährige Schweizerin Noemi Rüegg das Frauenrennen von Mailand nach Sanremo auf Platz 2. Im Schlussspurt musste sich Rüegg nur Lotte Kopecky geschlagen geben.

Noemi Ruegg EF Education - Oatly during Milano - Sanremo, Street Cycling race in Sanremo, Italy, March 21 2026 PUBLICATIONxNOTxINxITA Copyright: xDavidexVaninetti/IPAxSportx/xipa-agency.netx/xx IPA_73 ...
Noemi Rüegg fuhr auf den starken zweiten Platz.Bild: www.imago-images.de

Rüegg blieb im Finish nach 156 km nur wenige Zentimeter hinter der Belgierin Kopecky. Die Enttäuschung war der Schweizerin bei der Zieleinfahrt anzusehen. Rüegg gewann in dieser Saison schon die Tour Down Under. Mit ihren Qualitäten beim Klettern und im Finish ist das Profil des Rennens auf Rüegg zugeschnitten.

Die Vorentscheidung fiel im Anstieg zum Poggio Sanremo kurz vor Schluss. Eine Fünfergruppe konnte sich absetzen, rettete den geringen Vorsprung ins Ziel und machte den Sieg unter sich aus.

Lotte Kopecky triumphierte in Sanremo zum ersten Mal. Die zweimalige Weltmeisterin hat indessen die Flandern Rundfahrt schon dreimal gewonnen.

Zu einer fürchterlichen Szene kam es bei der Abfahrt von der Cipressa, als gleich mehrere Fahrerinnen stürzten. Debora Silvestri flog sogar über die Abschrankung und landete nach einigen Metern auf dem Asphalt. Die Italienerin musste daraufhin in das Spital gebracht werden, soll aber nicht in Lebensgefahr sein. (riz/sda)

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