Rast scheidet nach Halbzeit-Führung aus – Scheib holt die kleine Kristallkugel
Die Entscheidung im Kampf um die Riesenslalom-Kristallkugel fällt in Are klar zugunsten von Julia Scheib aus. Die Österreicherin holt sich ihren fünften Weltcup-Sieg, die nach dem ersten Lauf führende Walliserin Camille Rast scheidet aus.
Scheib gewann in Schweden mit 0,36 Sekunden Vorsprung vor der Amerikanerin Paula Moltzan, Dritte wurde die Neuseeländerin Alice Robinson (0,75 zurück). Die 27-jährige Steirerin sicherte sich den Triumph in der Disziplinen-Wertung höchst souverän. Die letzte ÖSV-Fahrerin, die in der Riesenslalom-Wertung triumphierte, war Eva-Maria Brem in der Saison 2015/16.
Rast nahm wie schon am Morgen, an welchem sie die Bestzeit fuhr mit elf Hundertsteln Vorsprung vor Scheib, auch im zweiten Lauf viel Risiko – und schied bereits nach wenigen Toren aus. Es war im neunten Weltcup-Riesenslalom der Saison der erste Nuller für die 26-Jährige, die seit Ende November in jedem Rennen in dieser Disziplin mindestens Platz 5 belegt hat. Anfang Januar in Kranjska Gora sicherte sich Rast ihren ersten Weltcup-Sieg im Riesenslalom.
Beste Schweizerinnen im Riesenslalom in Are waren nach Rasts Ausfall Vanessa Kasper (16.) und Stefanie Grob (17.). Wendy Holdener reichte es mit dem 19. Platz ebenfalls in die ersten 20. Einige Weltcup-Punkte gab es aus Schweizer Sicht auch für Dania Allenbach (24.) und Sue Piller (27.).
Neben Rast sind auch Kasper und Holdener für das Weltcup-Finale der besten 25 in Norwegen qualifiziert, Piller hingegen scheiterte ganz knapp. Der letzte Riesenslalom der Saison findet am 25. März in Hafjell statt. (sda)
