Nach Odis Triumph führt die Schweiz erstmals in diesem Winter in der Nationenwertung
Unglaubliche 32 Mal hintereinander hatte sich Österreich von 1988 bis 2019 die Nationenwertung des Ski-Weltcups gekrallt, ehe die Schweiz zurückschlagen konnte. 2022 schafften die ÖSV-Stars nochmals ein Intermezzo, die letzten drei Saisons war aber die Schweiz die unangefochtene Nummer 1.
Doch der Thron geriet in diesem Winter zwischenzeitlich ins Wackeln. Mitte Dezember, zumal nach den verletzungsbedingten Ausfällen der Leistungsträgerinnen Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Michelle Gisin, musste man sich arge Sorgen um die Schweizer Vormachtstellung machen.
Nach der ersten Frauen-Abfahrt in St. Moritz am 12. Dezember lag Österreich in der Nationenwertung vorne. Happige 637 Punkte betrug der Vorsprung auf die Schweiz.
Schon am folgenden Tag schlugen die Schweizer Männer aber mit dem Dreifachsieg von Loïc Meillard, Luca Aerni und Marco Odermatt in Val d'Isère zurück. Seither sind die Swiss-Ski-Asse den Österreichern immer näher gekommen, und nach den erfolgreichen Rennen am Samstag in Adelboden und Zauchensee haben sie die Führung erstmals in dieser Saison übernommen – und dies recht deutlich. Aktuell liegt die Schweiz 166 Punkte vor Österreich.
Bei den Frauen weisen die ÖSV-Athletinnen deutlich mehr Zähler auf als die Schweizerinnen, Erste sind sie allerdings auch da nicht. Das Ranking wird von den Amerikanerinnen um die Superstars Mikaela Shiffrin und Lindsey Vonn angeführt, die Schweiz belegt den 3. Platz. (ram/sda)
