24 Stunden nach seinem ersten Etappensieg in den Pyrenäen hat Tadej Pogacar nachgedoppelt. Nach 198 Kilometern mit knapp 5000 Höhenmetern zwischen Loudenville und dem Ziel auf dem Plateau de Beille gewann er am heissen französischen Nationalfeiertag, dem Quatorze Juillet, bereits sein drittes Teilstück in diesem Jahr.
«Ich hätte anfangs Tour nicht gedacht, dass es nach zwei Wochen so aussieht. Ich bin super zufrieden mit meiner Form», sagte Pogacar im Sieger-Interview. Der Tour-Sieger der Jahre 2020 und 2021 sprach von einem «unglaublichen Tag».
Vingegaard atacando y Pogačar sin manos 🤣🫣#TdF2024 pic.twitter.com/K8BV65yvzv
— Las Gafas de Soldador (@lasgafasdesolda) July 14, 2024
Pogacar setzte sich rund fünf Kilometer vor der Ziellinie von Jonas Vingegaard ab. Der dänische Vorjahressieger büsste 1:08 Minute ein und liegt damit in der Gesamtwertung neu mehr als drei Minuten hinter Pogacar. Der Slowene ist drauf und dran, als erster Profi seit Marco Pantani 1998 im gleichen Jahr den Giro d'Italia und die Tour zu gewinnen.
«Es sieht sehr gut aus, ein komfortabler Vorsprung», urteilte Pogacar. «Wir müssen als Team konzentriert bleiben und mit der gleichen Mentalität fahren. Nun freue ich mich aber auf den Ruhetag morgen. Danach heisst es nochmals: Vollgas!»
Vingegaard seinerseits ist auf Kurs zu Gesamtrang zwei. Er distanzierte den Belgier Remco Evenepoel, der bei seiner ersten Tour-Teilnahme in einer Woche als Dritter auf dem Siegerpodest stehen könnte, deutlich. Evenepoel liegt rund zwei Minuten hinter Vingegaard.
Mutmasslich können nur Stürze oder Erkrankungen etwas daran ändern, dass das Trio in dieser Reihenfolge am kommenden Sonntag das Siegerpodest in Nizza belegt. Dort endet die Tour de France ausnahmsweise, weil sich Paris auf die Olympischen Spiele vorbereitet. (ram)